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Rastlosigkeit und Unzufriedenheit sind die ersten
Vorbedingungen des Fortschritts. Man könnte es auch so
ausdrücken: Fortschritt verdanken wir den Nörglern. Zufriedene
Menschen wünschen keine Veränderung.
Wir jedenfalls sind immer dann
in unserem Element, wenn uns irgendetwas so richtig aufregt.
Offensichtlich haben wir in dieser Hinsicht Verbündete
gefunden: Ein Unternehmen aus Watsonville in Kalifornien.
Dort hat man Unzufriedenheit in den Unternehmensrichtlinien
verankert: "Unsere Mitarbeiter sind
grundsätzlich unzufrieden mit dem Status quo." Aufgrund
dieser institutionalisierten Unzufriedenheit ist das
Unternehmen ungeheuer innovativ. Und das in einem Markt, der
austauschbarer nicht sein könnte: Schotter, Sand und Asphalt.
Doch davon lässt man sich nicht schocken und bietet einen Service an, der so
einzigartig ist, dass das Unternehmen sich damit aus dem
Kopf-an-Kopf-Preiswettbewerb seiner Branche herauskatapultiert. Mehr
dazu im ersten Beitrag über Graniterock.
Viel Spaß beim Lesen!
Anja Förster
& Peter Kreuz


Die Lösung lautet nicht: Besserer Service
zu besseren Preisen, allzeit freundlich, nett und immer
bereit. Dieses Vorgehen führt Sie nicht an die Spitze,
sondern nur ins Mittelmaß, weil alle Ihre Wettbewerber genau
das Gleiche tun. Erfolgreiche Business-Querdenker
entwickeln Service-Angebote, die aufhorchen lassen und mit denen
Sie eine Monopolstellung im Markt schaffen! (mehr)
Querdenk-Praxis:
Graniterock
Graniterock, ein Unternehmen aus Watsonville im amerikanischen
Bundesstaat Kalifornien, ist in einer Branche tätig, die
alles andere als sexy ist. Keine Spur von Lifestyle, sondern Schotter, Sand und Asphalt.

Nun stellen Sie sich einmal folgendes vor: Sie sind ein
Bauunternehmer, dem gerade eine Ladung Asphalt für ein
größeres Straßenbauprojekt geliefert wurde. Zeitgleich mit der
Lieferung erhalten Sie eine Rechnung, auf der
folgendes steht:
"Sollten Sie, aus welchem Grund auch immer, mit uns nicht zufrieden sein, bezahlen Sie
uns bitte nicht. Das bedeutet: Sollte irgendein Posten auf dieser
Rechnung nicht korrekt sein, oder sollten Sie mit den
Produkten bzw. unserem Service nicht zufrieden sein, dann
lassen Sie uns das bitte unverzüglich wissen. Markieren Sie
einfach den entsprechenden Posten auf der Rechnung, geben
Sie uns eine kurze Beschreibung des Problems und senden Sie eine Kopie der Rechnung an uns
zurück - zusammen mit dem Scheck in
Höhe des Restbetrags."

Sie haben richtig gelesen. Sollten Sie der Meinung sein, dass
eine verpfuschte Lieferung Ihnen beispielsweise 1.000 Dollar
an zusätzlicher Arbeitszeit verursacht hat, ziehen
Sie diese Summe von der Rechnung ab. Sollten Sie
wirklich sehr verärgert sein, zahlen Sie überhaupt
nichts.
Das klingt wahnsinnig, beschreibt aber exakt eines der
Serviceangebote, die Granite Rock seinen Kunden bietet. Dem Unternehmen, das in einem absoluten Massenmarkt
agiert, ist es damit gelungen, eine phantastische
Kundenloyalität aufzubauen. Interessant in diesem
Zusammenhang: die Preise, die Granitrock verlangt, sind
vergleichsweise hoch, werden aber von den Kunden gern bezahlt.
Und noch etwas: Graniterock macht nicht viele Fehler,
andernfalls würde es durch das Erfüllen seiner Versprechen
schon längst pleite sein.
Querdenk-Chance
Und nun stellen Sie sich einmal
vor, IHRE Kunden könnten IHRE Rechung in Abhängigkeit ihrer
Zufriedenheit kürzen. Was dann? Wären Sie in drei Wochen noch
im Geschäft oder schon nach drei Tagen Pleite?

