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Wir
kommen gerade von einer ausgedehnten Reise aus dem Südwesten
der USA zurück. Dabei dufte ein kurzer Stopp in Las Vegas
nicht fehlen. Wir lieben die Glitzermetropole in der Wüste
Nevadas, in der schon lange keine Güter mehr, sondern
ausschließlich gigantische Erlebnisse produziert werden. Dazu
gehören auch die allabendlichen Shows des Cirque du Soleil,
jenes Unternehmen, das von ein paar kanadischen Hippies
gegründet wurde und das in der Folge die Unterhaltungsbranche
revolutionierte.
Es ist sicherlich kein Zufall, dass sein Chef Daniel Lamarre
behauptet: "Ein typischer Bürotag von mir beginnt damit,
dass ich mir die Frage stelle: Was werde ich heute anpacken,
was eigentlich unmöglich zu sein scheint?"
Wow! Zu viele Leute, die wir kennen, beginnen Ihren Arbeitstag
mit der Frage "Was muss ich heute nicht anpacken, was
eigentlich nötig wäre bzw. wann ist endlich wieder
Wochenende?"
Viel Spaß beim Lesen!
Anja Förster & Peter Kreuz


Traditionelle Grenzen des Wettbewerbs sprengen und
dem typischen Kopf-an-Kopf-Wettbewerb entkommen. Wie das geht?
Entwickeln Sie revolutionäre neue Leistungsangebote, die in Ihrer Branche
so noch nicht existieren und erobern Sie damit vollkommen neue
Kundensegmente. (mehr)
Querdenk-Praxis:
Cirque Du Soleil
Der wohl bekannteste kanadische Kulturexport startete 1984 als
Gruppe von Feuerschluckern im kanadischen Quebec und ist heute
eine globale Entertainment-Maschine mit einem Umsatz von 600
Mio. Dollar. Und das in einer rezessionsgeplagten Branche, in
der alle über sinkende Nachfrage und hohe Preissensitivität
der Zuschauer jammern.

Der Cirque du Soleil hat den Begriff "Zirkus" neu definiert.
Um das Angebot zu beschreiben, taugt der Genrebegriff eben so
wenig als würde man die Rolling Stones als flotte Tanzkapelle
kategorisieren. Durch eine Kombination aus Tanz, Theater und
Akrobatik entstand ein ganz neues Geschäftsmodell, mit dem ein erwachsenes und
zahlungsfreudiges Publikum angesprochen wird. Vorbildliches Out-Of-The-Box
Denken!
Der eigentliche Coup des Unternehmens lautet Multiplikation. Jede Show wird von mehreren Ensembles
gleichzeitig einstudiert, die anschließend auf Tournee gehen.
Für die Rekrutierung der Ensembles reisen zwanzig
Castingagenten permanent um die Welt. Da gehören dann
olympische Goldmedaillengewinner wie der aserbaidschanische
Bogenschütze aus der Show "O" genauso dazu, wie das
Schlangenmädchen aus dem indischen Bauernzirkus. Aber trotz
einer perfekten Ausbildung verlangt der Cirque vor allem Ausdruck und
Spontaneität. Wer nicht unabhängig denken kann, fliegt raus,
statt durch die Lüfte.
Die direkte Folge der weltweiten Multiplikation der Shows:
Eine globale Marke entsteht (laut Interbrand auf Platz 22 und
damit bekannter als Disney) und gleichzeitig sinken die
Kosten.

