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Ausgabe 38
Februar 2005



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DIFFERENT THINKING!


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Den richtigen Riecher für neue Marktchancen, cleveres Marketing oder schlicht Glück?
Welche Erfolgsrezepte sind verantwortlich dafür, dass manche Manager scheinbar mühelos in ihren Unternehmen exzellentes Wachstum realisieren und eine Spitzenposition im Markt besetzten - und das entgegen dem allgemeinen Wirtschafts- oder Branchentrend?

Wir haben zu dieser Fragestellung 200 außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmen aus aller Welt analysiert. Ihr Erfolgsgeheimnis? Das finden Sie in unserem Buch "Different Thinking", das Anfang März im Buchhandel sein wird.

Viele Grüße!
Anja Förster & Peter Kreuz










Die Integration von Kunden in den Innovationsprozess ist ein entscheidender Erfolgsfaktor; und doch ist ein solches Vorgehen noch lange kein Standard und entscheidende Zielgruppen werden einfach übersehen.

Querdenk-Praxis: Vauxhall

Was sitzt während der Woche bis zu 10 Stunden auf dem Rücksitz Ihres Autos und redet bei allen Anschaffungen, die in der Familie gemacht werden, ein entscheidendes Wort mit? Ihre Kinder - genau! Umso erstaunlicher ist es, dass diese wichtige Zielgruppe bisher von kaum einem Autohersteller aktiv in den Innovationsprozess eingebunden wurde. Mit Ausnahme von Vauxhall, den britischen Opelwerken.

In Anspielung auf das "Flex 7 Sitzsystem" aus den Baureihen Zafira und Meriva hat man dort das so genannte "Flex 7 Panel" mit 7 Kindern zwischen 11 und 15 Jahren ins Leben gerufen. Der Auftrag an die Kinder: eigene Ideen und Wünsche an ein Fahrzeug zu artikulieren.

Kevin Wale, Managing Partner bei Vauxhall, bringt es auf den Punkt: „Das Flex 7 Panel ist ein guter Hinweis darauf, wie wir zukünftig unsere Autos entwickeln werden. Wenn unsere Kunden auf ihre Kinder hören, wenn die sich ein Auto anschaffen, dann müssen auch wir den Kindern zuhören, ansonsten verpassen wir etwas ganz Entscheidendes, wenn wir uns mit Innovationen bei unseren Fahrzeugen beschäftigen.“

Das erste Panel fand Ende 2004 statt. Der Bericht und ausgewählte Ergebnisse können online nachgelesen werden.


Ihre Chance


Kundenorientierte Innovation
bedeutet nicht, dass man Kunden ein fertiges Produkt vorsetzt und dann auf ihr "Hurrah" hofft. Kunden und Anwender müssen frühzeitig in den Innovationsprozess eingebunden werden.

Das Beispiel von Vauxhall zeigt, dass nicht nur die unmittelbaren Kunden (hier die Eltern) eine wichtige Rolle als Inputgeber spielen, sondern auch entscheidende Meinungsbildner (hier die Kinder) eine ganz entscheidende Informationsquelle für die Entwicklung von Innovationen sind.


Quellen und weiterführende Informationen

>
Vauxhall über das Projekt
>
Der Flex 7 Report (pdf)






Business-Querdenker stellen gängige Produktkonzepte in Frage und eröffnen damit vollkommen neue Spielräume für innovative Leistungsangebote.
Wie man mit diesem Vorgehen sogar noch einen großartigen Beitrag für die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern leisten kann, zeigt das Beispiel von Saul Griffith.


Querdenk-Praxis: Saul Griffith


Ein Treffen mit Kenias Erziehungsminister, der von einem akuten Mangel an Brillen in seinem Land berichtete, weckte den Ehrgeiz des Querdenkers Saul Griffith.

