Jeden Monat knapp 20.000 Leser und jeden Monat erfolgreiche Querdenkideen und Konzepte, mit denen Sie systematisch neue Märkte erobern und Ihren Wettbewerb ausmanövrieren können.

Ausgabe 42
Juni 2005



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Sie sind der Ansicht, dass es lohnender ist, ausgetretene Pfade zu verlassen, als andere Unternehmen zu kopieren und sind überzeugt davon, dass der regelmäßige Blick über den Tellerrand Ihres Geschäftsalltags entscheidend für den Erfolg Ihres Unternehmens ist? Und für Ihre Karriere?

Wenn Ihre Antwort "JA" ist, dann sollten Sie den halbtägigen Workshop von Anja Förster am 21. Juni in Berlin nicht versäumen, der im Rahmen der Top 100 Konferenz stattfindet, einer Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von Lothar Späth.

Sehen wir uns in Berlin?

Viele Grüße!
Anja Förster & Peter Kreuz










Business Querdenker entkommen dem typischen Kopf-an-Kopf Wettbewerb, indem sie vollkommen neue Märkte schaffen. Dazu entwickeln sie Leistungsangebote, die in ihrer Branche bis dato unüblich waren und erobern vollkommen neue Kundensegmente – eben Out-Of-The-Box (mehr).


Querdenk-Praxis: Karla von der Karlsberg-Brauerei

Bier gibt es bereits in jeder erdenklichen Art und Geschmacksrichtung: Lagerbier, Altbier, Diätbier, Weizenbier, Rauchbier, alkoholarmes Bier, Biermischgetränke mit Cola oder Pfirsich, Cassis, Kirsche oder Zitrone, Himbeere oder Waldmeister… Wo ist da noch Platz für Innovationen? Und wie kann man sich mit neuen Produkten vom harten Wettbewerb auf dem Brauereimarkt zumindest ein Stück abgrenzen?

Wie das geht, zeigt die Homburger Karlsberg-Brauerei: Als erste Brauerei der Welt verkauft sie Bier in der Apotheke. Die Marke "Karla" wurde eigens für den Apothekenvertrieb entwickelt.

"Als reines Naturprodukt – geschützt durch das deutsche Reinheitsgebot – bietet deutsches Bier einen hervorragenden Grundstoff für ein Gesundheitsgetränk“, sagt Dr. Richard Weber, Geschäftsführender Gesellschafter der Karlsberg Brauerei.

Die neue Marke wurde unter Anleitung des Karlsberg Institute of Biosience, einem Unternehmen des Karlsberg Verbunds, entwickelt. Hier arbeiten Wissenschaftler, Brauer und Apotheker zusammen. Als Partner konnte Karlsberg den Apothekenverbund "1A-Gesund" gewinnen.

Die beiden Sorten „Karla balance“ und „Karla well be“ zeichnen sich durch einen Alkoholgehalt von nur 1,0 Volumenprozent aus und sind zudem reich an Nähstoffen und Vitaminen. Mit der Platzierung in der Apotheke setzt Karlsberg auf eine eindeutige Differenzierung von unspezifischer Wellness-Interpretation.

Manuel Meissner, Sprecher des Apothekenverbundes: "Der Grundgedanke, Wirkstoffe aus der Apotheke mit dem guten Geschmack von Karlsberg zu verbinden, ist bei allen Beteiligten auf große Zustimmung gestoßen. Man möchte sich, seinem Körper und seinem Geist Gutes tun und da darf der Genuss nicht zu kurz kommen.“ Dabei setzt das Gesundheitsgetränk bewusst auf guten Geschmack. Getreu dem Motto: Was gut ist, darf auch gut schmecken. Das Produkt wurde speziell für aktive Menschen mittleren Alters entwickelt. Also jene, die sich ihre Gesundheit auch gern etwas kosten lassen.

Das Marktpotenzial ist erheblich: Über 21.500 Apotheken können national für das neue Wellness-Getränk KARLA erschlossen werden.

Querdenk-
Chance

Der Karlsberg Brauerei ist es gelungen, auf einem Markt, der mit Neuerungen förmlich überschwemmt wird, mit einer interessanten Innovation auf sich aufmerksam zu machen.

Weitere interessante Aspekte: Eine neue einkommensstarke Zielgruppe wird angesprochen und ein neuer Vertriebsweg gewählt. Somit entspricht die Produktinnovation samt Zuwachs an Käufern dem Out-Of-The-Box-Prinzip: Innovative Leistungen für neue Kunden!


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage der Karlsberg Brauerei
>Homepage von Karla
>Homepage des Apothekenverbunds
>Mehr zu diesem Querdenkansatz in "Different Thinking"






Suchen Sie Innovationen nicht nur im Kern Ihrer Produkte. Gigantisches Potential existiert entlang der gesamten Kunden-Erfahrungskette: vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung. Der dahinter stehende Querdenkansatz: Value Innovation (mehr).

Querdenk-Praxis: American Girl Place

In Großbritannien wird heute schon mehr Geld für Konsolen, Joysticks und Software ausgegeben als für klassisches Kinderspielzeug wie Stoffpuppen oder Holzeisenbahnen. In Deutschland haben die Umsätze mit Videospielen diejenigen der traditionellen Spielwaren im vergangenen Jahr bereits überflügelt.

