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Ausgabe 47
November 2005



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"Ein Buch für alle, die Inspiration suchen, etwas bewegen wollen und den Mut haben, auch mal Neues zu wagen."
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"Traue keinem Fachmann,
der sagt, das mache er schon seit 20 Jahren so; es könnte sein, dass er es seit 20 Jahren falsch macht", meinte schon Kurt Tucholsky.

In einem Buch über das Phänomen von Harry Potter, das wir Ihnen weiter unten vorstellen, sind wir über eine Anekdote gestolpert, die uns als Querdenker besonders berührt hat:

Zwölf der führenden britischen Verlagshäuser verschmähten das erste Harry Potter Manuskript der Autorin Joanne K. Rowling. Nur Bloomsbury, ein kleiner aber rühriger Verlag, nahm das ungeliebte Potter-Produkt mit der bescheidenen Erwartung unter seine Fittiche, damit zumindest das Verlagsprofil im Kinderbuchsegment stärken zu können. Der Erstlingsautorin gab man beim ersten Treffen noch folgenden Tipp mit auf den Weg: "Joanne, mit Kinderbüchern werden Sie nie auf einen grünen Zweig kommen."

Joanne K. Rowling hat bisher mehr als 570 Mio. britische Pfund als Autorenhonorar verdient. Sie gilt laut Forbes Magazine als Dollar-Milliardärin und hat Königin Elisabeth II. als die reichste Frau in Großbritannien abgelöst :-)

In diesem Beratungsletter erwarten Sie Menschen und Organisationen mit Mut und Begeisterung, die sich selbst mehr vertrauen als den so genannten Experten.

Na dann: gutes Querdenken!

Anja Förster & Peter Kreuz









Entdecken Sie riesiges Innovationspotenzial jenseits technischer Produktinnovationen, indem Sie systematisch die gesamte Kunden-Erfahrungskette und den damit zusammenhängenden Nutzen - vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung - nach Potenzialen für Verbesserungen und Neuerungen durchforsten (mehr).

Querdenk-Praxis: Sainbury – Supermarkt mit Diätberater

Wir alle machen es: Wir füllen unseren Einkaufswagen jede Woche aufs Neue mit den altbekannten Lebensmitteln, um in schöner Regelmäßigkeit die immergleichen Mahlzeiten zu kochen. Alltagstrott pur. Dabei wäre es so einfach, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Doch stattdessen zieht man mit schlafwandlerischer Routine weiter seine gewohnten Bahnen durch die Supermarktregale.



Die Lösung für mehr Innovation in der Speisenauswahl kommt von Sainsbury, der drittgrößten Lebensmittelkette auf der britischen Insel. "Try Something New Today" - Unter diesem Slogan bietet Sainsbury seinen Kunden Beratung in Sachen Ernährung. 100.000 Mitarbeiter wurden geschult, um bei der ewigen Frage "was ess' ich heute Abend?" unaufdringlich mit guten und gesunden Tipps und sogar Diätberatung zur Seite zu stehen.

Der Mehrwert für den Kunden: ein Einkaufserlebnis, eine Lernerfahrung und mehr Lebensqualität – oder mindestens ein netter Plausch mit dem Verkäufer. Das zahlt sich für Sainsbury aus: Ehemalige Kunden wurden wieder angelockt, und bestehende nachhaltig gebunden, denn dieser Service ist ein Novum für die Kunden und die Branche - eben Value-Innovation!

Begleitet wird die Einführung der "Food Advisors" von einer groß angelegten Werbekampagne mit Jamie Oliver, dem Starkoch aus London. Seine Kochsendung "The Naked Chef" ist auch in Deutschland Kult und seine Bücher seit langem Bestseller.

                  

Mit dieser Differenzierungsstrategie setzt sich Sainsbury eindrucksvoll von der Konkurrenz ab und zeigt, dass eine Positionierung nur über Sortiment, Preis und Erscheinungsbild keinen Kunden mehr in Staunen versetzt. Unternehmenschef Justin King, der ebenfalls an den Schulungen teilnahm, prognostiziert eine Umsatzsteigerung in den nächsten drei Jahren von 2,5 Milliarden brit. Pfund.

Querdenk-Chance

Nur billiger als die Konkurrenz zu sein, ist einfach zu billig! Sainsbury zeigt, wie man Innovation entlang der Kundenerfahrungskette umsetzen kann. Was es bringt? Kunden und Mitarbeitern mehr Spaß – und der Firma mehr Geld in die Kasse.