Das Graniterock Beispiel zeigt zwei Dinge:
1) Mit der Zufriedenheitsgarantie hat sich das
Unternehmen eine Monopolstellung in einem absoluten
Massenmarkt geschaffen und ist raus aus dem
Kopf-an-Kopf-Preiswettbewerb. Kundenzufriedenheit ist hier
dramatisch mehr als nur ein Slogan.
2) Diese Zufriedenheitsgarantie hat einen dramatischen
Einfluss auf das Management der gesamten Firma, denn es
handelt sich dabei um eines der besten Frühwarnsysteme auf dem
Markt. Es liefert ein nicht zu ignorierendes Feedback über die
Produkt- und Servicequalität aus Sicht der Kunden und es
zwingt Graniterock, die Ursache eines jeden Problems an der Wurzel
zu fassen.
Sind Sie bereit diesen 5-Star-Service IHREN Kunden anzubieten?
Quellen
und weiterführende Informationen
>Graniterock Homepage
>Mehr Beispiele zu "5-Star-Service"
>Weitere Beispiele in unserem
Bestseller "Different Thinking!"

Ideen des Wettbewerbs kopieren - das kann jeder. Clevere Querdenker blicken über die
konventionellen Grenzen des Wettbewerbs hinaus und suchen ganz
gezielt in vollkommen fremden Branchen nach guten Ideen und
Innovationen (mehr).
Querdenk-Praxis:
Thailand Elite Membership
Ein paar Bonuspunkte da, ein kleines Extra dort und ein
bisschen Rabatt hier. Ob Krankenkasse, ADAC, Fitness Center
oder Copy Shop - alle setzen auf die kleinen bunten
Plastikkärtchen, die dem Kunden versprechen, dass er nun "Premium Mitglied"
und nicht nur "Kunde" ist.

Diese Karte dürften Ihnen aber fehlen: Die "Thai Elite Card"
macht Sie zum Premium Mitglied eines ganzen Landes! Diese Idee ist
weltweit einzigartig und richtet sich an wohlhabende
Ausländer, die regelmäßig Urlaub in Thailand machen oder sogar
dort leben sowie an
Geschäftsleute und Investoren.
Für diese drei Zielgruppen gibt es passende
Mitgliedschaften:
"Elitäre Momente" lockt mit Freizeitangeboten wie Wellness,
Golf und Segeln, "Elitäres Leben" bietet lebenslange
Aufenthaltserlaubnis, Unterstützung im Alltagsleben und eine
fürstliche Krankenversicherung; "Elitäre Verbindungen"
assistiert bei rechtlichen Fragen, berät in allen
wirtschaftlichen Angelegenheiten, organisiert Konferenzen
und auch eine Golfausrüstung für die freie Zeit nach dem
Meeting.

Mitglieder profitieren außerdem von weiteren Vergünstigungen wie z.B. ermäßigten Flugtickets für Star Alliance
Flüge, Wegfall lästiger
Einreiseformalitäten am Flughafen, Limousinenservice, Special
Price & Service in ausgewählten Top-Hotels wie dem Oriental
Bangkok, etc. Plus eine 24 Stunden erreichbare Telefonhotline
in 7 Sprachen sowie eine persönliche Assistenz an 2 Tagen im
Jahr.
Der Eintritt ins Paradies kostet stolze 25.000 US-Dollar. Für
die Zielgruppe der Thai Elite Card vermutlich Peanuts - doch für Thailand
dank zahlreicher Multiplikatoreffekte Einnahmen in Millionenhöhe. Fast
1.000 Mitglieder haben schon unterzeichnet.
Querdenk-Chance
Vielleicht haben wir Sie jetzt auf eine Idee gebracht
und Sie lesen den nächsten Beratungsletter am Strand in
Thailand, während Ihre persönliche Assistenz Ihnen die
Schultern massiert.
Worum es uns geht, ist aber etwas anderes: Thailands
Tourismusbehörde suchte mit dem 360-Grad-Blick nach
Möglichkeiten, den Standort zu fördern. Nun lässt sich
einwenden, dass das
Prinzip der Mitgliedschaften an sich nichts Neues ist. Aber
die Idee, ein ganzes Land zum Club zu machen, finden wir
genial!
Dieses Beispiel zeigt, dass Konzepte, die in anderen Branchen
vollkommen normal sind, in Ihrer Branche revolutionär
sein können. Sie müssen nur den Blick über den Tellerrand
werfen und sich auf die Suche machen.
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage Thailand Elite Membership
>Mehr Beispiele zum "360-Grad-Blick"
>Weitere Beispiele in unserem Bestseller
"Different Thinking"