Und doch zeigt das amerikanische Unternehmen American Girl, dass man ungeheuer erfolgreich sein kann - trotz der branchenüblichen Klage darüber, dass Kinder immer schneller erwachsen werden und entsprechend früher ihr Interesse an Puppen verlieren.

Wie das funktioniert? Das sollten Sie mit den eigenen Augen sehen und zwar in den beiden Erlebnistempeln von American Girl Place in Chicago oder in New York – und für alle, die in der nächsten Zeit nicht dazu kommen, American Girl Place zu besuchen, geben wir hier schon mal einen ersten Einblick in das Erfolgsrezept.

Geht es bei den klassischen Spielwarengeschäften darum, die Produkte in möglichst breiter Auswahl ansprechend zu präsentieren, folgt American Girl einem anderen Konzept: Man holt das Spielerlebnis aus dem Kinderzimmer in das Ladengeschäft und schöpft so die gesamte Kunden-Erfahrungskette aus. Es geht also um weit mehr als die einfache Transaktion Geld gegen Ware.

Bei American Girl sind die Puppen fast Nebensache. Man ist tief in die Kunden-Erfahrungskette eingetaucht und bietet den Kundinnen der Puppen derartig viele zusätzliche Angebote, dass diese gemeinsam mit den Eltern Stunden, Tage und ganze Wochenenden bei American Girl verbringen. Es gibt Restaurants, ein Theater mit regelmäßigen Vorstellungen des American Girl Musicals, einen Puppenfrisör, Kleider im Partnerlook für Puppe und Kind, ein große Zahl von Büchern, die Geschichten rund um die Puppen erzählen und sogar ein kostenpflichtiges American Girl Magazin. Man kann Geburtstagsfeiern mit und ohne Übernachtung im hauseigenen Hotel buchen bis hin zur Vollverpflegung inklusive Festtagsmenü und Entertainment.

Ein Aufenthalt dort kostet nicht wenig, nur bekanntlich gibt der Erfolg immer Recht. Ca. 8 Millionen Puppen wurden inzwischen verkauft und damit rangiert American Girl an zweiter Stelle hinter Barbie.

Querdenk-
Chance

Value Innovation
ist die Chance, unentdeckte Innovationspotentiale zu erschließen und damit eine Differenzierung vom Wettbewerb und einen echten Nutzen für Ihre Kunden zu schaffen.

Die Kernidee: Klopfen Sie bei der Suche noch Innovationen jeden Bestandteil IHRER Kunden-Erfahrungskette ab: Welche Bausteine der Erfahrungskette werden von Ihren Wettbewerbern gemeinhin übersehen? Wie können Sie durch die Besetzung dieser Felder für Ihre Kunden neue einzigartige Werte schaffen?


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage von American Girlplace
>Mehr zu diesem Querdenkansatz in "Different Thinking"



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Design ist weit mehr ist als ein Arbeitsschritt, der sich auf das Verschönern von Produkten beschränkt. Clevere Business-Querdenker erkennen, dass Design zum Rückgrat der gesamten Unternehmensstrategie und zum wichtigen Erfolgsfaktor für ein Produkt oder eine Dienstleistung werden kann: Design-Matters (mehr).

Wie man mit einer unverwechselbaren Optik einen ganz neuen Markt schaffen und auch gutes Geld verdienen kann, zeigt das folgende Beispiel:

Querdenk-Praxis: Kinderwagen Xplory von Stokke

Mütter oder Väter zum Kauf eines Kinderwagens zu überreden, der das 3 bis 4-fache eines herkömmlichen Modells kostet, ist nicht einfach. Es müssen deshalb schon sehr gute Gründe vorliegen, warum der "Xplory" der norwegischen Designschmiede Stokke trotz stolzem Preis reißende Nachfrage findet.

Der Erfolg des Xplory ist sein auffälliges Design, das sich wiederum aus der Funktionalität ableitet: Der Sitz ist entlang einer markanten Säule in der Höhe verschiebbar. Wächst das Kind, wächst auch der Kinderwagen mit. Außerdem liegt, sitzt oder besser thront der Schatz sehr viel höher als bei herkömmlichen Modellen. Statt einem Wald aus vorbeihetzenden Beinen und uninteressanten Bodenbelägen zu sehen, bietet sich die spannendere Perspektive der Erwachsenen. Vor allem schützt der größere Abstand zu bodennahen Fahrzeugabgasen die Gesundheit.

 

Dass junge Familien Wert auf einen anspruchsvollen und qualitätsbewussten Lebensstil legen, ist nichts Neues. Dass allerdings so viele von ihnen bereit sind, etwa 700 Euro für einen Kinderwagen auszugeben, hat auch bei Stokke niemand erwartet. Nach nur 9 Wochen war in Amerika bereits das Halbjahresziel erreicht und neues Verkaufspersonal musste geschult werden.