Dennoch geht Einfallsreichtum vor Profit, denn 70 % der
Einnahmen (!) fließen wieder in neue Projekte. Daniel Lamarre,
President des Cirque: "Unsere Marke bedeutet Kreativität, und
das dürfen wir nicht vernachlässigen."
Und so lassen sich die Zuschauer in Tourneezelten und
ausverkauften Dauerarrangements in Las Vegas oder
Tokio in emotionale Traumwelten entführen und blättern dafür
gerne bis zu 150 Euros hin.
Querdenk-Chance
Dem Cirque du Soleil ist es
gelungen, Zuschauer, die der antiquierten Zirkusbranche
davonliefen, wieder zu verzaubern. Das Rezept: Reizüberflutung
in Perfektion, die mit jedem Hollywoodfilm mithalten kann.
"Wir lieben das Risiko. Es ist ein Teil von uns. Jedes Mal,
wenn wir in eine angenehme Phase kommen, versuchen wir etwas
Neues." so Präsident Lamarre. "Bequemes Zurücklehnen kann in
unserer Branche sehr, sehr gefährlich sein."
Man muss sich selbst ständig neu erfinden, um nicht eines
Tages in den Wettbewerb mit Nachahmern treten zu müssen. Das
erfordert Mut und Out-Of-The-Box-Denken!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Cirque Du Soleil Homepage
>Mehr Beispiele zu "Out-Of-The-Box"
>Verwandte Querdenkansätze:
Customer-Discovery;
Produkt-DNA
>Weitere Beispiele in unserem
Bestseller "Different Thinking!"

Produkt-DNA - Statt das
Alte zu perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker einen anderen Weg:
Etablierte Produktkonzepte werden schonungslos hinterfragt. Das Vorgehen:
Scheuklappen ablegen und ungeschriebene Branchengesetze
hinterfragen. Das Ergebnis: vollkommen neue Spielräume und
raus aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).
Querdenk-Praxis:
GEOX
Was tun gegen
Schweißfüße? Viele gut gemeinte Ratschläge (Semmelbrösel in
den Socken, Baby-Puder, Barfuss laufen) helfen da auch nur
kurzfristig und nicht immer sehr zuverlässig.
Das ist genau eine riesige Chance, dachte sich
Mario Polegato, ein italienischer Weinbauer und selbst
Betroffener. Seine Lösung: Er bohrte eines heißen Tages
Löcher in seine Schuhsohle und kreierte einen Schuh, aus
dessen Sohle Dampf ausströmt wie aus einem Bügeleisen. Doch
seine Innovation stieß auf taube Ohren: Etablierte Anbieter im
Markt wie Nike
oder Puma waren an seiner Erfindung nicht
interessiert. Also versuchte es der Tüftler alleine und
gründete Geox.

Entgegen allen Erwartungen schaffte Polegato den Durchbruch
auf einem extrem schweren und wettbewerbsintensiven Markt. Und
ist heute, nur 9 Jahre nach der Gründung, größter Fabrikant im
Schuhparadies Italien, und weltweit auf Platz 4!

Der Umsatz des hochprofitablen Unternehmens betrug 2004 etwa
350 Mio. Euro, der Reingewinn 50 Mio. Euro. Und das Wachstum
bis zu sagenhaften 40 %.
Querdenk-Chance
Das Alleinstellungsmerkmal der Membransohle hätte für diesen
Bilderbucherfolg nicht ausgereicht. Geox investiert stark in
Forschung und Marketing, und entspricht so dem Wunsch nach
funktioneller Fußbekleidung mit gutem Design.
Das "Prinzip Geox", nach außen offen und umgekehrt dicht,
lässt sich auch auf das Unternehmen übertragen: Geox
expandiert weltweit, während sich die Konkurrenz gegenseitig
auf den Füßen steht.
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage von GEOX
>Hundeschuhe gibt es wirklich...
>Mehr Beispiele zu "Produkt-DNA"
>Weitere Beispiele in unserem
Bestseller "Different Thinking"


Mit dem Status Quo zufrieden geben. Niemals! Und das gilt auch
für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie
den Blick über die existierende Nachfrage hinaus.
Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen
erschlossen zu werden: Kunden, die bisher gar nicht die
Produkte oder Dienstleistungen Ihrer Branche gekauft haben! (mehr).
Querdenk-Praxis: Hipp
Hipp – der Name steht für Babybrei aus Gläsern. Sofort kommen idyllische Bilder in den Sinn, die aber angesichts der
Realität verblassen: Sinkende Geburtenraten, schrumpfender
Markt für Babynahrung, fallende Umsätze – bei starker
Konkurrenz durch Milupa oder Alete.
Was also tun, wenn einem die Kunden ausgehen? Man suche sich
einfach neue!

