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Ausgabe 65
Juni 2007



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"Unbedingt lesenswert!"
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DIFFERENT THINKING!


"Ein Buch für alle, die Inspiration suchen, etwas bewegen wollen und den Mut haben, auch mal Neues zu wagen."
Manager Magazin
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The show is over. Mit  einem letzten Gig am 31. Mai in Bremen endete unsere Tournee "40 Gigs in 40 Tagen". Unser Fazit: Es war ungeheuer spannend, aber zugleich auch sehr anstrengend. Eine bunte Truppe von mittelständischen und großen Unternehmen, Verbänden,  Zeitungsverlagen und sogar Gemeinden hatte sich in den letzten zwei Monaten unserem Aufruf zum Querdenken angeschlossen.
Die Begegnungen mit Innovatoren, Querdenkern und außergewöhnlichen Menschen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien stimmen uns optimistisch: Es gibt sie dort draußen - Menschen, die Leidenschaft, Engagement und Hunger nach Veränderung nicht nur vom Hörensagen kennen und die der festen Überzeugung sind, dass es reine Zeitverschwendung ist, etwas Mittelmäßiges zu tun.

Mit optimistischen Grüßen!
Anja Förster & Peter Kreuz









Business Querdenker – bewegen etwas. Oftmals gegen Widerstände, gegen professionelle Schwarzmaler, institutionalisierte Bedenkenträger und scheinbar unverrückbare ökonomische und gesellschaftliche Wahrheiten. Und sie sind stur: Sie glauben an ihre Idee und setzen sie durch. Ihr Credo: Das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte.

Querdenk-Praxis: Eric Anderson – Die Welt ist nicht genug

Weltraumurlaub aus dem Reisekatalog? Gibt's so was? Klingt abgespaced, ist aber schon längst ein wachsendes Geschäftsfeld. Eric Anderson ist Gründer des ersten Weltraumreisebüros Space Adventures Ltd. und Pionier in Sachen Weltraumtourismus. Wir haben den 32-jährigen im letzten Jahr auf dem Fortune Innovation Forum in New York getroffen. Fazit dieser Begegnung: Dieser Mann brennt leidenschaftlich für seine Sache. Er ist ein echter "Space Cowboy", der ein Ziel verfolgt, von dem alle selbsternannten Experten behauptet hatten: Funktioniert eh nicht.



Und es funktioniert doch! Seit 1998 befördert Anderson mit seinem Unternehmen Menschen in die Schwerelosigkeit. Er war es auch, der Dennis Tito im Jahr 2001 als ersten von bislang sechs Weltraumtouristen an die Internationalen Raumstation ISS vermittelte – für einen Reisepreis von 20 Millionen USD.

Auf die Geschäftsidee kam Anderson im Jahr 1995, während eines Praktikums bei der NASA. Dort wurde seine Idee als nicht finanzierbare Spinnerei belächelt. Ein Jahr später hatte er 250.000 Dollar Startkapital zusammen und Kontakte zum russischen Militär hergestellt. Denn in Russland vermutete er Piloten, die gegen harte Dollars zahlungskräftigen Touristen die Erdkrümmung vom Cockpit einer MiG-25 aus zeigen würden. Doch der Gang durch die Instanzen der russischen Bürokratie war ein echter Albtraum: "Half the battle was getting to the right person."



Doch Anderson wäre kein echter Business-Querdenker, ließe er sich von solchen Widerständen abschrecken. Heute ist Space Adventures Marktführer und bietet u.a. Sturzflüge in die Schwerelosigkeit ("Zero Gravity"), Tandemflüge in Kampfjets bei Mach 3 in 25km Höhe, Kosmonautentrainings sowie Platzreservierungen an Bord künftiger, suborbitaler Raumschiffe. Zu seinen Kunden zählen auch Großunternehmen wie Oracle, Pepsi oder VW, die verdienten Mitarbeitern ein Incentive der besonderen Art bieten wollen.