Querdenk-
Chance

Unverwechselbares Design schafft bei den Käufern die Verbindung zu Gefühl und Verbundenheit und ist daher die Basis für emotionale Differenzierung. Zugleich bedeutet es ein Stück herzeigbare Individualität: Design Matters!

Design wird um so mehr zum Erfolgsfaktor, wenn es nicht nur als Wiedererkennungsmerkmal dient, sondern ein Produkt unverwechselbar für die Kunden macht. Deshalb sollten Sie bereits bei der Konzeption IHRER Produkte und Dienstleistungen dem Design eine zentrale Rolle zukommen lassen. Machen Sie Design zur Chefsache.


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage von Stokke
>Mehr zu diesem Querdenkansatz in "Different Thinking"



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Egal, in welcher Branche wir tätig sind, wir können jedem jederzeit genau erklären, warum unser Produkt so ist, wie es ist und warum es nicht anders sein kein. Daraus ergibt sich ein Rahmen für das innovative Denken einer Firma, für die Art der Ideen, die überhaupt als „zulässig“ angesehen werden.

Stellen Sie diese selbstauferlegen Grenzen in Frage und geben Sie sich niemals mit existierenden Produktkonzepten zufrieden: Produkt-DNA (mehr).

Querdenk-Praxis: Das Erlebnis Kaffee-Pad

Der Markt stagniert, die Kunden sind sparsam, der Einzelhandel bekämpft sich untereinander mit niedrigsten Preisen und gleichzeitig steigen die Rohstoffpreise - und trotz aller Widrigkeiten brummt die Maschine!

Die Lösung für diese Situation: Man portioniert Kaffee nicht mehr in Pfundpackungen, sondern in tassengerechter homöopathischer Dosierung. In schöner Verpackung und mit Produktnamen wie "Vienna", "Capriccio" oder "Arpeggio" verkauft sich das neue Produkt zum vier- bis fünffachen des normalen Preises. Der Preis einer Tasse Kaffee im Vergleich (Angaben in Cent): Normaler Filterkaffe: 4-5; Senseo: 16; Tchibo: 20-30; Nespresso: 29-32.

Zu den unterschiedlichen Kaffee-Pads von Nestlé bis Tchibo gibt es natürlich auch die passende Maschine, in Kooperationen vertrieben mit z.B. Philips oder Bosch.

Trotz angespannter Konsumsituation sprudelt die Quelle mit dem schwarzen Gold! Der deutsche Kaffeeverband rechnet mit 30% jährlichem Wachstum, während der Kaffeemarkt seit 2002 um 10% zurückgeht.

Praxis: Mr. Clean AutoDry von Procter & Gamble

Ein Global Player, der immer wieder existierende Produktkonzepte in Frage stellt und damit extrem erfolgreich am Markt agiert, ist Procter & Gamble.

Der neueste Clou: Ein spezieller Aufsatz für den Gartenschlauch erlaubt es, das Auto in Wildwestmanier zu waschen. Die Spritzpistole mischt das Spezial Procter & Gamble Spülmittel mit Wasser und erspart das mühsame Waschen mit Schwamm und Putzeimer. Aufwendiges Trocknen zur Vermeidung von Wasserflecken kann man sich ebenfalls ersparen: Dazu steckt man den Spezial Mr. Clean AutoDry Filter in die Spritzpistole.

Mit diesem neuen Produkt besetzt P&G eine eigene Nische, in der es Nachahmer schwer haben dürften. Die Anschaffung des Gerätes, dessen Gebrauch zeit- und kraftsparend ist, zieht Wiederholungskäufe nach sich und bindet die Kunden dauerhaft an dieses Produkt. Denn ähnlich wie bei den Kaffeepads braucht man auch hier immer wieder den Original-Seifeneinsatz und die Original-Filter.

Querdenk-Chance

Nicht nur die Not (siehe Kaffeegeschäft) macht erfinderisch, sondern vor allem das gezielte Infragestellen existierender Produktkonzepte (siehe Procter & Gamble).

Wie können Sie Ihre Produktkonzepte immer wieder in Frage stellen? Könnte es wie bei den Kaffee-Pads die Portionierung sein, die eine Flut von Innovationen nach sich ziehen kann? Altes Produkt, das neu daherkommt in Menge, Name, Verpackung, Verarbeitung...

Ein anderer Weg das Produktkonzept in Frage zu stellen, ist die Frage nach der Art der Produktnutzung oder der Kombination mit anderen Produkten oder Systemen. Grundsätzlich gilt: Hinterfragen Sie immer wieder gängige Produktkonzepte und eröffnen Sie sich vollkommen neue Spielräume für innovative und begeisternde Leistungsangebote

Quellen und weiterführende Informationen

>Der Spiegel: Vom Markt abgekapselt
>Homepage von "Mr Clean AutoDry"
>Mehr zu diesem Querdenkansatz in "Different Thinking"



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


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Petra Steurer
Rosenstrasse 12; CH-9430 St. Margrethen; Schweiz

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Pictures
www.karlsberg.de; www.americangirlplace.com; www.stokke.com; www.pg.com

Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
 

 
 Copyright © ANJA FÖRSTER & DR. PETER KREUZ