Jeden Monat knapp 20.000 Leser und jeden Monat erfolgreiche Querdenkideen und Konzepte, mit denen Sie systematisch neue Märkte erobern und Ihren Wettbewerb ausmanövrieren können.

Ausgabe 56
September 2006



Querdenk-Archiv

»
Business
   Querdenker

» Value-Innovation

» Produkt-DNA

» 360-Grad-Blick

» Low Income -
   High Potential

» Customer Discovery

» Mix-It

» Preis-DNA

» Easy-Inc.

» Design-Matters

» Maxi-Size-It

» 5-Star-Service

» Out-Of-The-Box

» Erlebnis Inside



DIFFERENT THINKING!


"Ein Buch für alle, die Inspiration suchen, etwas bewegen wollen und den Mut haben, auch mal Neues zu wagen."
Manager Magazin
Mehr Infos »»



ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH


"Ein rasanter Crash Kurs für Business Querdenker!"
Mehr Infos »»



Drucken Sie:

Sie können den aktuellen Beratungsletter ausdrucken und ganz in Ruhe lesen »»



Kopieren Sie:

Sie können unsere Artikel gerne für Ihre eigenen Publikationen nutzen. Bedingung: Ein Hinweis und Link auf: Beratungsletter.com



Empfehlen Sie:

Wenn Ihnen der Beratungsletter gefällt, empfehlen sie ihn bitte an Kollegen und Freunde weiter. Danke!

 

 


Homepage | Über uns | Archiv | Beratungsletter abonnieren | Abmelden | Impressum


Neulich in Wien ... waren wir zu Gast bei einer großen Bank. Kein Gespräch in Wien ohne die obligatorische Melange und das Glas Wasser. So auch hier: Unser Gesprächspartner drückt auf den abgewetzten Knopf der Gegensprechanlage und ruft seine Sekretärin, um die Bestellung aufzugeben. Dann entschuldigt er sich, dass es etwas länger dauern würde, da man hierfür eine Cateringgesellschaft engagiert habe. Eine Minute später geht die Tür auf und die Sekretärin kommt herein. Aber nein, sie hat nicht die Getränke dabei, sondern ein Formblatt, das unser Gesprächspartner abzeichnet, damit die Bestellung ordnungsgemäß weitergeleitet werden kann. 10 Minuten später steht das Cateringkommando in Form von zwei  Personen mit Melange und Wasser vor uns. Natürlich wieder mit Formular, das gegenzuzeichnen und mit detaillierten Angaben zum Gesprächsanlass zu ergänzen ist. Alles im Dienste der guten Ordnung und um sicherzustellen, dass dieser Kaffee rein dienstlich und nicht etwa privat getrunken wird :-) 

Preisfrage: Was stand in diesem Unternehmen der Innovation im Weg? Natürlich waren es weder die Branchengesetze noch die 'Nicht-So-Kreativen-Mitarbeiter" – es war die organistisierte Seuche der Bürokratie.

Wenn Sie Innovation in Ihren Laden bringen wollen, entwickeln Sie zunächst einmal eine leidenschaftliche und sichtbare Abneigung gegen Bürokratie. Werden Sie rasend. Löschen Sie E-Mails. Zerreißen Sie Papiere. Weigern Sie sich, sie zu lesen. Schwänzen Sie Meetings und - nein - füllen Sie keine Formulare aus, wenn Sie einen Kaffee trinken wollen.

Viele Grüße!
Anja Förster & Peter Kreuz









Design-Matters: Unternehmen wie Apple, Sony oder BMW haben es längst erkannt: Design ist nicht der letzte Arbeitsschritt, der sich auf das Verschönern von Produkten beschränkt, sondern ein fundamentales Wertversprechen. Deshalb ist es höchste Zeit, darüber nachzudenken, wie wir Design als Differenzierungsfaktor nutzen können (mehr).

Querdenk-Praxis: Motorola Razr

Motorola galt lange Zeit als arrogant und abgehoben. Bei dem Handyhersteller herrschte eine Ingenieurkultur, die die eigene Technologie viel zu wichtig nahm und über die Bedürfnisse der potenziellen Kunden hinwegging. 1999 war die Krise da: Die Amerikaner hatten die Umstellung von analog auf digital und den Trend zu Fotohandys verschlafen. Der ehemalige Weltmarktführer lief Gefahr, in der Versenkung zu verschwinden.