Querdenk-Chance

"Wir sind keine Fluglinie, wir verkaufen Erlebnisse", so Eric Anderson. Er verkauft sie an Kunden, die sich die Extreme am Ende des Koordinatensystems leisten können und wollen. Wer schon am Südpol und auf dem Grund des Ozeans war, dem bleibt nur der Weg nach oben.

Anderson hat sich gegen viele, scheinbar unüberwindbare Widerstände hinweggesetzt und insbesondere den Kritikern bei der NASA bewiesen, dass Weltraumflüge  unter "normalen Marktumständen" durchaus bezahlbar sind. Was uns besonders an Anderson gefällt: Er glaubt an seine Idee und setzt sie durch. Die schlichte Lehre: Jede Idee ist so gut wie die Leute, die etwas daraus machen.

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Space Adventures

>Forbes Magazine, "Space Cowboy"
>Mehr Quergedachtes: Alles, außer gewöhnlich & Different Thinking




Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING





Value Innovation – Entdecken Sie Innovationspotenzial jenseits eng gefasster Produktinnovationen, indem Sie systematisch die gesamte Kunden-Erfahrungskette und den damit zusammenhängenden Nutzen - vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung - nach Potenzialen für Neuerungen durchforsten (mehr).

Querdenk-Praxis: Home Depot – Krankenversicherung vom Baumarkt

"Wie wär’s mit einer Krankenversicherung?" Hört man diese Frage an einer Baumarktkasse, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist bei der Kassiererin eine Schraube locker – oder man befindet sich bei "Home Depot", Amerikas führender Baumarktkette. Mit der "Business Tool Box", einer Art Werkzeugkasten für Geschäftskunden, bietet der Baumarkt Zusatzleistungen, die weit über das traditionelle Sortiment hinausgehen.


Seit Januar 2006 können Handwerker in den USA bei Home Depot für sich und ihre Mitarbeiter günstige Krankenversicherungen abschließen. Home Depot lockt, dank geballter Einkaufsmacht, mit sehr günstigen Konditionen. Das wiederum macht die Sache für alle diejenigen attraktiv, die bis dato wegen der hohen Prämien nicht krankenversichert sind.



Nach diesem Prinzip offeriert Home Depot Geschäftskunden noch weitere Angebote wie z.B. Lohn- und Gehaltsabrechnung, Schulungen,  IT-Services und Dokumentenmanagement. Binnen eines Jahres nutzten schon über 12.000 Kunden die Business Tool Box.



Das Fortune Magazin wählte Home Depot letztes Jahr zum beliebtesten Fachhändler. Im Laufe dieses Jahres will das börsennotierte Unternehmen 415 Mio. Dollar allein in den neuen Geschäftsbereich investieren. Die machen ernst mit Value Innovation.


Querdenk-Chance

Baumärkte im deutschsprachigen Raum operieren nach dem Motto: "Wir bieten unseren Kunden den niedrigsten Preis." Home Depot sagt hingegen: "Wir wollen der bestmögliche Partner unserer Kunden sein." Achten Sie auf den Unterschied! Erstere liefern sich mit nahezu identischen Angeboten einen anstrengenden Preiswettbewerb, Home Depot hingegen schafft neue Werte. Und genau darum geht es.

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage: Home Depot
>Homepage: Business Tool Box
>Pressemitteilung zur Business Tool Box
>Mehr Beispiele zu "Value-Innovation"

>Mehr Quergedachtes: Alles, außer gewöhnlich & Different Thinking



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





ALLES, AUßER GEWÖHNLICH erobert die Bestseller-Listen im Sturm:

- Platz 1 auf der Bestsellerliste der Financial Times

- Platz 5 auf der Bestsellerliste des Handelsblatts

Empfehlung im Manager Magazin, Focus, BamS, EURO am Sonntag, etc.