Quellen und weiterführende Informationen
>Sainsbury Homepage
>Video mit Jamie Oliver
>Miles Costello, Times, September 19, 2005, Sainsbury's spends £10m on new sales pitch
>Mehr Beispiele zu "Value Innovation"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking!"







Unternehmen wie Apple, Sony, BMW, etc. haben längst erkannt, dass Design ein fundamentales Wertversprechen ist und nicht der letzte Arbeitsschritt, der sich auf das Verschönern von Produkten beschränkt. Deshalb ist es höchste Zeit, darüber nachzudenken, wie wir Design als Differenzierungs- und Erfolgsfaktor nutzen können (mehr).

Querdenk-Praxis: Vredestein Designreifen

Welche Farbe? Ledersitze? Welche Versicherung? Alufelgen oder doch nur Radkappen? Beim Autokauf trifft der Käufer eine Vielzahl von Entscheidungen. Die Bereifung findet jedoch selten Beachtung – ein typisches Low-Interest-Produkt eben.

Noch! Denn hochwertige Designer-Reifen kommen immer öfter ins Rollen! Und erfreuen sich als edles Fahrzeug-Accessoire steigender Beliebtheit. Auf Reifen mit edler Optik, die zudem höchsten Ansprüchen in Sachen Fahrverhalten und Sicherheit genügen, fährt der niederländische Reifenhersteller Vredestein aus den roten Zahlen. Dank der konsequenten Ausrichtung aufs Design konnten die Vredestein-Pneus sich sogar als exklusive Marke im Hochpreissegment positionieren.

  

Angefangen hat die Erfolgsstory mit dem Sportrac, einem Hochgeschwindigkeits-Breitreifen, der 1999 zusammen mit der renommierten italienischen Design-Schmiede Giugiaro entwickelt wurde. Dabei hat man die technischen Notwendigkeiten aber keinesfalls aus den Augen verloren, denn: Form Follows Function. Und das Ergebnis überzeugte nicht nur die Testmagazine, sondern wurde zum Verkaufserfolg.

Mit dem aktuellen Design-Imageträger, dem "Ultrac" zielt Vredestein auf das lukrative Segment der Sport Utility Vehicles (SUV) und lässt für den Winter auch gleich noch den Designreifen "Wintrac 4 Xtreme" vom Stapel.

Durch unverwechselbares Design hat Vredestein den Weg zum Erfolg eingeschlagen. Geschäftsführer Achim Saurer: "Wir wenden uns an den Kunden, der beim Parken bewusst das Lenkrad einschlägt, damit der Reifen sichtbar ist."

Okay, wir geben zu, dass es uns selbst noch nie in den Sinn gekommen ist, das Lenkrad einzuschlagen, damit jemand die Reifen sieht. Aber: Die Zielgruppe ist groß – und – man soll ja nicht immer von sich selbst ausgehen ;-)


Querdenk-Chance

Wenn Sie mit Design erfolgreich ein Produkt aufwerten können, von dem der Großteil der Kunden erwartet, dass es rund und schwarz ist und möglichst nie die Luft verliert – wo ist dann die Ausrede, dass es für andere Produkte nicht funktioniert?


Quellen und weiterführende Informationen
>Vredestein Deutschland Homepage
>Philip Wesselhöft, Der Spiegel, "W wie Wolfgangsee", 13. Oktober 2005
>Mehr Beispiele zu "Design Matters"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller "Different Thinking"



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Sich mit dem Status Quo zufrieden geben? Niemals! Das gilt auch für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie dabei den Blick über die existierenden Nachfrage hinaus. Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Kunden, die bisher gar nicht die Produkte oder Dienstleistungen Ihrer Branche gekauft haben! (mehr)

Querdenk-Praxis: Summer Camp für Manager

Kinder haben es gut: Überschaubare Verantwortung, Eltern, die sich um das Wesentliche kümmern und zur Belohnung dürfen sie in den großen Ferien auch noch ins Sommer-Camp - gemeinsame Abenteuer und abendliche Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel inklusive.



Warum sollen diese Erlebnisse nur Kindern vorbehalten sein, dachten sich einige Betreiber von Sommer-Camps in den USA und entwickelten die Idee, eine ganz neue Zielgruppe anzusprechen: Führungskräfte, die sich in den Camps auf wichtige Werte wie Teamgeist, Verantwortung und Toleranz besinnen sollen. Neben der Erschließung einer neuen zahlungskräftigen Zielgruppe hat dieses Vorgehen noch einen großen Pluspunkt: die Saisonalität des Geschäftes wird ausgeglichen.

Als in Austin, Texas, die Schulferien endeten und die Jugendlichen das "Balcones Springs Camp" verließen, zogen gestandene Manager in die Holzhütten - und der Ansturm dieser bis dato übersehenen Zielgruppe war groß!