Jedes vierte Gläschen Hipp löffeln inzwischen Erwachsene aus, so eine
Studie. Es lag also nahe, diese Zielgruppe (genauer:
Ernährungsbewusste Frauen um die 30) anzusprechen. Hipp tat
das sehr vorsichtig mit anfangs unverändertem Sortiment ("ab
dem 4. Monat" kann ja fürs 4. Lebensjahrzehnt nicht schaden).
Als sich der Erfolg abzeichnete, traute man sich, innovative
Neukreationen abseits der Standard-Babykost anzubieten.
Die Herausforderung bestand nun darin, offensiv für die "Hipp-Fruchtpause",
die Cerealien oder das Müsli "Hippness Crisp" zu werben, ohne
den Kernmarkt zu vernachlässigen. Denn die Gleichung Hipp =
Qualität sollte auch weiterhin gelten. Die neue Strategie
trägt zwar erst 2% zum Umsatz von 240 Mio. Euro bei, wächst
aber stark.
Querdenk-Chance
Hipp ist in zweifacher
Hinsicht sehr mutig: In den 50er Jahren führte Hipp als ersten
Unternehmen in Deutschland industriell gefertigten Babybrei
ein. Ungefähr zeitgleich begann Georg Hipp mit dem Anbau von
Obst und Gemüse auf naturbelassenen Böden und ohne Chemie.
Heute ist Hipp der weltweit größte Verarbeiteter von
organisch-biologischen Rohstoffen.
Aber man ruht sich auf diesem Differenzierungsmerkmal nicht
aus, sondern ist mutig genug, auch auf neue Zielgruppen zu
setzen: Customer-Discovery. Die
Strategie der Markterweiterung ist erfolgreich – und kann als
Vorbild für andere Unternehmen dienen, die schrumpfende Märkte
bearbeiten.
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage von Hipp
>Financial Times: "Sturm im
Baby-Glas"
>Mehr Beispiele zu "Customer-Discovery"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Entdecken Sie riesiges Innovationspotenzial jenseits
traditioneller Innovationen, indem Sie systematisch die
gesamte Kunden-Erfahrungskette und den damit zusammenhängenden
Nutzen - vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung -
nach Potenzialen für Neuerungen durchforsten (mehr).
Einige aktuelle Beispiele aus der Flugbranche:
Querdenk-Praxis: Sky Nannys bei Gulf Air
Das Jahr 2005 war das Jahr der "Super Nannys". Die
RTL-Erziehungsserien "Super Nanny" und "Supermamas" sind
absolute Quotenrenner.
Das ist auch der Fluglinie Gulf Air nicht entgangen und so
griff man diese Idee
auf: Sky Nannys!
Sky Nannys sind Stewardessen mit pädagogischer
Zusatzausbildung. Sie kümmern sich um Passagiere, die jünger
als 12 Jahre sind. Die fliegenden Kindermädchen verteilen nicht nur
Buntstifte, sondern beschäftigen sich intensiv mit den
kleinen Quälgeistern – und verschaffen gestressten Eltern
willkommene Verschnaufpausen!