"Unbedingt lesenswert!"
Bild am Sonntag

"Ganz unkonventionell halten die ManagementBerater der deutschen Wirtschaft den Spiegel vor."
EURO am Sonntag

"Bildreich und frech plädieren die Autoren dafür, anders zu denken und wieder Mut, Spaß und Leidenschaft in den Wirtschaftsalltag zu bringen."
Manager Magazin

ALLES, AUßER GEWÖHNLICH bekommen Sie bei Amazon.de oder in jeder Buchhandlung.






Der Wettbewerb wird immer härter - Konkurrenten kopieren gnadenlos jede gute Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den niedrigsten Preis bietet? Nein! Erfolgreiche Business-Querdenker hinterfragen branchenübliche Preismodelle und erfinden sie ganz neu (mehr).

Querdenk-Praxis: Kodak & OKI

Aufgeklärte Kunden wissen Bescheid: Druckertinte gehört zu den weltweit teuersten Flüssigkeiten, teurer als edler Wein oder gutes Parfüm. Die quersubventionierten Geräte bekommt man hinterher geschmissen – zur Kasse gebeten wird man dann in kleinen, schmerzhaften Dosen beim Nachkauf der Patronen. Tinte und Toner sind sprudelnde Einnahmequellen der großen Hersteller wie HP, Canon oder Lexmark. Beim Branchenführer HP trug Druckerzubehör im vergangenen Jahr mehr zum Umsatz bei als die Sparten PCs oder Notebooks, und etwa die Hälfte zum Gewinn von 8,1 Milliarden Dollar.

2007 wird "das Jahr, in dem das Rasierer-Klingen-Modell stirbt", so Charles LeCompte von Lyra Research in Massachusetts. Zwei Beispiele für gelungene Preis-DNA bringen nun Farbe ins Spiel:



Kodak
befindet sich derzeit in einem schmerzhaften Restrukturierungsprozess. Vom Einstieg ins Druckergeschäft erhofft sich das Unternehmen ähnlich konstante Cash Flows wie sie die Rollenfilme einst generierten. Wie ein falsch eingelegtes Dia stellt Kodak nun das branchenübliche Preismodell auf den Kopf: Die Drucker der EasyShare-Produktlinie kosten zwar etwa 50 Euro mehr als die Geräte der Konkurrenz, dafür ist die Tinte um bis zu 50 Prozent billiger. Um der Kundschaft diesen langfristigen Kostenvorteil im Unterhalt bieten zu können, setzt Kodak auf eine mit Hilfe der Nanotechnologie neuentwickelte Tinte, die sich besonders fein und deshalb sparsam auf dem Papier verteilt.



Mit der OKI Printer Flatrate ist man das lästige Nachbestellen beim Bürobedarf los. Zu einem monatlichen Fixbetrag werden Tinte und Toner bequem und binnen eines Werktags geliefert – ein echtes Alleinstellungsmerkmal am Markt. Ab einer monatlichen Flatrate von 25 Euro liefert OKI ausreichend Farbe für 500 Schwarzweiß- und 100 Farbdrucke. Je höher das Druckvolumen, desto geringer der Preis pro Seite. Bei den etwas teureren Tarifen der OKI Printer Flatrate Plus ist – man ahnt es – der Drucker inklusive.


Querdenk-Chance

Kodak und OKI brechen eine ungeschriebene Branchenregel: Kunden werden über niedrige Erstkosten angesprochen und das Geld wird dann über deren laufenden Ausgaben für die Druckertinte verdient. Doch dank des Vorstoßes von Kodak und Oki müssen sich nun auch die anderen Wettbewerber im Druckergeschäft Gedanken machen, wie sie diesen neuen Preismodellen begegnen können. Und was für das Druckergeschäft gilt, gilt auch für Sie: Welche Preismodelle werden in Ihrer Branche blind akzeptiert – und wie können Sie diese intelligent in Frage stellen?