Mit dem stylischen und superflachen Klapphandy RAZR legte Motorola jedoch einen dramatischen Turnaround hin. Der "iPod unter den Handys" hat quasi im Alleingang das Unternehmen gerettet.

"Weg vom Diktat der Ingenieure, hin zum Primat des Designs" lautet die Devise des neuen Vorstandschefs Ed Zander. Unter seiner Ägide legte der Absatz der Mobiltelefone um 60% zu. Motorolas Marktanteil stieg auf 22% und man liegt weltweit an zweiter Stelle hinter Nokia (35%) und weit vor Samsung (12%). Und für Nokia wird es eng: Mit KRZR und RIZR entwickelte Motorola zwei viel versprechende Nachfolgemodelle. Und dann wäre da noch das goldene "Dolce & Gabbana RAZR V3i", eine Design-Kooperation mit der Luxusmarke aus Italien.



Damit die Designabteilung nicht am Markt vorbei gestaltet wie einst ihre Ingenieurskollegen, zog Motorolas Designteam von der Konzernzentrale im Chicagoer Hinterland mitten in die Innenstadt von Chicago – als Symbol dafür, dass das Unternehmen mitten im Leben steht. Der neue Standort sorgt auch dafür, dass die Designer auf der Straße täglich ihren Kunden begegnen und sehen, wie die mit ihren Handys tatsächlich umgehen.


Querdenk-Chance

Motorola hat die Zeichen der Zeit erkannt, und Design zum Erfolgsfaktor der Marke gemacht - ebenso wie es andere Unternehmen bereits sehr erfolgreich tun. Das bestätigt Norio Ohga, ehem. Chairman von Sony: "Bei Sony gehen wir davon aus, dass die Produkte unserer Wettbewerber in Bezug auf Technologie, Preis, Leistung und Merkmale mit unseren eigenen mehr oder weniger identisch sind. Einzig das Design unterscheidet unsere Produkte von anderen." Der Mann hat Recht. Es überzeugt die Kunden nicht mehr, wenn man seinem Produkt von Zeit zu Zeit nur eine neue Hülle verpasst. Design muss "durchregieren". 

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Motorola
>Homepage Hellomoto
>Homepage Dolce & Gabbana
>Brand Eins: Richtig verbunden
>Spiegel: Neue Zungenbrecher von Motorola
>Mehr Beispiele zu "Design-Matters"






Entdecken Sie Innovationspotenzial jenseits eng gefasster Produktinnovationen, indem Sie systematisch die gesamte Kunden-Erfahrungskette und den damit zusammenhängenden Nutzen - vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung - nach Potenzialen für Neuerungen durchforsten (mehr).

Querdenk-Praxis: Bauwens

Holzmann machte Pleite, dann Walter Bau, die Zahl der Jobs sank und sank: Kaum eine Branche verkörpert die wirtschaftlichen Probleme im Deutschland der letzten Jahre so wie die Bau
branche. Nur die "Bauwens GmbH & Co. KG" jammert nicht. Das Kölner Traditionsunternehmen generiert ein jährliches Wachstum von soliden 15 Prozent. Wie schaffen die das? Nun, Bauwens schwimmt gegen den Strom – und damit in die richtige Richtung!

Als in den 90er Jahren der Hoch- und Tiefbau-Hype in den neuen Bundesländern ausbrach, setzte Bauwens auf ein anderes Pferd: Maschinen und Fuhrpark wurden größtenteils verkauft, und das Geld in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. Während andere im Osten buddelten, transformierten sich die Kölner zu einem Consulting-Unternehmen.



Die Lohndumping-Konkurrenz brauchen die 275 Mitarbeiter nicht zu fürchten. Das Geld verdienen sie mit planenden und beratenden Dienstleistungen. Kunden werden zu Workshops eingeladen - allerdings sind das "keine Wochenendseminare, wo man gute Vorsätze sammelt und sie am Montag vergisst", so Patrick Adenauer, der das Unternehmen mit seinem Bruder Paul führt. "Wir wollen, dass der Kunde einen Ereignissprung hinkriegt." Dabei käme für alle Beteiligten mehr raus, "als ein praktisches und schönes Gebäude". Das visionäre Denken haben sie wohl von ihrem Großvater Konrad, dem ersten Kanzler der Bundesrepublik, geerbt.