Der Doktorrand am MIT in Boston, der bis dahin keine Ahnung von der Brillenproduktion hatte, machte sich an die Arbeit. Sein Ziel: die Herstellungskosten für Brillen radikal zu senken. Sein Vorgehen: das Geschäftsmodell zur Herstellung einer Brille grundlegend in Frage zu stellen.


PHOTO: MARK OSTOW

Der größte Kostenblock für die Herstellung und Anpassung einer Brille ist weder die ärztliche Untersuchung noch das Brillengestell, sondern die Gläser. Der Kostentreiber ist das hohe Inventar an Gläsern, das Zulieferfirmen vorrätig haben müssen: 500 bis 1.000 Gläser für jede mögliche Verschreibung.

Genau hier setzt Griffith an: Er entwickelte ein mobiles Gerät mit dem man schnell und preiswert Brillengläser auf Abruf fertigen kann. Und das funktioniert so: Ein Behälter mit Babyöl (!), über den eine Membran gespannt ist, dient als Form. Pumpt man mit einer großen Spritze mehr Öl hinein, wölbt sich die Membran sphärisch. Jetzt legt man einen ovalen Ring obendrauf und kann jede beliebig gewölbte Oberfläche erzeugen. Wenn alles justiert ist, wir der Ring mit Kunststoff ausgegossen und mit einer vom Zahnarzt bekannten UV-Lampe gehärtet. Innerhalb von wenigen Minuten hat man so eine annähernd perfekte Linse in der Hand.

Saul Griffith geht davon aus, dass es mit diesem Gerät möglich ist, direkt vor Ort Brillengläser anzufertigen. Die hierbei entstehenden Kosten für eine Augenuntersuchung und die fertige Brille sollten bei etwa 10 bis 15 Dollar liegen.


Querdenk-
Chance

Die Welt-Gesundheitsorganisation schätzt, dass weltweit fast eine Milliarde Menschen eine Brille benötigen. Für viele Menschen in den Entwicklungsländern leider nur ein Traum, denn die Anschaffungskosten entsprechen oft einem durchschnittlichen Monatseinkommen.

Doch das muss nicht so sein, wie das Beispiel von Saul Griffith zeigt: Geniale Ideen entstehen oftmals dann, wenn gängige Produkt- und Geschäftskonzepte grundlegend in Frage gestellt und völlig neue Wege beschritten werden.


Quellen und weiterführende Informationen

>
Homepage von Saul Griffith
>
Unsere Workshops und Corporate Sessions zum Business-Querdenken
>
Unser Buch „Different Thinking“ zum Thema Business-Querdenken



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Design ist weit mehr ist als der letzte Arbeitsschritt, der sich auf das Verschönern von Produkten beschränkt. Denken Sie an Unternehmen wie den HiFi-Hersteller Bang & Olufsen, dessen Wettbewerbspositionierung wesentlich auf dem Design seiner Produkte beruht. Gleiches gilt für die Automobilhersteller Audi, BMW und Porsche oder die Bürostuhlhersteller Vitra und Wilkhahn, die Heizkesselproduzenten Viessmann und Buderus – sie alle sind der lebende Beweis für die Kraft und Wirkung von Design.

Querdenk-Praxis: Method Spülmittel

Erfolgreiches Design benötigt weder ein ausgefallenes Produkt noch einen exklusiven Namen. Das zeigt das Beispiel der beiden Querdenker aus San Francisco, Eric Ryan und Adam Lowry. Sie streiften durch Supermärkte auf der Suche nach einem unscheinbaren Produkt, das sich designtechnisch aufpeppen ließe. Bei den Spülmitteln wurden sie fündig. Ihre Ausgangsfrage: Warum muss die Verpackung von Geschirrspülmittel immer so unattraktiv aussehen, dass man es am liebsten unter der Spüle versteckt?

