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"Meine Aufgabe ist es, ein
Umfeld zu schaffen, in dem die Schauspieler über sich
hinauswachsen können. Ein Umfeld, in dem sie mehr sein können,
als sie sich jemals erträumt hätten."
Diese Aussage von Regisseur Robert Altmann, der 2006 den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhielt, klingt plausibel.
Einem erfolgreichen Hollywood-Regisseur wie Altmann oder einem
Trainer eines Top Fußballclubs wie Bayern München oder Real
Madrid ist schon lange klar: Erfolgreiche
Organisationen, die auf Top-Niveau agieren, müssen ein Umfeld
schaffen, das Talente anzieht und ihnen den Nährboden bietet,
ihr Potenzial optimal entfalten zu können.
So weit, so gut. Aber was für den Spitzensport, Top-Orchester
oder die Hollywood-Liga gilt, hat sich in der Business-Welt
noch nicht flächendeckend herumgesprochen: Die Marke ist nur
so gut wie das Talent, das dahinter steht. Doch wir sehen auch Lichtblicke: Unternehmen, die verstanden haben, dass sie
zu Talentmagneten werden müssen. So wie Ciba Vision, das
Unternehmen aus Grosswallstadt, das zum wiederholten Male zu
einem der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands und Europas
gewählt wurde. Neugierig geworden, wie das funktioniert?
Anschnallen, die Lautsprecher aufdrehen und los geht's. Hier
im
Querdenk-Cast.
Mit alles, außer gewöhnlichen Grüßen!
Anja Förster & Peter Kreuz


Business Querdenker – bewegen etwas. Oftmals gegen
Widerstände, gegen professionelle Schwarzmaler,
institutionalisierte Bedenkenträger und scheinbar
unverrückbare ökonomische und gesellschaftliche Wahrheiten.
Und sie sind stur: Sie glauben an ihre Idee und setzen sie
durch. Ihr Credo: Das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte.
Ferran Adrià – Kochkunst mit flüssigem Stickstoff
Er gilt als anspruchsvollster Koch der Welt – und speist,
trotzdem man ihn "Surrealist der Küche" nennt, doch ganz
weltlich: Bei der "documenta 12" in Kassel hat er es
vorgezogen, statt dem opulenten Eröffnungsbankett lieber die
Untiefen der regionalen Küche auszuloten: Bier und Frankfurter
Würstchen.

Und doch ist der Katalane der erste Koch, der nicht als
Küchenchef, sondern als Künstler zur documenta geladen wurde.
Eine Dependance seines Restaurants "elBulli" hat er auf der
documenta aber nicht eröffnet, denn seine Kochkünste "kann man
nicht ausstellen, nur genießen", so Adrià's konsequente
Begründung. Und diese Kunst funktioniert nur an der Costa
Brava, denn Licht, Luft, Gerüche und Materialien der Umgebung
müssen ein stimmiges Ganzes ergeben. Keine massentauglichen
Kompromisse. Stattdessen lud er täglich zwei Besucher der
documenta ins elBulli ein.

In seiner Laborküche in Barcelona analysiert er akribisch
Gemüse- und Obstsorten in jedem nur erdenklichen Zustand:
gedünstet, geeist, schockgefroren oder pulverisiert. Es ist
sein Spiel, Lebensmittel mithilfe von Geliermitteln,
Trockeneis oder Kohlensäure in neue Konsistenzen zu
transformieren. Dadurch entstehen ungewöhnliche Kombinationen,
deren Formen, Farben und Geschmäcker irritieren – und
faszinieren, zum Beispiel: Austernjoghurt. Oder Bonbons mit
Olivengeschmack.

Adrià bietet keine klassischen Menüs an, sondern
"Molekularküche" in bis zu 30 kleinen Gängen: Bei der
Zubereitung kommt Medizintechnik zur Anwendung und einzelne
Gänge werden sogar mit der Pipette serviert. Auch die
Inneneinrichtung seines Restaurants sowie das Licht- und
Klangdesign ist genauestens durchdacht. Der Aufwand, den der
Ästhet betreibt, ist so hoch, dass er pro Saison nur eine
Menüfolge für rund 175 Euro anbietet.
Querdenk-Chance
"Das Bewusstsein für mein Menü muss sich der Gast erarbeiten",
verlangt Ferran Adrià. "Denn meine Kreationen nähren nicht nur
den Körper, sondern auch den Geist." Der Mann gilt als
Wegbereiter der Molekularküche – und hat es damit geschafft,
sich von der großen Menge der Küchenmeister abzuheben. Während
andere noch Ingwer oder grünen Pfeffer predigen, hat Adrià in
seinem Labor bereits die Spielregeln seiner Branche
revolutioniert.
Haben Sie auch den Mut, die Regeln Ihrer Branche auf den Kopf
zu stellen?!
Quellen und weiterführende Informationen
>Ferran
Adrià bei Wikipedia
>Homepage
elBulli
>Die
Zeit: Ich habe einen Traum
>Mehr Beispiele von
Querdenkern
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING

Tegernsee. Wie wird man zu einem der besten Arbeitgeber
Deutschlands und Europas? Wie gelingt es, zum Talentmagneten
zu werden? Wir haben die Führungsspitze von CIBA Vision hierzu
bei einer Schiffsfahrt auf dem Tegernsee interviewt.