Der Wettbewerb wird immer härter - Konkurrenten kopieren gnadenlos jede
gute Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der
den niedrigsten Preis bietet? Nein! Den billigsten Mist zum
geizgeilen Preis? Nochmals nein! Erfolgreiche
Business-Querdenker gehen einen anderen Weg: Sie hinterfragen
branchenübliche Preismodelle und erfinden sie ganz neu (mehr).
Querdenk-Praxis: E-Plus
Innovationen in der Mobilfunkbranche fanden bisher überwiegend auf zwei Gebieten statt: Bei den Handys (von
der Kamera bis zum MP3-Player) und bei den Zusatzdiensten (von MMS bis zu Klingeltönen).
Das Preismodell der Branche schien dagegen
innovationsresistent zu sein, denn es gab nur ein
Erfolgsmodell:
das Handy zum Nulltarif, fester Vertrag und Grundgebühr. Das
war's.

Wenn man jedoch unterschiedliche Zielgruppen mit
unterschiedlichen Leistungsansprüchen und einer
unterschiedlichen Zahlungsbereitschaft hat, verschenkt man damit Geld. Gerade
in einer heiß umkämpften Branche rutscht man dann sehr schnell
in den reinen Preiswettbewerb ab.
Neue Abnehmer in nennenswertem Umfang gewinnt in einem gesättigten Markt nur
derjenige, der aus den gängigen Bahnen des Wettbewerbs ausbricht
und auf eine neue Art und Weise Kunden anspricht,
deren Bedürfnisse bisher nicht wirklich erkannt wurden. Genau das hat
der Mobilfunkanbieter E-Plus getan und neben seiner Kernmarke
zwei weitere Marken etabliert: Simyo und Base, jeweils mit
einem eigenen Preismodell und einer ganz eigenen Zielgruppe.
Der Klassiker E-Plus verfolgt weiterhin das etablierte
Preismodell der Branche: Billiges Handy, fester Vertrag,
Grundgebühr und umfassender Service.

Die Zweitmarke SIMYO von E-Plus richtet sich an Internet-Smart-Shopper, also an preisbewusste Telefonierer.
Das Preismodell: Keine Handys, keine Grundgebühr, keine
Vertragsbindung, kein Mindestumsatz, keine Kosten für die
Mailboxabfrage. Stattdessen absolute Transparenz: 16 Cent/Minute
rund im die Uhr, in alle Netze, deutschlandweit. Fertig.

Die Zweitmarke BASE von E-Plus richtet sich an Vieltelefonierer
wie beispielsweise Freiberufler und
Geschäftskunden. Das Preismodell: Eine Flatrate mit der man
für 25
Euro im Monat unbegrenzt im deutschen Festnetz und im
Mobilfunknetz zu E-Plus und Simyo telefonieren kann.
Querdenk-Chance
Sind Sie bereit, das
Preismodell Ihrer Branche in Frage zu stellen?
Unterschiedlichen Kundensegmenten unterschiedliche
Preismodelle anzubieten?
Wenn ja, zeigt das Beispiel von E-Plus, wie man ein solches
Vorgehen erfolgreich in die Praxis umsetzen kann. Eine
Querdenk-Strategie, die nicht nur im Mobilfunk immer
überlebenswichtiger wird.
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage von E-PLUS
>Homepage von Simyo
>Homepage von Base
>Mehr Beispiele zur "Preis-DNA"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Menschen in den neuen Mega-Märkten Brasilien, Indien und China sind die größte Zielgruppe der Welt - 4 Milliarden
Menschen warten darauf, mit cleveren Ideen als Zielgruppe
erschlossen zu werden. Doch die Erschließung dieser Märkte
braucht eine andere Vorgehensweise: Der bloße Export der
heimischen Standard-Produkte mit denselben Methoden, die in
den entwickelten Märkten angewendet werden, funktioniert meist
nicht (mehr).
Querdenk-Praxis: Microsoft
Auf der Suche nach neuen bis dato unerschlossenen Märkten geht
Microsoft nach Indien, aufs Land. Und zwar dorthin, wo Geld knapp und Computer
eine Seltenheit sind. Brauchen indische Landwirte dort etwa
MS-Office-Pakete?
Natürlich nicht. Vielmehr geht es hier um die Entwicklung
eines riesigen, zukunftsträchtigen Marktes, dessen Potential
unterschätzt wird!