Ihre Lösung: Attraktives Verpackungsdesign für Reinigungsmittel. Die beiden Amerikaner machen mit ihrem Unternehmen Method mittlerweile etwa 10 Millionen Dollar Umsatz und Marktriesen wie Procter & Gamble Konkurrenz. Dabei unterscheiden sich die Inhaltsstoffe der Spülmittel und Haushaltsreiniger von Method nicht wesentlich von denen der Konkurrenz. Allein die Verpackung macht den entscheidenden Unterschied, denn die Flaschen werden von Designern gestaltet.

Die Reinigungsmittel im Lifestyle-Look gibt es in Duftsorten wie Mint, Gurke, Mandarine und Lavendel, die mit großem Erfolg im oberen Preissegment verkauft werden. Method produziert gar nicht selbst, sondern lässt seine Reinigungsmittel von Partnern abfüllen. Der Vorteil: Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen: Design und Marketing.

Querdenk-
Chance

Der Querdenk-Ansatz Design-Matters beweist: (1) Design ist ein sehr wichtiger Wettbewerbsfaktor. (2) Es gibt keine Ausrede: Gerade wenn Sie glauben, ein unattraktives Produkt zu haben, dessen Gestaltung und Verpackung bei den Kunden keine Begeisterung auslöst, sollte das ein Ansporn sein (vgl. Method).


Quellen und weiterführende Informationen

>
Method Homepage
>
Unser Buch „Different Thinking“ zum Thema Business-Querdenken



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Angst vor Terroranschlägen, steigende Arbeitslosigkeit, allgemeine Sparzwänge: Bei vielen Kunden sitzt das Geld für teure Fernreisen einfach nicht mehr so locker. Höchste Zeit also für die Reiseveranstalter, sich neue attraktive Zielgruppen zu erschließen. Diese Touristen wollen nicht die üblichen Sehenswürdigkeiten besuchen oder am Strand liegen, sondern interessieren sich für die Schauplätze populärer Kinofilme oder Fernsehserien.

Sie wollen die Atmosphäre spüren, die sie aus ihren Lieblingsfilmen oder TV-Sendungen kennen und geben dafür gerne viel Geld aus. Ein Kurztrip nach Neuseeland zu den Originalschauplätzen, an denen der Herr der Ringe gedreht wurde oder doch lieber auf den Spuren des Films "Lost in Translation" in Tokio wandeln? Kein Problem!


Querdenk-Praxis: Schlaflos in Tokio


Einige Monate nachdem der Film in den Kinos angelaufen war, wurde die erste große "Lost in Translation" Reisegruppe aus Übersee in Tokio begrüßt. Der Oscar gekrönte Film von Sofia Coppola wurde ausschließlich in Japan gedreht. In dem Film begegnen sich an einer Hotelbar in Tokio zwei Amerikaner: ein ehemaliger Fernsehstar, der in Japan einen Werbespot dreht und die junge Frau eines Fotografen. Auf der Suche nach einem Seelenverwandten verbringen beide ein Wochenende miteinander, entdecken die Stadt und eine außergewöhnliche Freundschaft.

Japanische Reiseveranstalter entdeckten das Vermarktungspotenzial und entwickelten mehrere "Lost in Translation" Touren. Wichtiger Bestandteil dieser Reisen ist natürlich das Hotel Park Hyatt Tokio, in dem der Film überwiegend spielt und in dem auch die Reiseteilnehmer wohnen. Natürlich essen Sie auch im gleichen Restaurant, schlürfen einen Cocktail in der gleichen Bar und genießen auch den gleichen spektakulären Ausblick auf das nächtliche Tokio wie die Hauptdarsteller des Films.

Querdenk-Praxis: Auf den Spuren von Carrie durch New York


In New York können eingefleischte Fans der Serie „Sex and the City“ auf den Spuren von Carrie Bradshaw und ihren drei Freundinnen durch den Big Apple wandeln. Auf dem Programm stehen die Schauplätze und Drehorte der Kult-Serie – wie "The Jimmy Choo Boutique", Carries Appartement, die Bäckerei, in der sich Miranda mit Leckerbissen voll stopft, die Galerie in SoHo, wo Charlotte arbeitet oder das Möbelgeschäft, für das Aidan Tische und Stühle entwirft.

