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Ausgabe 69
Oktober 2007



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"Meine Aufgabe ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Schauspieler über sich hinauswachsen können. Ein Umfeld, in dem sie mehr sein können, als sie sich jemals erträumt hätten."

Diese Aussage von Regisseur Robert Altmann, der 2006 den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhielt, klingt plausibel. Einem erfolgreichen Hollywood-Regisseur wie Altmann oder einem Trainer eines Top Fußballclubs wie Bayern München oder Real Madrid ist schon lange klar: Erfolgreiche Organisationen, die auf Top-Niveau agieren, müssen ein Umfeld schaffen, das Talente anzieht und ihnen den Nährboden bietet, ihr Potenzial optimal entfalten zu können.

So weit, so gut. Aber was für den Spitzensport, Top-Orchester oder die Hollywood-Liga gilt, hat sich in der Business-Welt noch nicht flächendeckend herumgesprochen: Die Marke ist nur so gut wie das Talent, das dahinter steht. Doch wir sehen auch Lichtblicke: Unternehmen, die verstanden haben, dass sie zu Talentmagneten werden müssen. So wie Ciba Vision, das Unternehmen aus Grosswallstadt, das zum wiederholten Male zu einem der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands und Europas gewählt wurde. Neugierig geworden, wie das funktioniert? Anschnallen, die Lautsprecher aufdrehen und los geht's. Hier im Querdenk-Cast.

Mit alles, außer gewöhnlichen Grüßen!
Anja Förster & Peter Kreuz









Business Querdenker – bewegen etwas. Oftmals gegen Widerstände, gegen professionelle Schwarzmaler, institutionalisierte Bedenkenträger und scheinbar unverrückbare ökonomische und gesellschaftliche Wahrheiten. Und sie sind stur: Sie glauben an ihre Idee und setzen sie durch. Ihr Credo: Das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte.

Ferran Adrià – Kochkunst mit flüssigem Stickstoff

Er gilt als anspruchsvollster Koch der Welt – und speist, trotzdem man ihn "Surrealist der Küche" nennt, doch ganz weltlich: Bei der "documenta 12" in Kassel hat er es vorgezogen, statt dem opulenten Eröffnungsbankett lieber die Untiefen der regionalen Küche auszuloten: Bier und Frankfurter Würstchen.



Und doch ist der Katalane der erste Koch, der nicht als Küchenchef, sondern als Künstler zur documenta geladen wurde. Eine Dependance seines Restaurants "elBulli" hat er auf der documenta aber nicht eröffnet, denn seine Kochkünste "kann man nicht ausstellen, nur genießen", so Adrià's konsequente Begründung. Und diese Kunst funktioniert nur an der Costa Brava, denn Licht, Luft, Gerüche und Materialien der Umgebung müssen ein stimmiges Ganzes ergeben. Keine massentauglichen Kompromisse. Stattdessen lud er täglich zwei Besucher der documenta ins elBulli ein.



In seiner Laborküche in Barcelona analysiert er akribisch Gemüse- und Obstsorten in jedem nur erdenklichen Zustand: gedünstet, geeist, schockgefroren oder pulverisiert. Es ist sein Spiel, Lebensmittel mithilfe von Geliermitteln, Trockeneis oder Kohlensäure in neue Konsistenzen zu transformieren. Dadurch entstehen ungewöhnliche Kombinationen, deren Formen, Farben und Geschmäcker irritieren – und faszinieren, zum Beispiel: Austernjoghurt. Oder Bonbons mit Olivengeschmack.



Adrià bietet keine klassischen Menüs an, sondern "Molekularküche" in bis zu 30 kleinen Gängen: Bei der Zubereitung kommt Medizintechnik zur Anwendung und einzelne Gänge werden sogar mit der Pipette serviert. Auch die Inneneinrichtung seines Restaurants sowie das Licht- und Klangdesign ist genauestens durchdacht. Der Aufwand, den der Ästhet betreibt, ist so hoch, dass er pro Saison nur eine Menüfolge für rund 175 Euro anbietet.


Querdenk-Chance

"Das Bewusstsein für mein Menü muss sich der Gast erarbeiten", verlangt Ferran Adrià. "Denn meine Kreationen nähren nicht nur den Körper, sondern auch den Geist." Der Mann gilt als Wegbereiter der Molekularküche – und hat es damit geschafft, sich von der großen Menge der Küchenmeister abzuheben. Während andere noch Ingwer oder grünen Pfeffer predigen, hat Adrià in seinem Labor bereits die Spielregeln seiner Branche revolutioniert.
Haben Sie auch den Mut, die Regeln Ihrer Branche auf den Kopf zu stellen?!

