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Ausgabe 71
Dezember 2007

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Förster & Kreuz

 

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"Imitation is the sincerest form of flattery". An dieser Aussage ist was dran. Und trotzdem ärgert es uns, wenn wir - wie unlängst geschehen - draußen auf Wettbewerber treffen, die unsere Ideen und Inhalte bis ins kleinste Detail kopieren. Argghh!!

Okay, solche Leute gibt es in jeder Branche. Zu einem gewissen Grad ist das auch legitim – allerdings darf es nicht zur alles überlagernden Strategie werden. In gesättigten und müden Märkten, wie wir sie heute überall haben, lediglich zweitklassige Kopien von Ideen, Inhalten und Leistungsangeboten anzubieten, damit kommen Sie nicht sehr weit. Es mag helfen, im soliden Mittelmaß unterwegs zu sein, aber befähigt niemals für den Sprung an die Spitze.

Den Sprung an die Spitze schaffen Sie mit den Antworten auf Fragen wie: Was macht uns einmalig? Wie können wir jeden Tag aufs Neue daran arbeiten, einmalig zu sein? Und was ist unser alles, außer gewöhnlicher Wert für unsere Kunden? Von den Antworten auf diese Fragen hängt alles ab.
Über Menschen und Organisationen, die auf diese Fragen interessante Antworten gefunden haben, können Sie in diesem Beratungsletter lesen. Also: Don't imitate - innovate!

In diesem Sinne senden wir alles, außer gewöhnliche Grüße!

Anja Förster & Peter Kreuz

PS: Unseren Bestseller "Alles, außer gewöhnlich" gibt es jetzt auch als Hörbuch - für alle, die lieber hören als lesen.









Schott AG, Mainz. Der Vertrieb hat sein Ohr am Markt und weiß, was die Kunden umtreibt. Also die perfekte Ausgangslage für das Thema Innovation - sollte man meinen. Und dennoch ist es erstaunlich, wie wenige Unternehmen es hinkriegen, den Vertrieb als Innovationspartner in die Entwicklung neuer Leistungsangebote einzubinden. Schott hat die Bedeutung dieses Themas erkannt...

 

Dauer: 6:00 Min.


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Value Innovation – Entdecken Sie Innovationspotenzial jenseits eng gefasster Produktinnovationen, indem Sie systematisch die gesamte Kunden-Erfahrungskette und den damit zusammenhängenden Nutzen - vom Kauf über den Gebrauch bis hin zur Entsorgung - nach Potenzialen für Neuerungen durchforsten (mehr).

BLG Logistics – Vertiefte Wertschöpfung als Erfolgsmodell

Zwei Drahtseile überspannen ein Hafenbecken. Auf ihnen balanciert ein Unimog, sechs Meter über der braunen, kalten Wasserbrühe. Eine spannende "Wetten, dass...?"-Außenwette im Frühjahr 2007. Das sah gefährlicher aus, als es war. Falls das Fahrzeug von den dünnen Seilen abgerutscht wäre, hätte es an einem Sicherungskran des Bremer Unternehmens "BLG Logistics" gebaumelt.



Mit Autos kennt sich BLG Logistics aus. Deutsche Luxuskarossen werden von Bremerhaven nicht nur in alle Welt verschifft, sondern auch für die jeweiligen Märkte in den USA, in Asien und Nahost vorbereitet und für den Seetransport konserviert. Auch Fabrikate deutscher Hersteller wie BMW oder Mercedes, die in den USA produzieren, werden von BLG in Bremerhaven für den europäischen Markt vorbereitet. Sie werden auf Transportschäden kontrolliert und mit Sonderlackierungen oder -ausstattungen wie DVD-Anlagen, Navigationssystemen oder Glasdächern versehen.

Danach sorgt BLG per Binnenschiff, Bahn oder einer Flotte von 450 Autotransportern für den Weitertransport zu den mehr als 7.000 Händlern in ganz Europa. Mit Umschlag, Lagerung und technischer Aufbereitung von Fahrzeugen in Bremerhaven, Hamburg, Cuxhaven und einem Netz aus Inland-Terminals zwischen Nordsee und Gioia Tauro in Kalabrien wurde BLG Logistics zu Europas Nummer eins in Sachen Autologistik.



"Wachsen oder weichen", so die Parole von BLG-Vorstand Detthold Aden. Im vergangen Jahr stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 810 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um zehn Prozent auf 55 Millionen Euro. Von rund 4,6 Millionen betreuten Fahrzeugen wurden 415.000 aus- oder umgerüstet. Damit ist BLG Logistics – ganz nebenbei – auch Europas größte Autowerkstatt! Doch damit nicht genug: In Brasilien sorgt BLG für die reibungslose Werkslogistik bei Volkswagen, in Italien für Fiat. Und für Tchibo betreiben die Hanseaten Europas größtes Hochregallager.



Querdenk-Chance


BLG Logistics hat Wertschöpfung für seine Kunden neu definiert. Das Unternehmen ist nicht Abwickler von Transportaufträgen, sondern bietet vor- und nachgelagerte wertschöpfende Dienstleistungen rund um das große Thema Logistik an.

