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Ausgabe 45
September 2005



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Servus Wien - willkommen Heidelberg!
Wer umzieht, braucht Packpapier, Kartons, viele Freunde und vor allem starke Nerven. Diese Weisheit hat uns unser Umzug von Wien nach Heidelberg gelehrt, den wir gerade durchlebt haben…

Zur Entschädigung genießen wir von unseren neuen Büroräumen aus einen Blick auf den Neckar und sind nur einige Minuten von Altstadt, Schloss und Busladungen von Japanern entfernt ;-)

Herzliche Grüße aus Heidelberg!
Anja Förster & Peter Kreuz









Value-Innovation: Entdecken Sie riesiges Innovationspotenzial jenseits technischer Produktinnovationen, indem Sie systematisch die gesamte Kunden-Erfahrungskette und den damit zusammenhängenden Nutzen - vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung - nach Potenzialen für Verbesserungen und Neuerungen durchforsten (mehr).

Querdenk-Praxis: Cardinal Health

Obwohl der Gesundheitssektor jährlich bis zu 15% wächst, herrscht im Pharmagroßhandel ein ruinöser Wettbewerb. Das Problem: ähnliche oder sogar austauschbare Produkte und die konzentrierte Einkaufsmacht der Krankenhäuser und Apotheken.



Der US-Pharmagroßhändler Cardinal Health begegnete dieser Wettbewerbssituation mit einer eindrucksvollen Lösung, die für Unternehmen aller Branchen richtungsweisend ist. Das Vorgehen von Cardinal Health: Statt wie bisher die Medikamente an der Laderampe der Krankenhäuser abzustellen, betrachtete Cardinal Health den gesamten Weg der gelieferten Produkte bis an das Krankenbett. Die Verteilung, Dosierung und Lagerung der Arzneien, die bisher von gestressten Krankenhausmitarbeitern – mitunter fehlerhaft – erledigt wurde, leisten nun Logistikprofis.

Besonderer Clou: die „MedStation“ von Cardinal Health automatisiert die zeitraubende und fehleranfällige manuelle Medikamentenverteilung an die Patienten. Die Tablettensortiermaschine stellt automatisch die Pillenkästchen für die Patienten nach dem Behandlungsplan zusammen und prüft die Medikamente auf Wechselwirkungen mit anderen Arzneien. Ein weiterer kluger Schachzug des Pharmagroßhändlers: Das Operationsbesteck wird passend zum OP-Plan des Krankenhauses abgepackt und geliefert.



Der zusätzliche Kundennutzen rund um das Produkt verschaffte den Verkäufern den nötigen Spielraum. Der Erfolg war beachtlich: Von 1991 bis 2001 wuchs das Unternehmen doppelt so schnell wie sein größter Konkurrent. Um 40 Prozent - pro Jahr.

Querdenk-Chance

Und bis wohin liefern Sie? Wie sieht die Erfahrungskette Ihrer Kunden aus? Nutzen Sie Ihre Branchenkenntnisse und verschieben Sie übliche Grenzen. Liefern Sie ungewöhnliche Werte, die Ihre Kunden begeistern werden und Ihnen Wachstumschancen bieten – Value Innovation!

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage von Cardinal Health
>Manager Magazin, 28.04.2005: "Rauf mit den Preisen"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking"







Customer-Discovery: Geben Sie sich nicht mit der existierenden Nachfrage zufrieden. Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Die Nicht-Kunden! (mehr)

Querdenk-Praxis: Kreditkarten für Kinder

Kreditkartenunternehmen haben in der Vergangenheit Kinder und Jugendliche nicht wirklich als Kunden betrachtet: beschränkte Geschäftsfähigkeit und mangelnde finanzielle Eigenverantwortung waren nur einige der Gründe…



Eine VISA-Kreditkarte für Kinder? Tatsächlich, was bisher unmöglich schien, der Software-Riese Microsoft bietet gemeinsam mit der Berliner Landesbank Kreditkarten für junge Verbraucher an. Das was es in Deutschland erst seit einigen Wochen gibt, ist in den USA schon seit längerem auf dem Markt und entwickelt sich dort zu einem echten Verkaufsschlager: Das Kreditkartenunternehmen Visa bietet in den USA die "Buxx Karte" an (Bucks = umgangssprachlich für Dollar) und Mastercard die "Hello Kitty" Karte. Die Zielgruppe: Zehn- bis 17-Jährige. Die Funktionsweise: Eltern oder Großeltern zahlen einen Betrag ein und die Kids disponieren dann eigenständig über ihr gespeichertes Guthaben.