Das ist nicht nur ein netter Service, sondern auch ein
wirtschaftlicher Erfolg. Eltern, die mit ihren Kindern
fliegen, entscheiden sich
bewusst für Gulf Air - nicht wegen des Preises, sondern wegen
des einzigartigen Services.
Diese Offensive ist Teil eines dreijährigen Turnarounds, mit
dem Gulf Air für internationales Aufsehen sorgte. Die
Fluglinie, die am Persischen Golf beheimatet ist, heimste 2004 zahlreiche
Auszeichnungen
ein, u.a. in den Kategorien "Best Airline Middle East and
North Africa" und "Best First Class Food".
Die Sky Nannys haben übrigens in der Kategorie "Best Product Launch"
gewonnen. Das klingt ein wenig wie Lunch – und tatsächlich bekommen Kinder an
Bord nur gesundes Essen und zahnfreundliche Snacks und
Getränke.
Querdenk-Praxis:
Chauffeur-Service bei Emirates
Emirate
Airlines hat erkannt, dass der Service für einen Airline
Passagiers nicht erst dann beginnen muss, wenn dieser am
Check-In-Schalter steht. Die Lösung: Allen Fluggästen der Business Class
steht ein exklusiver und kostenloser
Chauffeur Service zur Verfügung.
Ein persönlicher Chauffeur holt Sie im Umkreis von 40
Kilometern rund um die Flughäfen Frankfurt, München und
Düsseldorf ab und bringt Sie kostenlos zum Airport. Von dort
fliegen Sie mit Emirates zu über 80 Destinationen weltweit.
Und nach der Rückkehr fährt Sie Ihr Chauffeur auch wieder nach
Hause – oder ins Büro.
Querdenk-Praxis:
Sleeper Service bei British Airways
Es ist schon nahe liegend, dass das Flugzeugessen während des
Flugs gegessen wird. Dies entspricht eben der
traditionellen Kunden-Erfahrungskette: Einchecken, Boarden,
Fliegen, Unterhalten, Verpflegen, Aussteigen lassen und
Tschüss.
British Airways hat diese traditionelle Kunden-Erfahrungskette
durcheinander gewirbelt und bietet auf 16 Nachtflügen
von Nordamerika und dem Mittleren Osten nach London-Heathrow
einen vollkommen neuen Service an: den Sleeper
Service.
Noch
VOR dem Abflug essen die Passagiere ihr Abendessen in der
Flughafen-Lounge. In der Regel haben Sie dabei die Auswahl
zwischen mehreren Menüs. Zur weiteren Maximierung
der Schlafenszeit an Bord wird bereits kurz nach dem Start das
Licht in der Kabine gedimmt, Durchsagen und der
Trolley-Service werden zugunsten einer beruhigten
Kabinenumgebung auf ein Minimum reduziert. Ziemlich entspannt
und ausgeschlafen kommen die Fluggäste dann in London an.

Dort warten noch weitere Annehmlichkeiten auf die Business Class Gäste der British Airways:
In der Arrival-Lounge wird Ihnen ein herzhaftes Frühstück
serviert, es gibt Büroeinrichtungen und Ruhezonen.
Zudem können sich die Reisenden in einem eigenen Wellnessbereich, dem Molton Brown Travel Spa, erholen.
Querdenk-Chance
Die Beispiele zeigen, dass man nicht nur mit Preisdumping,
sondern auch mit überzeugendem Service und Innovationen
jenseits der traditionellen Kunden-Erfahrungskette Kunden
ansprechen und für sich gewinnen kann. Die Tatsache, dass die Sky
Nannys gebucht werden, obwohl die Eltern der Kinder auch
mitfliegen, spricht für sich!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage der Sky Nannies
>Homepage
Emirates Chauffeur Service
>Homepage Sleeper Service British
Airways
>Mehr Beispiele zu "Value
Innovation"
>Verwandte Querdenkansätze:
5-Star-Service
>Weitere Beispiele in unserem
Bestseller "Different Thinking!"


Saug-Schlappen
Staubsauger, das sind doch diese lästigen Dinger, die man
mühsam hinter sich her ziehen muss und deren Kabel nie lang
genug sind. Sie erinnern sich?

Das ändert sich jetzt: Hausfrau oder Hausmann von
heute saugen dank Electrolux Saugschlappen laufend – und zwar
im wahrsten Sinn des Wortes. Reinschlüpfen und einfach durch
die Wohnung tigern. Beim aufräumen, telefonieren, wobei auch
immer. In die Sohle integrierte Miniturbinen erledigen die
Drecksarbeit.
Diese queergedachten Staubfänger gibt es noch nicht zu kaufen.
Sie haben es aber immerhin schon ins Finale des "designlab",
einem weltweiten Wettbewerb des schwedischen
Elektroherstellers Elektrolux geschafft...



Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von
Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen
von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.
   
    
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Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf
allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und
erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP,
Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
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Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
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Person
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