Was für die Branche der Logistikdienstleister gilt, lässt sich auch auf jede Branche übertragen. Die Frage lautet: Wie können wir uns mit klugen Ideen in die Wertschöpfung unserer Kunden einklinken, um ein möglichst umfassendes und breites Angebot als "one stop shopping" anzubieten? Value Innovation eben!


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage BLG Logistics
>"Lebenslang Logistik", Süddeutsche Zeitung vom 09.02.2007
>Mehr Beispiele von Value-Innovation
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Plan Anja's and Peter's new NEW book tour!
Anja Förster & Peter Kreuz are back on tour – this time with their new English book Different Thinking: Creative strategies for developing the innovative business.

From February 10th through April 10th, 2008, Anja and Peter will visit 10 companies, business clubs or conventions anywhere in the world to deliver a 60-minute keynote presentation on amazingly successful and unconventional organizations and what you can learn from them.

If you want them to speak at your event, just pick up the travel expenses and purchase at least 150 books for your attendees and one of them will be there. The tour dates are first-come, first-served. Once 10 dates are booked, they're gone. Since Anja and Peter speak separately, it's easy for them to be in two places at once.

If you're interested, please email their event scheduler, Petra Steurer:







Menschen in den neuen Mega-Märkten Brasilien, Indien und China sind die größte Zielgruppe der Welt - 4 Milliarden Menschen warten darauf, mit cleveren Ideen als Zielgruppe entdeckt zu werden. Doch die Erschließung dieser Märkte benötigt eine andere Vorgehensweise: Der bloße Export der heimischen Standard-Produkte mit denselben Methoden, die in den entwickelten Märkten angewendet werden, funktioniert meist nicht  (mehr).

Shoktidoi – Da ist für Danone mehr drin, als nur Joghurt

"Die Milch macht's." Mit diesem Slogan wirbt die heimische Milchwirtschaft für das wohl gesündeste Getränk überhaupt. Auch in China propagiert die Regierung massiv das Milchtrinken – mit neidischem Blick nach Japan. Dort ist der Pro-Kopf-Milchkonsum viermal höher – weshalb die Japaner auch größer und erfolgreicher seien...

Szenenwechsel. In Bangladesch brachte Danone im vergangenen Jahr den mit Nährstoffen angereicherten Joghurt "Shoktidoi" auf den Markt. Der an Vitaminen, Proteinen, Kalzium, Eisen, Zink und Jod reichhaltige Joghurt ist speziell für unterernährte Kinder gedacht. 80 Gramm Shoktidoi kosten umgerechnet nur 6 Cent, was sich angeblich sogar die Ärmsten der Armen leisten können.



Langfristig wird Danone von Shoktidoi aber massiv profitieren. Das Unternehmen erobert einen unterschätzten Massenmarkt, clever und vor allem sensibel: Shoktidoi wird von etwa 50 Menschen vor Ort mit regionalen Zutaten produziert. Um eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern, kooperiert Danone mit der Grameen Bank von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus (siehe Beratungsletter Nummer 58 und 61). Mit Mikrokrediten soll die Anschaffung von Kühen leistbar werden.



Vertrieben wird der Joghurt hauptsächlich von Frauen im Direkt-System, was etwa 1.600 Menschen im Umkreis von 30 Kilometern um die Fabrik ein regelmäßiges Einkommen sichert. 50 weitere Produktionsstätten will Danone in den kommenden zehn Jahren errichten. Auch soll das Konzept in andere Entwicklungsländer exportiert werden, vor allem nach Afrika. Muhammad Yunus: "Es ist ein Traum, an dessen Verwirklichung niemand geglaubt hat."




Querdenk-Chance


C.K. Prahalad bringt es in seinem lesenswerten Buch Der Reichtum der Dritten Welt auf den Punkt: Wenn wir aufhören, an die Armen als Opfer oder als Belastung zu denken und anfangen, sie als kreative Unternehmer und wertbewusste Verbraucher zu erkennen, erschließt sich eine ganz neue Welt an Möglichkeiten.

Auch wenn bei dieser Aussage alle Gutmenschen und Kapitalismushasser empört aufschreien mögen: Es gibt Geld in den Entwicklungsländern wie Bangladesch und ihre Märkte sind entwicklungsfähig. Allerdings sind unkonventionelle Ideen wichtig, um dieses Marktpotenzial zu erschließen - marginale Änderungen zu bestehenden westlichen Produkten sind nicht ausreichend. Also, wo ist Ihre Idee für die Erschließung dieser Märkte?

Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Danone
>Homepage Grameen Bank
>Beeindruckende Fotoserie der danone.communities
>Beschreibung des Konzepts (pdf)
>Mehr Beispiele von Low Income - High Potential
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Innovationen müssen nicht immer nur das Produkt oder die Dienstleistung betreffen. Auch die Art und Weise, wie – wo – und wann – Ihr Leistungsangebot den Kunden erreicht, kann nachhaltigen Kundenwert schaffen und Ihr Angebot einzigartig positionieren: Re-Channeling.