Unter dem Slogan "Saksham" (Selbständigkeit) will Microsoft in
den nächsten 3 Jahren 50.000 IT-Stationen abseits der großen
Städte errichten. Diese Infotheken bieten Services, die speziell auf
die Bedürfnisse der Landbevölkerung ohne Computer
zugeschnittenen sind: Internetdienste, elektronische
Behördengänge sowie Ratgeber über Gesundheit, Astrologie und
Viehzucht. Computerkurse und Lernprogramme sollen
Weiterbildung und somit den Anschluss ans
Informationszeitalter ermöglichen.
Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht - dieses 1,7 Milliarden Dollar
Projekt ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern ein
cleveres Franchisesystem von Microsoft. Mit den
IT-Stationen soll Geld verdient werden.

Und das funktioniert so: Microsoft verlangt vom zukünftigen Betreiber
rund 25.000 Dollar pro Kiosk, je nach Infrastruktur und
Softwareausstattung. Um das fehlende Geld für diese Anfangsinvestition
aufzubringen, hilft die State Bank of India mit günstigen Krediten.
Ab dann verdient der selbständige Unternehmer an den
nachgefragten IT-Diensten und Schulungen.
"Bis jetzt waren Informationstechnologien Symbol des sozialen
Aufstiegs. Aber wir glauben, dass sie auch zur
wirtschaftlichen Entwicklung beitragen können", so Neelam
Dhawan, Managing Director bei Microsoft India.
Querdenk-Chance
Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Deswegen bemüht sich Microsoft, als erster diesen neuen Markt
aufzurollen.
Mehr als 50 Prozent der Landbevölkerung will Microsoft mit "Saksham"
erreichen. Mit Standartprodukten - zu entsprechenden Preisen -
wäre das unmöglich. Aber mit einem passenden Konzept lässt
sich sogar der indische Low-Income Markt aufrollen.
Quellen
und weiterführende Informationen
>India's Technology Daily: MS Announces
Rural IT Initiative
>Spiegel: 50.000 "Cyber-Kioske" für
Indien
>Weitere Beispiele zu "Low Income – High
Potential"
>Verwandter Querdenkansatz:
Customer-Discovery
>Weitere Beispiele in unserem
Bestseller "Different Thinking!"


Querdenken ist cool -
aber Cornflakes für den Hund?

Bow-Wow-Frühstücksflocken für den Hund sind eine neue
Generation von Hundefutter. "Speziell zusammengesetzt für die
Bedürfnisse eines Hundes am Morgen", wie die Firma behauptet.
Nun, uns ist nicht ganz klar, welche Bedürfnisse Hunde am
Morgen haben, außer dass sie meist ganz dringend nach Draußen
müssen. Vielleicht meint die Firma ja das damit – wir sind uns
nicht ganz sicher…

Wenn Ihnen schon das Wasser im Mund zusammenläuft, hier noch
kurz die leckeren Sorten der Bow-Wow-Frühstücksflocken:
- Grrr-nola
- Barkfast Squares
- Chompions
- Fido Flakes
- Chewa-Bunga
- Pooch-Cheez



Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von
Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen
von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business
Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf
allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und
erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP,
Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen >Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person
>Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
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Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
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