     

Die Vorteile gegenüber Bargeld: Diebstahlsicherheit und Ausgabenkontrolle durch die Eltern. Sie können nachschauen, in welchen Geschäften sich die Kids herumgetrieben haben, was sie gekauft haben und wie teuer es war :-) Überziehungskredit allerdings gewährt Visa nicht, sondern immer nur so viel Spielraum, wie die Eltern einräumen.

Allerdings stößt dieses neue Angebot nicht überall auf ungeteilte Zustimmung: Verbraucherschutzorganisationen wittern eine Verführung der Kinder zum hemmungslosen Konsum.

Wir wollen hier keine moralische Wertung abgeben, sondern diesen neuen Markt von der betriebswirtschaftlichen Seite her betrachten. Dabei zeigt sich schnell, dass wir hier nicht über Peanuts reden: Die Wachstumsraten der Kreditkarten für Kinder liegen in den USA im dreistelligen Bereich. Prognosen gehen davon aus, dass mit dem Plastikgeld in den nächsten fünf Jahren ein Verkaufsvolumen von 50 Milliarden Dollar finanzieren werden wird (>Dieses Beispiel wurde entdeckt vom Querdenker Thorsten Schulte).

Querdenk-Chance

Haben SIE schon einmal darüber nachgedacht, wie Sie das Wettbewerbsspielfeld in Ihrer Branche verlagern können? Anstatt mit allen Mitteln um die selben Zielgruppen zu kämpfen, sollten Sie sich auf die Suche nach der viel versprechenden Zielgruppe der "unentdeckten" Nichtkunden machen – so wie es die Kreditkartenunternehmen mit der Zielgruppe der Kinder gemacht haben.

Diese Zielgruppe wird sich Ihnen nicht auf den ersten Blick offenbaren, denn sie ist deshalb noch unentdeckt, weil man die Lösung für ihre Bedürfnisse regulär in ganz anderen Märkten vermutet. Und das ist genau Ihre Chance! Diese Annahme müssen Sie in Frage stellen und fortlaufend darüber nachdenken, wie Sie diese Nicht-Kunden in Ihren Markt bringen können.

Quellen und weiterführende Informationen
>Absatzwirtschaft 8/2005: "Hello Kitty"
>Homepage Hello Kitty Card
>Homepage Visa Buxx
>Mehr Beispiele zu "Customer Discovery"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking"



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Preis-DNA - Sich von der Abwärts-Preisspirale abkoppeln. Der Wettbewerb wird immer härter, Verfolger kopieren gute Ideen. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den niedrigsten Preis bietet? Erfolgreiche Business-Querdenker zeigen, dass es auch anders geht. Sie stellen branchenübliche Preismodelle in Frage und erfinden neue Preismodelle, die für den Kunden unvergleichlichen Nutzen bieten (mehr).

Querdenk-Praxis: Netflix

Der DVD-Markt ist einer der stärksten Wachstumsmärkte weltweit. Erschwingliche Preise für die Technik machen Heimkinos immer beliebter und der Filmeverleih boomt.



Aber egal, wo man seine DVD mietet: Weltweit funktionieren der Videoverleih nach einem Preismodell: man zahlt pro Tag – manchmal auch pro Stunde. Nach diesem ungeschriebenen Gesetz bot auch die 1997 in Kalifornien gegründete Videothek Netflix ihre Filme an – mit mäßigem Erfolg. Nach zwei Jahren vereinfachte Netflix das Preismodell radikal, setzte komplett auf den Online-Vertrieb und wurde zum unangefochtenen Marktführer.