Unter professioneller Anleitung werden die im Job so wichtigen Fähigkeiten trainiert. In Rollenspielen schlüpfen Führungskräfte in die ungewohnte Position des Befehlsempfängers. Denn, so eine Teilnehmerin, man lerne Kollegen auf diese Weise besser kennen und (einzu-)schätzen als nach zehn Jahren im Büro.

eBay-Gründer Pierre Omidyar, der eine Woche auf dem Weltraum Campus in Alabama verbrachte, bezeichnete dieses Zeit gar als eine der wertvollsten Wochen in seinem Leben. Und so legt man gerne schon mal 20.000 Dollar auf den Tisch für ein Wochenende mit Kollegen oder Geschäftspartnern im Zelt unter freiem Sternenhimmel und Lagerfeuer.

Querdenk-Chance

Viele Campbesitzer können ihr Glück noch nicht fassen, eine solch interessante neue Zielgruppe entdeckt zu haben. Aber es ist nicht Glück allein, sondern der gezielte Blick über den Tellerrand: Clevere Business-Querdenker gehen immer wieder auf ganz neue Zielgruppen zu und erschließen so neue Ertragspotenziale.


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Balcones Springs Camp - klassisch
>Homepage Balcones Springs Camp - Executives
>Jennifer Alsever, What Executives learn at Summer Camp, Fastcompany, September 2005
>Mehr Beispiele zu "Customer-Discovery"
>Weitere Beispiele und Querdenkansätze in "Different Thinking"




Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Preis-DNA - Sich von der Abwärts-Preisspirale abkoppeln. Der Wettbewerb wird immer härter, Verfolger kopieren gute Ideen. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den niedrigsten Preis bietet? Nein! Erfolgreiche Business-Querdenker zeigen, dass es auch anders geht. Sie hinterfragen branchenübliche Preismodelle und erfinden sie ganz neu (mehr).

Querdenk-Praxis: On-Demand-Dienstleistung

"Geben Sie mir eine Stunde!" So kurz braucht der IT-Leiter eines mittelständischen Immobilienunternehmens, um neu eröffnete Filialen weltweit mit allen relevanten digitalen Unterlagen zu versorgen. Nach 60 Minuten können die neuen Partner auf gemeinsame Kundendatenbanken, E-Mail-Accounts und spezielle Software zugreifen und mit der Arbeit loslegen.

Möglich wird dies durch Anbieter wie Weboffice.com, die dem Kunden ein maßgeschneidertes Intranet samt Anwendungen zur Verfügung stellen. Und zwar schnell, flexibel und gegen eine monatliche Gebühr.




"On Demand" oder auch "ASP" (Application Service Providing) lässt Kunden einen Service zu nutzen, ohne die komplette Technologie oder die Hard- und Software dafür zu kaufen.
Preis-DNA bedeutet in diesem Fall, dass die Funktionen für die Dauer ihrer Nutzung gemietet und entsprechend abgerechnet werden.

Insbesondere im IT-Bereich haben Hersteller erkannt, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen vor den hohen Investitionskosten für eine komplette IT-Infrastruktur zurückschrecken. Erscheint der Kaufpreis zu hoch, lautet die Lösung: "Nutzungsabhängig Miete zahlen statt kaufen".

Damit kann die eine Seite viel sparen - während die andere gut verdient. Oder anders formuliert: Der Verkauf einer Immobilie spült zwar kurzfristig viel Geld in die Kasse, doch regelmäßige Mieteinnahmen sind für den Besitzer langfristig interessanter, oder?

Bereits 20 Prozent der deutschen Mittelständler nehmen On-Demand-Dienste in Anspruch. Analysten sehen ein Riesenpotential von über 180 Mio. Dollar in den nächsten drei Jahren - allein in der IT-Branche.
Preis-DNA zahlt sich aus!

Querdenk-Chance

Seien Sie mutig und stellen Sie ungeschriebene Preismodelle Ihrer Branche in Frage. Wie könnte das oben beschriebene On-Demand-Preismodell in Ihrer Branche aussehen? Machen Sie mit einem eigenen Preismodell auf sich aufmerksam. Je ausgefallener umso besser – aber einfach sollte es sein!


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage von Weboffice.com
>Olaf Deininger, "Spätere Heirat nicht ausgeschlossen", Markt und Mittelstand, 10/2005
>CIO Magazin: Comeback für Application Service Provider
>Mehr Beispiele zu "Preis-DNA"
>Weitere Beispiele und Querdenkansätze in "Different Thinking"



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


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