CIBA Vision gehört weltweit zu den führenden Anbietern von
Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegemitteln. Beim Wettbewerb
"Deutschlands beste Arbeitgeber" erreichte das Unternehmen den
4. Platz in der Gesamtwertung. Beim international anerkannten
Wettbewerb "Great Place to Work®" landete CIBA Vision auf
Platz 13.
Dauer: 7:48 Min.
Weitere Querdenk-Casts folgen in den nächsten Wochen; unter
anderem mit Berichten aus Moskau, New Delhi und der Schweiz.


Mit dem Status Quo zufrieden geben? Niemals! Und das gilt auch
für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie
den Blick über die existierende Nachfrage hinaus. Eine riesige
neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu
werden: Kunden, die bisher gar nicht die Leistungsangebote
Ihrer Branche gekauft haben
(mehr)!
Querdenk-Praxis: Cemex – Träume aus Zement
Für Zementproduzenten galt Mexiko lange als schwieriger Markt.
85 Prozent des Gesamtmarktvolumens wurde über den Einzelhandel
säckeweise verkauft – ein in jeder Hinsicht schleppendes
Geschäft. Zwar ist Zement ein billiger Baustoff und der Wunsch
nach solidem Wohnraum ist groß. Trotzdem wurde bislang kaum
gebaut. Warum?

Nun, mit erspartem Geld werden in Mexiko traditionell lieber
Dorffeste, Taufen, Quinceañeras (der 15. Geburtstag von
Mädchen) oder große Hochzeiten ausgerichtet. Das Gemeinwesen
geht den Mexikanern über alles – Eigenheimbau hingegen gilt als
egoistisch. Deshalb leben 20 Millionen Menschen in chronischer
Enge in dürftigsten Behausungen. Der Anbau eines zusätzlichen
Zimmers dauert nicht selten bis zu sieben Jahre.
Der Hersteller Cemex sah in dieser Zielgruppe einen
interessanten potentiellen Markt im Wert von rd. einer halben
Milliarde US-Dollar jährlich, der nur darauf wartet,
erschlossen zu werden. Vor einigen Jahren startete Cemex
deshalb die Kampagne "Patrimonio Hoy" (etwa "Vermögen heute")
und positionierte Zement als emotional aufgeladenes Produkt,
mit dem sich der Traum vom Wohnen realisieren lässt.
Um diesen Traum erschwinglich zu machen, bediente sich Cemex
mit den "Tandas" einer weiteren Tradition. Bei diesem
dörflichen Sparschema zahlen beispielsweise zehn Dorfbewohner
zehn Wochen lang 100 Peso wöchentlich ein. Per Auslosung
erhält jeder der Teilnehmer wieder 1.000 Peso zurück (rund 65
Euro). Rechnerisch ein Nullsummenspiel – Großanschaffungen
jedoch gelten damit nicht mehr als egoistisch.

Nach diesem Prinzip gründete Cemex Patrimonio-Hoy-Klubs, deren
"Gewinner" Geld statt Zement ausgeschüttet bekommen. Und damit
nicht genug. Cemex bietet darüber hinaus Mikrokredite, Kurse
zum richtigen Umgang mit dem Baustoff, stellt Fachberater zur
Seite und organisiert nach Bauende sogar Dorffeste –
Tradition neu gedacht!
Querdenk-Chance
Während alle anderen Zementhersteller die Feierlaune der
Dorfgemeinschaften als geschäftsruinierend verfluchten, sah
Cemex als einziger darin eine Chance. Mit dem cleveren
Aufgreifen von Traditionen hat Cemex einen riesigen Markt
verweigernder Nicht-Kunden erschlossen. Denn Geld – wenn auch
wenig – war bei der Bevölkerung stets vorhanden, es wurde nur
nicht zum Eigenheimbau verwandt.
Während die Konkurrenz weiter Zementsäcke anbietet, verkauft
Cemex Wohnträume – und wächst dank neu entdeckter Zielgruppe
um knapp 20 Prozent jährlich. Mehr als 150.000 Familien
nutzten bereits Patrimonio Hoy.
Jedes Problem einer Branche (z.B. die Kaufunlust eines
Kundensegmentes) ist auch immer eine Chance. Wo schauen Sie
gewohnheitsmäßig hin? Auf das Problem - oder auf die Chance?
Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage
Cemex
>Patrimonio
Hoy-Präsentation (PDF)
>Mehr Beispiele zu
Customer-Discovery
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Innovation ist kein Prozess, der hinter geschlossenen
Unternehmensmauern stattfinden muss. Statt alles selbst zu
erfinden, verfolgen Business-Querdenker die Idee der
Outside-Innovation: Unternehmensmauern werden geöffnet und
Kunden, Anwender, Zulieferer und externe Experten aktiv in die
Gestaltung und Entwicklung neuer Produkte integriert:
Outside-Innovation!
Querdenk-Chance: Weltraumkleidung aus dem Baumarkt
Auch eine High-Tech-Unternehmung wie die NASA kann nicht alles
selbst erfinden. Das gilt auch für die Ausstattung der
Astronauten für strapaziöse Außeneinsätze im Weltraum. Denn
trotz Schwerelosigkeit kann von leichtfüßigen
Weltraumspaziergängen nicht die Rede sein: Meteoriten und
Weltraumschrott können lebensgefährlich sein und die
stocksteifen Handschuhe sorgen nicht selten für Quetschungen.
Da sind innovative und vor allem schmerzlindernde Lösungen
gefragt!