"Gib dem Kunden die größtmögliche Entscheidungsfreiheit und der Erfolg ist Dein", lautet das Motto bei Netflix. Und das wurde konsequent in die Tat umgesetzt: Für einen Monatsbeitrag von 19,95 $ kann man auf ein Filmarchiv mit über 12.000 DVDs zugreifen und sich im Laufe des Monats so viele Filme ausleihen wie man möchte (oder schafft ;-). Einzige Einschränkung: Nur drei DVDs können gleichzeitig bestellt werden. Der Versand erfolgt per Post und dauert 2-3 Tage. Sobald eine DVD an Netflix portofrei zurückgesendet ist, erhält der Kunde die nächste Wunsch-DVD. Auch fallen keine Strafgebühren an, wenn am Monatsende Filme zu Hause vergessen werden.



Mehr als 800.000 Amerikaner haben diesen praktischen Verleihservice abonniert. In Deutschland hat Amazon dieses clevere Geschäftsmodell übernommen.

Querdenk-Chance

Seien Sie mutig und stellen Sie in Ihrer Branche ungeschriebene Preismodelle in Frage. Wie könnte das oben beschriebene Preismodell à la Netflix in Ihrer Branche aussehen? Machen Sie mit einem eigenen Preismodell auf sich aufmerksam. Je ausgefallener umso besser – aber einfach sollte es sein!

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage von Netflix
>DVD-Verleih von Amazon
>Mehr Beispiele zu "Preis-DNA"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking"




Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Innovationen müssen nicht immer nur das Produkt oder die Dienstleistung betreffen. Auch die Art und Weise, wie – wo – und wann - Ihr Leistungsangebot den Kunden erreicht, kann nachhaltigen Kundenwert schaffen und Ihr Angebot absolut einzigartig positionieren: Re-Channeling

Querdenk-Praxis: Rolling Stones – Klunker auf Welttour

Wenn David Beckham in einer opulenten Party seinen 30. Geburtstag feiert, Cindy Crawford eine Benefiz Veranstaltung zu Gunsten Leukämie-Kranker besucht oder Prinz Charles übers Polofeld galoppiert: Bei solchen Veranstaltungen sind die Juwelen der Firma Chopard stets dabei. Denn es sind gerade diese hochkarätigen Veranstaltungen, die das Geschäft mit den kostbaren Steinen ins Rollen bringen.

Re-Channeling wird in dieser Branche "Trunk Show" genannt. Frei übersetzt bedeutet das: folge Deinem Kunden. "Man kann nicht warten, bis die Tür aufgeht", sagt die Chopard Chefin Gruosi-Scheufele. "Manche Kunden betreten nie eine Boutique." Und Harry Fane, ein Londoner Juwelier, meint dazu: "Wer clever ist, folgt dem Jetset!"



Und so sind die edelsten Schmuckstücke selten in den Vitrinen der Edelboutiquen zu sehen, da sie als "Rolling Stones" das ganze Jahr auf Tournee sind. Ob beim Formel 1 Rennen in Monaco, zur Saison in St. Moritz, der Biennale in Venedig, der Oscar Verleihung in Hollywood oder bei den Salzburger Festspielen.

Und der "Straßenverkauf" der edlen Klunker lohnt sich: Wer kaufen will, meldet sich zum "Personal Appointment" in einer der Boutiquen an oder bekommt sein Wunschschmuckstück an jeden beliebigen Ort der Welt gebracht. Am Ende einer "Tournee" jedenfalls sind die "Rolling Stones" meist ausverkauft.

Querdenk-Chance

Sie müssen kein Juwelier sein und Ihre Kunden müssen auch nicht zum Jet-Set gehören – die Frage bleibt dennoch die gleiche: Wie sehen Ihre branchenüblichen Vertriebswege aus? Erfinden Sie sie neu, gehen Sie ungewöhnliche Wege und begeistern Sie Ihre Kunden!

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Chopard
>Mehr Querdenkansätze und Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking"



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING












Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


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