Quellen und weiterführende Informationen
>Ferran Adrià bei Wikipedia
>Homepage elBulli
>Die Zeit: Ich habe einen Traum
>Mehr Beispiele von Querdenkern
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING






Tegernsee. Wie wird man zu einem der besten Arbeitgeber Deutschlands und Europas? Wie gelingt es, zum Talentmagneten zu werden? Wir haben die Führungsspitze von CIBA Vision hierzu bei einer Schiffsfahrt auf dem Tegernsee interviewt.

 

CIBA Vision gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Kontaktlinsen und Kontaktlinsenpflegemitteln. Beim Wettbewerb "Deutschlands beste Arbeitgeber" erreichte das Unternehmen den 4. Platz in der Gesamtwertung. Beim international anerkannten Wettbewerb "Great Place to Work®" landete CIBA Vision auf Platz 13.

Dauer: 7:48 Min.

Weitere Querdenk-Casts folgen in den nächsten Wochen; unter anderem mit Berichten aus Moskau, New Delhi und der Schweiz.

Querdenk-Cast Fotos Video-Clips




Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz







Mit dem Status Quo zufrieden geben? Niemals! Und das gilt auch für die Frage: Wer sind eigentlich unsere Kunden? Richten Sie den Blick über die existierende Nachfrage hinaus. Eine riesige neue Zielgruppe wartet darauf, von Ihnen erschlossen zu werden: Kunden, die bisher gar nicht die Leistungsangebote Ihrer Branche gekauft haben (mehr)!

Querdenk-Praxis: Cemex – Träume aus Zement

Für Zementproduzenten galt Mexiko lange als schwieriger Markt. 85 Prozent des Gesamtmarktvolumens wurde über den Einzelhandel säckeweise verkauft – ein in jeder Hinsicht schleppendes Geschäft. Zwar ist Zement ein billiger Baustoff und der Wunsch nach solidem Wohnraum ist groß. Trotzdem wurde bislang kaum gebaut. Warum?


Nun, mit erspartem Geld werden in Mexiko traditionell lieber Dorffeste, Taufen, Quinceañeras (der 15. Geburtstag von Mädchen) oder große Hochzeiten ausgerichtet. Das Gemeinwesen geht den Mexikanern über alles – Eigenheimbau hingegen gilt als egoistisch. Deshalb leben 20 Millionen Menschen in chronischer Enge in dürftigsten Behausungen. Der Anbau eines zusätzlichen Zimmers dauert nicht selten bis zu sieben Jahre.

Der Hersteller Cemex sah in dieser Zielgruppe einen interessanten potentiellen Markt im Wert von rd. einer halben Milliarde US-Dollar jährlich, der nur darauf wartet, erschlossen zu werden. Vor einigen Jahren startete Cemex deshalb die Kampagne "Patrimonio Hoy" (etwa "Vermögen heute") und positionierte Zement als emotional aufgeladenes Produkt, mit dem sich der Traum vom Wohnen realisieren lässt.

Um diesen Traum erschwinglich zu machen, bediente sich Cemex mit den "Tandas" einer weiteren Tradition. Bei diesem dörflichen Sparschema zahlen beispielsweise zehn Dorfbewohner zehn Wochen lang 100 Peso wöchentlich ein. Per Auslosung erhält jeder der Teilnehmer wieder 1.000 Peso zurück (rund 65 Euro). Rechnerisch ein Nullsummenspiel – Großanschaffungen jedoch gelten damit nicht mehr als egoistisch.



Nach diesem Prinzip gründete Cemex Patrimonio-Hoy-Klubs, deren "Gewinner" Geld statt Zement ausgeschüttet bekommen. Und damit nicht genug. Cemex bietet darüber hinaus Mikrokredite, Kurse zum richtigen Umgang mit dem Baustoff, stellt Fachberater zur Seite und organisiert nach Bauende sogar Dorffeste – Tradition neu gedacht!


Querdenk-Chance

Während alle anderen Zementhersteller die Feierlaune der Dorfgemeinschaften als geschäftsruinierend verfluchten, sah Cemex als einziger darin eine Chance. Mit dem cleveren Aufgreifen von Traditionen hat Cemex einen riesigen Markt verweigernder Nicht-Kunden erschlossen. Denn Geld – wenn auch wenig – war bei der Bevölkerung stets vorhanden, es wurde nur nicht zum Eigenheimbau verwandt.

Während die Konkurrenz weiter Zementsäcke anbietet, verkauft Cemex Wohnträume – und wächst dank neu entdeckter Zielgruppe um knapp 20 Prozent jährlich. Mehr als 150.000 Familien nutzten bereits Patrimonio Hoy.