Megastudy – Vom Nachhilfelehrer zum Multimillionär

Wer ihn schafft, kommt in den "Himmel": Über eine halbe Million Schulabgänger unterzieht sich in Südkorea jährlich dem College Scholastic Ability Test (CSAT), ein knochenharter Einstufungstest für Universitätsanwärter. Das ganze Land steht an diesem Tag still. Auf den Straßen ist das Hupen verboten und sogar der Flugverkehr wird eingeschränkt.

Die besten Prüflinge schaffen es auf eine der drei Eliteuniversitäten: Seoul National University, Korea University oder Yonsei University, abgekürzt: "SKY". Doch das Aussiebeverfahren bestimmt nicht nur die Karriere. SKY-Absolventen sind auch bei der Job- oder Ehepartnersuche erste Wahl. Ehrgeizige Eltern stecken ihre Kinder deshalb in Nachhilfeschulen, so genannte "Hagwon", wo Wissenslücken gestopft werden – oftmals bis nach Mitternacht. Dafür fallen für die Eltern Kosten von ungerechnet bis zu 1.000 Euro pro Fach und Monat an. Ein gut 10-Milliarden-Euro-Markt, den sich knapp 30.000 Anbieter teilen.



Das meiste Geld mit der jungen Kundschaft macht jedoch der Anbieter "Megastudy", ein Pionier in Sachen Online-Unterricht. Schüler müssen nicht mehr stundenlange Anfahrten in Kauf nehmen, sondern können bequem von zu Hause aus lernen. Die professionellen und kurzweiligen Lehr-Videos lassen sich ganz einfach von der Website auf den PC oder das Handy herunterladen. Der Vorteil: Schüler können sich viel gezielter nur mit dem Schulstoff versorgen, den sie brauchen und die Inhalte so oft wiederholen bis sie sitzen. Das ist effektiver und spart Geld.



1,5 Millionen Schüler nutzen dieses Angebot bereits. Sie kaufen Lektionen für durchschnittlich 610 Euro pro Monat. Und das summiert sich. Mit den Einnahmen kann Megastudy-Gründer Son Joo-eun, selbst zuvor 14 Jahre lang als Nachhilfelehrer tätig, die besten und beliebtesten Lehrkräfte beschäftigen. Sie erhalten erfolgsabhängige 23 Prozent vom Umsatz ihrer Online-Kurse. Manche von ihnen werden wie Stars umjubelt und sind heute Millionäre!


Querdenk-Chance

Neue Vertriebswege für altbekannte Dienstleistungen - darin liegt der Erfolg von Son Joo-eun's Idee. Dazu hat er das Branchendogma (Nachhilfe funktioniert nur Face-to-Face) auf den Prüfstand gestellt und über neue, clevere und ungewöhnliche Absatzkanäle nachgedacht.

Und genau das ist die Frage: Gibt es auch in Ihrer Branche ein ungeschriebenes Gesetz, über welche Vertriebskanäle Ihr Leistungsangebot verkauft wird? Wenn JA, folgt Frage Nr. 2: Ist unsere Überzeugung in Punkto gewählte Vertriebswege tatsächlich allgemein gültig? Oder gibt es Gegenbeispiele? Wenn ja, was können wir von ihnen lernen? Die Antworten auf diese Fragen haben Signalwirkung, nämlich traditionelle Branchendogmen klug in Frage zu stellen – und zwar radikal.

Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage Megastudy
>BusinessWeek: "Where a teacher can make millions"
>Beispiel-Video des Online-Unterrichts (23:52 Minuten)
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING







Wer nicht lesen will, muss hören! Im August haben wir eine Woche im Tonstudio verbracht und unser Buch Alles, außer gewöhnlich eingelesen. Unser Fazit: So ein Tag im Tonstudio ist anstrengender als man glaubt. Um die Zahl der Nuschler, Versprecher und sonstigen Patzer zu reduzieren, haben wir versucht, das umzusetzen, was Jogi Löw auch immer von seinen Spielern fordert: "höchschte Konzentration. und höchschte Disziplin". Hier geht's zu einigen Fotos und hier direkt  zum Hörbuch...



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING





"Als was gehst Du denn im Fasching?" – "Als Cola-Automat."

Es soll ja Verrückte geben, da draußen. Will man ihnen nicht im Dunkeln begegnen und auch nicht darauf vertrauen, dass die Tricks aus dem Selbstverteidigungskurs tatsächlich funktionieren, hilft nur eines: sich unsichtbar zu machen. Oder man verkleidet sich, dank einer verqueren Erfindung aus Japan, als Coca-Cola-Automat.



Das funktioniert so: In Sekundenschnelle wird aus einer unscheinbaren Schürze eine quadratisch-praktische Automaten-Attrappe, die Schutz vor Verfolgern bieten soll. So verkleidet lässt es sich hinter der nächsten Straßenecke ganz lässig warten, bis die Gefahr vorüber ist. Und falls doch mal jemand Geld einwerfen sollte: auf der Flucht immer auch ein paar Dosen Cola dabei haben...











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
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