Querdenk-Chance

"Man muss zunächst mal mutig genug sein, um mit der eigenen Tradition zu brechen", sagt Patrick Adenauer. Bauwens hat die Trends der Branche nicht mitgemacht, sondern nach Möglichkeiten gesucht, um auch langfristig in einer Krisenbranche "gut zu leben". Mit seinen Beratungsleistungen hat das Unternehmen die Hausaufgaben in Richtung Wissensgesellschaft gemacht und neue Werte für seine Kunden geschaffen – Value Innovation!

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Bauwens
>Der blinde Fleck, in BrandEins
>Mehr Beispiele zu "Value-Innovation"
>Weitere Beispiele und Querdenkansätze in "Different Thinking"



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Mit dem Status Quo zufrieden geben? Niemals! Und das gilt auch für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie den Blick über die existierende Nachfrage hinaus. Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Kunden, die bisher gar nicht die Produkte oder Dienstleistungen Ihrer Branche gekauft haben (mehr)!

Querdenk-Praxis: Deutsche Grammophon – 99x Klassik

Vor ziemlich genau 119 Jahren, am 29. September 1887 ließ Emil Berliner seine bahnbrechende Erfindung patentieren: Das Grammophon und die Schallplatte. Ein Jahr später gründete er in seiner Geburtsstadt Hannover die Deutsche Grammophon Gesellschaft, Ursprung und heutiges Herzstück des Weltmarktführers Universal Music Group.

Die Deutsche Grammophon beackert mit klassischer Musik ein schwieriges Feld: Junge Hörer lassen sich nur noch schwerlich für die Musik begeistern und die Verkaufszahlen sind rückläufig. Hinzu kommt, dass Klassikliebhaber gern unter ihresgleichen fachsimpeln und so einen elitären Zirkel bilden. Eine dreiteilige CD-Kompilation der Deutschen Grammophon wendet sich nun an alle "Ausgeschlossenen", die sich für klassische Musik interessieren, aber nicht viel Vorerfahrung mitbringen.



"99 x Klassik" ist ein "klingendes Lexikon", das diesen Zirkel der Exklusivität durchbricht. CD 1 erläutert vokale Klassik, CD 2 Instrumentalmusik. Die dritte CD ist ein Abriss vom gregorianischen Choral bis zur Moderne, und lässt 99 elementare Musikbegriffe von Stars wie Anne-Sophie Mutter, Anna Netrebko oder Hobbyorganist Harald Schmidt erklären und vortragen.




Querdenk-Chance

Statt weiterhin nur auf die Zielgruppe der traditionellen Klassikhörer zu setzen, entschloss sich die Deutsche Grammophon, neue Zielgruppen an das Thema klassische Musik heranzuführen. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie ein "falsches Vibrato" klingt oder was ein Adagio oder Zwölftonmusik sind und sich nie zu fragen getraute, dem wird geholfen.

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Deutsche Grammophon
>Die CD "99*Klassik" bei Amazon.de bestellen
>Mehr Beispiele zu "Customer-Discovery"



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Innovationen müssen nicht immer nur das Produkt oder die Dienstleistung betreffen. Auch die Art und Weise, wie – wo – und wann – Ihr Leistungsangebot den Kunden erreicht, kann nachhaltigen Kundenwert schaffen und Ihr Angebot einzigartig positionieren: Re-Channeling.

Querdenk-Praxis: Minox

Berühmt wurde Minox, der Kamerahersteller aus Wetzlar, mit einer Legende: die Riga Minox, benannt nach dem Herstellungsort, ist so winzig, dass sie angeblich sogar beim Geheimdienst verwendet wurde. Nachdem sie der Kino-Agent James Bond benutzte, wurde sie weltbekannt. 1988 war Minox dann pleite. Wie viele andere aus der Branche hatte man die Konkurrenz aus Asien und das digitale Zeitalter verschlafen.

