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Ausgabe 37
Januar 2005



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DIFFERENT THINKING!


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Different Thinking! So erschließen Sie Marktchancen mit coolen Produktideen und überraschenden Leistungsangeboten
… ist der Titel unseres neuen Buchs, das Anfang März als Spitzentitel beim Verlag Redline Wirtschaft erscheinen wird.

Für dieses Buch haben wir in den letzten 12 Monaten gelesen, was uns in die Finger kam, vom Harvard Business Review bis zum Rolling Stone Magazine; wir haben uns in Sitzungszimmern, Flughafenwartesälen, Messen und Konferenzen herumgetrieben und viel Zeit mit Recherchen verbracht. Das Ergebnis: Die Quintessenz von 200 ungewöhnlich erfolgreichen Unternehmen aus aller Welt und die cleversten Erfolgsmethoden genialer Business-Querdenker!

Herzliche Grüße und einen guten Start ins Neue Jahr!

Anja Förster & Peter Kreuz









 
Entkommen Sie dem typischen Kopf-an-Kopf Wettbewerb, indem Sie neue Märkte schaffen. Entwickeln Sie dazu Leistungsangebote für neue oder bis dato nur wenig beachtete Zielgruppen: Out-Of-The-Box

Querdenk-Praxis: Tomboy Tools

Während die großen Baumarktketten noch überlegen, wie sie sich mit immer niedrigeren Preisen gegenseitig unterbieten können, geht das Unternehmen Tomboy Tools aus Denver einen ganz anderen Weg. Man verlagert das Spielfeld weg vom Preiswettbewerb hin zu neuen Zielgruppen – in diesem Fall den weiblichen Heimwerkerinnen.
 

Dazu geht man im Produktdesign neue Wege: Die Werkzeuge werden so modifiziert, dass sie den Anforderungen der weiblichen Zielgruppe besser entsprechen. Die Werkzeuge sind leichter und haben gut konturierte Griffe, die auch kleineren Händen einen starken Zugriff erlauben. Außerdem werden die erfolgreichsten Produkte in einem Gesamtpaket angeboten, das immer die wichtigsten Werkzeuge für einen speziellen Aufgabenbereich beinhaltet.

Tomboy Tools beschreitet auch im Verkauf neue Wege: Man verkauft die Produkte zwar auch per Katalog und online – die meisten Heimwerkerprodukte werden jedoch bei Hausparties an die Frau gebracht – eben jene Verkaufsparties, die man beispielsweise von Tupperware kennt.

Das erfolgreiche Partiemodell funktioniert wie folgt: In einer entspannten Atmosphäre unter Freundinnen erfährt die Kundin, wie man Fliesen legt, eine undichte Toilette repariert oder ein schweres Bild an eine dünne Wand hängt. Natürlich regt diese Atmosphäre zum Kauf an und alle Beteiligten gehen mit dem Gefühl nach Hause, jetzt viel kompetenter bei kleineren Reparaturen im Haus zu sein.

Querdenk-Praxis: Barbara K.

Barbara Kavovit war lange Jahre Chefin einer New Yorker Baufirma und bringt ihre Erfahrungen in das Geschäft mit den weiblichen Handwerkerinnen ein. Ihre Produktlinie richtet sich wie bei Tomboy an Frauen und beinhaltet gestylte und doch nicht allzu teure Werkzeuge, die im Paket zusammen mit einem Handbuch kommen und den Kundinnen so eine praktikable Anleitung geben, wie sie problemlos kleine Reparaturen und Verschönerungsarbeiten am Haus durchführen können.

So gibt es beispielsweise für 49 Dollar das dreißigteilige Werkzeugset im eisblauen transparenten Köfferchen. Im Paket enthalten ist auch ein Buch über einfache Do-It-Yourself Hausreparaturen.

Ihre Chance


Out-of-the-Box
Denken bedeutet, interessante neue Zielgruppen zu erschließen und dem drückenden Preiswettbewerb der Branche zu entkommen.


Quellen und weiterführende Informationen

>
Tomboy Tools
>
Barbara K.





Waschsalons dienten bisher immer einem Zweck: Man geht hin, weil die Wäsche gewaschen werden muss. Sie in Verbindung zu bringen mit Begriffen wie Innovation und Lifestyle, wäre bisher wohl kaum jemandem eingefallen.

Was nicht ist, kann ja noch werden – für Querdenker eine willkommene Chance: Die Strategie: Mix-It!. Die Idee: Zwei Branchen miteinander verbinden, die traditionell nicht zusammen gehören.


Querdenk-Praxis: Cleanicum Köln


Das Cleanicum-Team Dirk Martens, Yvonne Moors und Sascha Franczak aus Köln zeigt, wie man aus einem muffigen Waschsalon eine kultige Institution machen kann.

1. Das Cleanicum ist ein Waschsalon
und bietet als solcher top-geflegte Waschmaschinen und Trockner an, die nach den neuesten technischen und ökologischen Standards arbeiten. Es gibt spezielle Antiallergiker-Waschmaschinen und natürlich biologisch abbaubares Waschpulver.