Querdenk-
Chance

Der Natürlich sind die Zeiten schwer und das Geld vieler Kunden sitzt heute nicht mehr so locker wie früher. Aber darf man das den Kunden vorwerfen? Wohl nicht!

Denken Sie Out-Of-The-Box. Entkommen Sie dem Wettbewerb um den niedrigsten Preis, indem Sie neue Märkte schaffen. Die Reisen zu Filmschauplätzen sind ein schönes Beispiel dafür, wie man Kunden mit unüblichen Leistungsangeboten ansprechen und begeistern kann.


Quellen und weiterführende Informationen

>
Lost in Translation-Reisen
>
Reisen zu den Drehorten „Herr der Ringe“
>
Sex and the City Tour
>
Unser Buch „Different Thinking“ zum Thema Business-Querdenken



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING





Was immer Sie tun: Erfolg haben Sie nur dann, wenn Sie einmalig sind - zumindest für eine kurze Zeit. Es geht darum, sich von der grauen Masse abzuheben, mutig zu sein und Farbe zu bekennen. Schwarz oder weiß - nur nicht grau. Heiß oder kalt - nur nicht lau!

Gleichzeitig müssen wir wahrhaftig sein, in unserem Handeln und Sein, alles andere wird nicht funktionieren. Wie ein solches Denken in der Praxis gelebt wird, zeigt das Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au:


Querdenk-Praxis: Himmelb(l)au


"Wir wollen eine Architektur, die mehr hat! Architektur, die blutet, die erschöpft, die bricht. Architektur, die leuchtet, die sticht, die fetzt und unter Dehnung reißt."

 
  BMW-Welt, München

Das Wiener Architektenbüro Coop Himmelb(l)au, 1968 gegründet, gehört zu den besten Adressen in der internationalen Architektur-Szene. Die Entwürfe sind markant und tragen eine markante Handschrift – und fallen aus dem üblichen Rahmen. Das Architektenbüro hat das Multiplex-Kino in Dresden, die Münchener Akademie der bildenden Künste, das Groninger Museum in den Niederlanden und die Wohnanlagen im Wiener Gasometer gestaltet. Aktuell wird gerade die neue BMW-Erlebniswelt in München fertig gestellt. Der kühne Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt stammt ebenfalls von Himmelb(l)au.

Das Gründungsmanifest (siehe auch Zitat oben) ist ein Paradebeispiel für eine klare Position jenseits von Mittelmass und Durchschnittlichkeit. Gäbe es doch nur mehr solcher Unternehmer!


Querdenk-Chance


Wenn Sie zur Spitze in Ihrer Branche gehören wollen, dann müssen Sie mutig sein und eine deutliche Positionierung beziehen! Kunden müssen klar wissen, wofür Sie stehen. Denn eines ist sicher: Mittelmaß gewinnt nie. Es hat nie gewonnen und wir auch nie gewinnen. Natürlich wird diese klare Positionierung nicht bei allen Kunden auf ungeteiltes Wohlwollen stoßen. Aber Sie müssen entscheiden: Möchten Sie es allen ein bisschen recht machen, lieb aber lau? Oder haben Sie den Mut, Stellung zu beziehen? Es gilt der alte Satz: "Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden!"


Quellen und weiterführende Informationen

> Coop Himmelb(l)au
> BMW Welt
> Unser Buch „Different Thinking“ zum Thema Business-Querdenken











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


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Petra Steurer
Rosenstrasse 12; CH-9430 St. Margrethen; Schweiz

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Pictures
www.vauxhall.co.uk; Mark Ostow; www.schekerli.com; www.methodhome.com; www.coop-himmelblau.at; www.bmw-welt.de

Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
 

 
 Copyright © ANJA FÖRSTER & DR. PETER KREUZ