Dank cleverem Re-Channeling schreibt Minox heute aber wieder tiefschwarze Zahlen. Man meidet Discounter und auch in den Schaufenstern des krisengeschüttelten Fachhandels findet man sie eher selten. Minox wird dort verkauft, wo die Aufmerksamkeit anscheinend am größten ist: Über den Wolken!



Siebzehn Fluggesellschaften, darunter Lufthansa, Singapore Airlines und die niederländische KLM, führen Minox-Kameras im Bordkatalog. Auch über das Magazin der Deutschen Bahn sind sie erhältlich: "Da haben die Kunden mehr Zeit. Wir verkaufen unsere Kameras dort sehr erfolgreich", sagt Geschäftsführer Thorsten Kortemeier. Gerade bei Geschäftsreisenden sind die "Spionagekameras" als Mitbringsel "Made in Germany" äußerst beliebt.



Querdenk-Chance

Mit zunehmender Reisegeschwindigkeit steigt offenbar die Spendierlaune und damit die Verkaufszahlen der kleinen Kameraklassiker. Der Verkauf zu Luft und auf Schienen macht mehr als die Hälfte des weltweiten Umsatzes aus! Dank des Nischenvertriebs hat das Unternehmen aus Wetzlar Rückenwind. Minox knüpft mit dieser Strategie nicht nur an den Innovationsgeist von Firmengründer und Erfinder Walter Zapp an, sondern ist auch genau dort präsent, wo die Kunden sind.

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage von Minox
>Minox bei Wikipedia
>Weitere Beispiele und Querdenkansätze in "Different Thinking"



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING





In Deutschland ist jeder Vierte mit seinem Körper unzufrieden, am häufigsten mit dem Umfang. Da würden natürlich auch Sport und Diät helfen, aber es soll alles "convenient" sein. Nun gibt es Hoffnung aus dem Wunderland der Diätpillen und Appetitzügler: CLAmor - Spray-on Weight Loss. Das Wundermittel wird einfach auf die Mahlzeiten gesprüht und mitgegessen. Das körpereigene Fettgewebe soll dann alsbald dahin schmelzen, so dass sich nach 4 Wochen ein neuer, schlanker Mensch in den Fettaugen der Suppe spiegelt.



Hat uns das etwa noch gefehlt? Anscheinend ja – der Hersteller  verspricht allen Ernstes, dass man CLAmor als natürliches Nahrungsergänzungsmittel auf die Pommes, das Eis oder die Currywurst sprühen solle und dann abnehmen würde. Wie sagte Albert Einstein so schön: "Zwei Dinge sind unendlich: der Weltraum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


Sie können Ihr Beratungsletter-Abonnement selbst konfigurieren ...

Abbestellen. Wenn Sie den Beratungsletter nicht mehr erhalten wollen, folgen Sie bitte diesem Link.
Link steht nur bei E-Mail-Versand zur Verfügung.

Ändern. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse ändern möchten, folgen Sie bitte diesem Link.
Link steht nur bei E-Mail-Versand zur Verfügung.


Impressum & Kontakt

Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510


c/o NO LIMIT· PR und Marketing Steurer
Petra Steurer
Rosenstrasse 12; CH-9430 St. Margrethen; Schweiz

Phone +41 (0)71 744 65 22
Fax +41 (0)71 740 09 26

office@nolimit-steurer.ch


Kontakt
Kontaktdaten bei Anfragen für Vorträge, Workshops oder Beratungsprojekte sowie für Interviews oder Presseartikel finden Sie hier.

Disclaimer
Es wird keinerlei Haftung für Übermittlungsfehler, Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben übernommen. Die Nennung von Produkten anderer Hersteller oder Anbieter dient ausschließlich zur Information und stellt keinen Warenzeichenmissbrauch dar. Hinsichtlich der Auswahl, Leistung oder Anwendung dieser Produkte oder Dienstleistungen wird keinerlei Gewähr übernommen.

Pictures
www.motorola.de, http://deu.dolcegabbana.it, www.bauwens.de, www.deutschegrammophon.com, www.minox.de, www.clamorweightloss.com

Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz

 

 
 Copyright © ANJA FÖRSTER & DR. PETER KREUZ