Jedes Problem einer Branche (z.B. die Kaufunlust eines Kundensegmentes) ist auch immer eine Chance. Wo schauen Sie gewohnheitsmäßig hin? Auf das Problem - oder auf die Chance?

Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage Cemex
>Patrimonio Hoy-Präsentation (PDF)
>Mehr Beispiele zu Customer-Discovery
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz






Innovation ist kein Prozess, der hinter geschlossenen Unternehmensmauern stattfinden muss. Statt alles selbst zu erfinden, verfolgen Business-Querdenker die Idee der Outside-Innovation: Unternehmensmauern werden geöffnet und Kunden, Anwender, Zulieferer und externe Experten aktiv in die Gestaltung und Entwicklung neuer Produkte integriert: Outside-Innovation!

Querdenk-Chance: Weltraumkleidung aus dem Baumarkt

Auch eine High-Tech-Unternehmung wie die NASA kann nicht alles selbst erfinden. Das gilt auch für die Ausstattung der Astronauten für strapaziöse Außeneinsätze im Weltraum. Denn trotz Schwerelosigkeit kann von leichtfüßigen Weltraumspaziergängen nicht die Rede sein: Meteoriten und Weltraumschrott können lebensgefährlich sein und die stocksteifen Handschuhe sorgen nicht selten für Quetschungen. Da sind innovative und vor allem schmerzlindernde Lösungen gefragt!



Und die lässt die NASA immer häufiger "draußen" entwickeln, von Partnerunternehmen und Zulieferern. Die Weltraumbehörde hat erkennen müssen, dass sie Teil eines globalen Marktes und eines knallharten Wettbewerbs um kluge Köpfe und kreative Ideen ist.

Um bislang ungenutztes Know-how aufzuspüren, hat die NASA einen mehrmals jährlich stattfindenden Erfinder-Wettbewerb ins Leben gerufen, die "Centennial Challenges". Bastler und Querdenker aus aller Welt sind zum Mitmachen in verschiedenen Kategorien aufgerufen. Innovative Lösungen für Weltraum-Missionen werden mit einem Preisgeld von 200.000 US-Dollar bedacht – ein Schnäppchen, verglichen mit den herkömmlichen Forschungs- und Entwicklungskosten der NASA.


Der Gewinner der letztjährigen Centennial Challenges war übrigens ein arbeitsloser Ingenieur: Mit allzu irdischen Materialien aus dem Baumarkt entwickelte Peter Homer einen außergewöhnlich flexiblen Handschuh, der in fast allen Belangen geeigneter war, als das derzeit verwendete Modell. Dieser Wettbewerb wurde ein ungeahnter Erfolg und ist ein tolles Beispiel für gelungene Outside-Innovation!


Querdenk-Chance

Die Milliarden vom Staat für die NASA sprudeln nicht mehr so selbstverständlich und die Konkurrenz durch private Anbieter macht vor, wie man effizient wirtschaftet. Mit den Centennial Challenges hat sich die NASA nun nach außen geöffnet und neue, ergiebige Quellen für anspruchsvolle Innovationen erschlossen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Ist die Entwicklung neuer Leistungsangebote ein Privileg einer abgeschotteten Gruppe oder nutzen Sie den Markt, den es dort draußen gibt? Wer garantiert denn, dass ausgerechnet aus der 27. Etage Ihres Büroturms in Wuppertal die besten Ideen kommen?   

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage NASA
>Homepage NASA Centennial Challenges
>Bericht über den Sieger Peter Homer
>Süddeutsche Zeitung: Erfindung für Nasa-Astronauten
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING





"Wir müssen mehr auf die Schiene verlagern", hört man dieser Tage häufiger in den Nachrichten. Ein Nürnberger Wirt hat diese Forderung längst verwirklicht. Neben dem Klassiker "Essen auf Rädern" gibt es nun auch "Essen auf Schienen": Im Nürnberger Lokal "Baggers" bestellt man als Kunde nicht mehr bei einem Kellner, sondern vollautomatisch per Touchscreen – zum Beispiel mundartgerechte "Zwa klane Bradwörschd mit Kraut". Diese gleiten kurz darauf und äußerst elegant auf einem ausgeklügelten Schienensystem zu Tisch. Futuristische Erlebnisgastronomie in Aktion!



Ganz konsequent ist die Sache dann aber doch nicht zu Ende gedacht: Dem Schienensystem fehlt nämlich ein Rückwärtsgang. Und so rücken nach dem Essen doch noch leibhaftige Kellner an, um die Tische abzuräumen. Wozu dann der ganze Aufwand? Können die nicht auch das Essen servieren? Aber das wäre ja schade um die schönen Schienen. Und auch langweiliger.












Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz
 

 
 
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