Und die lässt die NASA immer häufiger "draußen" entwickeln,
von Partnerunternehmen und Zulieferern. Die Weltraumbehörde
hat erkennen müssen, dass sie Teil eines globalen Marktes und
eines knallharten Wettbewerbs um kluge Köpfe und kreative
Ideen ist.
Um bislang ungenutztes Know-how aufzuspüren, hat die NASA
einen mehrmals jährlich stattfindenden Erfinder-Wettbewerb ins
Leben gerufen, die "Centennial Challenges". Bastler und
Querdenker aus aller Welt sind zum Mitmachen in verschiedenen
Kategorien aufgerufen. Innovative Lösungen für
Weltraum-Missionen werden mit einem Preisgeld von 200.000
US-Dollar bedacht – ein Schnäppchen, verglichen mit den
herkömmlichen Forschungs- und Entwicklungskosten der NASA.

Der Gewinner der letztjährigen Centennial Challenges war
übrigens ein arbeitsloser Ingenieur: Mit allzu irdischen
Materialien aus dem Baumarkt entwickelte Peter Homer einen
außergewöhnlich flexiblen Handschuh, der in fast allen
Belangen geeigneter war, als das derzeit verwendete Modell.
Dieser Wettbewerb wurde ein ungeahnter Erfolg und ist ein
tolles Beispiel für gelungene Outside-Innovation!
Querdenk-Chance
Die
Milliarden vom Staat für die NASA sprudeln nicht mehr so
selbstverständlich und die Konkurrenz durch
private Anbieter macht vor, wie man effizient wirtschaftet.
Mit den Centennial Challenges hat sich die NASA nun nach außen
geöffnet und neue, ergiebige Quellen für anspruchsvolle
Innovationen erschlossen.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Ist die Entwicklung neuer
Leistungsangebote ein Privileg einer abgeschotteten Gruppe
oder nutzen Sie den Markt, den es dort draußen gibt? Wer
garantiert denn, dass ausgerechnet aus der 27. Etage Ihres
Büroturms in Wuppertal die besten Ideen kommen?
Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage
NASA
>Homepage
NASA Centennial Challenges
>Bericht über den Sieger Peter Homer
>Süddeutsche
Zeitung: Erfindung für Nasa-Astronauten
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


"Wir müssen mehr auf die Schiene verlagern", hört man dieser
Tage häufiger in den Nachrichten. Ein Nürnberger Wirt hat
diese Forderung längst verwirklicht. Neben dem Klassiker
"Essen auf Rädern" gibt es nun auch "Essen auf Schienen": Im
Nürnberger Lokal "Baggers" bestellt man als Kunde nicht mehr
bei einem Kellner, sondern vollautomatisch per Touchscreen –
zum Beispiel mundartgerechte "Zwa klane Bradwörschd mit
Kraut". Diese gleiten kurz darauf und äußerst elegant auf
einem ausgeklügelten Schienensystem zu Tisch. Futuristische
Erlebnisgastronomie in Aktion!

Ganz konsequent ist die Sache dann aber doch nicht zu Ende
gedacht: Dem Schienensystem fehlt nämlich ein Rückwärtsgang.
Und so rücken nach dem Essen doch noch leibhaftige Kellner an,
um die Tische abzuräumen. Wozu dann der ganze Aufwand? Können
die nicht auch das Essen servieren? Aber das wäre ja schade um
die schönen Schienen. Und auch langweiliger.



Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von
Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen
von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business
Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf
allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und
erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP,
Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen
>Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
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Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz
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