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage OKI Flatrate
>Homepage Kodak EasyShare Printer
>WirtschaftsWoche: "Absurd teuer", 16.4.2007
> Mehr Beispiele zu "Preis-DNA"

>Mehr Quergedachtes: Alles, außer gewöhnlich & Different Thinking









Statt das Alte immer weiter zu perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker einen anderen Weg: Sie hinterfragen ungeschriebene Branchengesetze und brechen aus alten Mustern aus. Das Ergebnis: Die Erschließung neuer Wettbewerbs-Spielräume und ein Entkommen aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).


Querdenk-Praxis: Gerolsteiner Linée


Viele versprechen es, Gerolsteiner scheint es endlich erfunden zu haben: Ein Getränk, das nachweislich zum Abnehmen beiträgt. "Immer mehr Menschen kämpfen mit den Folgen ungesunder Ernährung", so Jörg Croseck, Sprecher der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG.  Das neue Produkt mit dem klingenden Namen 'Linée' "helfe dabei, Schwächephasen zwischen den Mahlzeiten zu überbrücken." Die drei fruchtig-herben Geschmackskombinationen Litschi-Limette, Mango-Grapefruit und Ananas-Zitronengras sollen heimliche Versuchungen vergessen machen.


Wie funktioniert Gerolsteiner Linée? Eine Kombination aus schnellen und langsamen Kohlenhydraten (Mono- und Polysaccharide) soll den Blutzuckerspiegel zwischen den Mahlzeiten stabilisieren. Die 19,8 kcal pro 100ml werden vom Körper zeitlich verteilt aufgenommen und füllen die so genannten "Hungerlöcher" aus.



Diese blutzuckerregulierende Wirkung wurde vom Westdeutschen Gesundheitszentrum in Düsseldorf bestätigt. Das ist entscheidend, denn mit der Health-Claims-Verordnung, die ab 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt (EU-Verordnung Nr. 1924/2006), müssen nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel wahr und belegbar sein. Fehlt der wissenschaftliche Nachweis, winkt ein Verbot. Verbraucher sollen so vor irreführenden Werbebotschaften geschützt werden.


Querdenk-Chance

Mit innovativen Produkten versucht Gerolsteiner, der Konkurrenz das Wasser abzugraben. Das scheint zu gelingen, denn der Nettoumsatz wuchs im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent – laut ACNielsen überproportional zum Rest der Branche. Das ist bemerkenswert, denn kaum eine anderer Markt ist so stark umkämpft und fragmentiert (siehe auch Beratungsletter Nr. 48).

Während die Konkurrenz also noch Wasser predigt, ist Gerolsteiner mit Linée schon einen Schritt weiter und setzt sich ernsthaft mit den Ursachen der modernen Zivilisationskrankheit Übergewicht auseinander. Auch wenn wir von Mineralwasser allein nicht satt und schon gar keine Supermodels werden – der Ansatz ist gut. Gerolsteiner Linée steht ab 1. Juni in den Regalen: 0,75 Liter zum Preis vom 1,29 Euro.

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Gerolsteiner
>Lebensmittel Praxis, "Andere Getränke-Kategorie", 6/2007
>Mehr Beispiele zu "Produkt-DNA"
>Mehr Quergedachtes: Alles, außer gewöhnlich & Different Thinking







Lippen sagen mehr als tausend Worte

Auch wenn der Wiener Life Ball längst vorbei ist – sollten Sie Menschen mit blau geschminkten Lippen begegnen: Sprechen Sie diese Frau oder diesen Mann besser nicht an. Denn im Versuchslabor von L’Oréal wird auf Geheiß von Vorstand Jean-Paul Agon gerade an einem Lippenstift experimentiert, dessen Farbe je nach Gemütslage wechselt: Von dunkelrot ("Zu Dir oder zu mir?"“) bis dunkelblau ("Besser, Du gehst jetzt").

Was aber bedeuten dann lila Lippen? Ein "vielleicht"? Oder "ist mir egal"? So billig kommt frau oder man(n) dann doch nicht davon. Billiger lügen wie gedruckt ohne Farbe zu bekennen lässt’s sich dann nur noch mit Kodak oder OKI (siehe oben).











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
 

 
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