2. Das Cleanicum ist eine Lounge.
Auf den roten Ledersofas vergeht die Zeit zwischen Waschen und Trocknen der Wäsche wie im Flug. Hier kann man bei einem Milchkaffee gemütlich Zeitung lesen, neue Leute kennen lernen oder einfach bei relaxter Musik die wechselnden Kunstinstallationen betrachten. Oder man kann einfach mal so vorbeischauen, an der Bar einen Drink nehmen und nach einem anstrengenden Tag die Seele baumeln lassen.



3. Das Cleanicum ist ein Internet-Cafe. Damit die Kunden die Waschzeit sinnvoll nutzen können, stehen im Internetcafé des Cleanicums zwölf Computer zur Verfügung.

Mix-It und aus einem Waschsalon kann plötzlich eine kultiger Szenetreff werden. Im Cleanicum wird eben nicht nur gewaschen: Hier trifft man sich mit Freunden, surft im Internet, trinkt, isst, schaut sich Kunst an oder liest die Zeitung und saubere Wäsche hat man hinterher auch noch - wenn man will.


Ihre Chance


Das Mix-It Prinzip als verrückte Idee oder Erfolgsgrundlage? Die Besucherzahlen des Cleanicums sprechen für sich: Etwa 55 Prozent der Einnahmen erzielt die Bar, 40 Prozent der Waschbetrieb, der Rest kommt durchs Internet-Café. Events sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit, von der Modenschau bis zum "Aktionstag Waschen für Menschenrechte", deren Erlös Amnesty International zuging.

Wichtig: Achten Sie bei der Bindestrich-Innovation darauf, dass aus der Kombination verschiedener Branchen (hier: Waschsalon, Lounge und Internetcafe) auch tatsächlich ein zusätzlicher Nutzen für den Kunden entsteht. Ansonsten mag die Idee zwar "cool" sein, wird Sie aber nicht erfolgreich machen. Deshalb müssen Mix-It Konstruktionen keine bloßen Additionen, sondern Multiplikationen sein, bei denen der neue Wert mehr ist als die Summe der einzelnen Teile.


Quellen und weiterführende Informationen

>
Cleanicum



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Ein typisches Zeichen von gesättigten Märkten mit vergleichbaren Angeboten: Es geht nur noch um den Preis. Anbieter versuchen, durch Rabattschlachten und fortwährende Sonderpreise die Gunst der Kunden zu erkaufen. Clevere Business-Querdenker gehen anders vor: Sie orientieren sie sich an der Nachfrage- oder Zahlungsbereitschaft ihrer Kunden und beleben damit ihr Geschäft.


Querdenk-Praxis: Ibis Hotel


„Zahlen Sie doch, was Sie wollen“ hieß eine vierwöchige Aktion der Hotelkette IBIS. Und tatsächlich konnten die Kunden ihren Übernachtungspreis selbst bestimmen. Etwa zehn Prozent der Hotelgäste nutzen das Angebot auch aus und übernachteten zum Nulltarif. Die meisten Gäste waren jedoch fair und zahlten etwa 40 Euro pro Übernachtung. Eine Summe, die sich durchaus mit den üblich kalkulierten Preisen von 42 bis 47 Euro deckte. Allerdings war die Auslastung während der Aktion deutlich höher als in den übrigen Monaten, so dass IBIS noch nicht einmal Umsatz- und Gewinneinbussen hinnehmen musste.

Gewonnen haben aber nicht nur die Kunden: Für IBIS gab es kostenlose PR und viele Neukunden. Die Auswertung der ausgelegten Fragebögen ergab, dass etwa 20 Prozent der zufriedenen Gäste während der Aktionswochen zum ersten Mal in der Hotelkette übernachtet hatten.

Querdenk-Praxis: Wagner’s Hotel Tannenhof

Auch der Hotelier Klaus-Werner Wagner vertraut seinen Kunden. Und das nicht als Aktion, sondern als Dauereinrichtung. Sein Hotelbetrieb Wagners´s Hotel Tannenhof ist derzeit das einzige Hotel Deutschlands mit Richtpreisen innerhalb der ersten drei Tage des Aufenthaltes. Wie ist das zu verstehen? Ganz einfach: Zufriedene Gäste zahlen gern die angegebenen Richtpreise. Sollten sie aus irgendeinem Grund nicht mit der Leistung einverstanden sein, so dürfen sie den Übernachtungspreis frei bestimmen.


Querdenk-Chance


Frei nach dem Motto „Rabat ist eine Stadt in Marokko – und sonst nichts!“ gilt: Seien Sie clever und lassen Sie die Kunden den Preis bestimmen: IBIS und das Hotel Tannenhof zeigen, wie man damit viel PR und neue Kunden gewinnen kann. Und keine Sorge: Wenn Sie Kunden von Ihrem Leistungsangebot begeistern konnten, bauen Sie automatisch eine Hemmschwelle gegen Knauserigkeit auf. Die Kaufentscheidung wird auf die Ebene des Nutzens verlagert und der Preis dient nur noch als Zusatzinformation, nicht jedoch als kaufbestimmendes Kriterium.


Quellen und weiterführende Informationen

> IBIS Hotels
> Wagners Hotel Tannenhof
> Unsere Corporate Sessions zum Business-Querdenken



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


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Pictures
www.tomboytools.com; www.barbarak.com, www.cleanicum.de, www.wagners-tannenhof.de, www.schekerli.com

Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
 

 
 Copyright © ANJA FÖRSTER & DR. PETER KREUZ