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Als unser Kater Spike in der vorletzten Woche eine Maus
ins Haus schleppte und diese Asyl unter der Küchenzeile suchte, war klar: Der
kleine Nager muss weg.
Unsere Online-Recherche ermittelte 21 infrage
kommende Mausefallen zu Preisen von 0,99 bis 24,99 Euro. Am Ende entschieden wir
uns für das billigste Angebot, das seinen Zweck inzwischen ohne nennenswerte
Zwischenfälle erfüllt hat.
Unser Mausefallenkauf zeigt: Kunden sind besonders dann für
Billigangebote empfänglich, wenn die Marktführer ihnen kein klares Gegenargument
liefern. Das gilt für Hersteller von Mausefallen ebenso wie für Fluggesellschaften, Energieversorger, KFZ-Versicherer,
etc. Das bedeutet: Wir brauchen Produkte, die sich klar abgrenzen und in ihrer
Art einzigartig sind.
Das schlimmste Schimpfwort: "Ganz okay". Das ist immer dann der Fall, wenn Sie
alles richtig machen. Wenn Ihr Produkt genau den Zweck erfüllt - aber eben nicht
mehr. Die
Welt ist voll davon. Sie brauchen sich nur umzusehen.
Aber es gibt sie doch - Unternehmen und Menschen, die Wellen auf der Wasseroberfläche
hinterlassen. Jane Harper von IBM ist so jemand - oder die Unternehmen Rentokil
und
Infra Fürth.
Mehr darüber in diesem Beratungsletter. Viel Spaß beim Lesen!
Alles, außer gewöhnliche Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz


Statt das Alte immer weiter zu perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker
einen anderen Weg: Sie hinterfragen ungeschriebene Branchengesetze und brechen
aus alten Mustern aus. Das Ergebnis: Die Erschließung neuer
Wettbewerbs-Spielräume und ein Entkommen aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).
Rentokil Mouse Radar – Kann man die Mausefalle
neu erfinden?
Die Hausmaus (Mus domesticus) wird
bis zu 9,5 cm groß, mit ebenso langem Schwanz. Ihre Nachkommen zählen 4–16 Junge
pro Wurf. Bei etwa 7–8 Würfen jährlich ergibt das eine Mäusepopulation von bis zu 128
kleinen Nagern.

Ein kleines Problem, das sich aber potenziert, wenn man es lässt. Für Abhilfe
sorgt das britische Unternehmen Rentokil, dessen Name seit 1925
Garant für die effektive Bekämpfung von Schädlingen aller Art ist. Und da der Feind
nicht schläft, sondern eher nachtaktiv ist, ist man auch bei Rentokil
hellwach und hat die Mausefalle neu erfunden: Der 'Mouse Radar' funktioniert nicht
mit Käse, sondern mit Kohlendioxid. Tappt eine Maus in die Radar-Box, wird dies
von druckempfindlichen Sensoren registriert, und die Box schließt sich. Eine
exakt bemessene Dosis Kohlendioxid wird freigesetzt und tötet den Nager schnell
und schmerzlos ohne umweltschädliche Toxine freizusetzen.
Auf Wunsch meldet der High-Tech-Apparat seinen Fang auch gleich per SMS oder
E-Mail. Das ist insbesondere für Großkunden gedacht, für die Rentokil computergesteuerte Systeme zur
Schädlingsprävention bereit hält: die 'Mouse Monitor Unit' oder 'PestNetOnline'.

Querdenk-Chance
Vielleicht wäre die Anschaffung einer
'Mouse Monitor Unit'
für unser kleines Problem mit dem Nager unter der Küchenzeile eine Nummer zu
groß gewesen - aber für Großkunden, etwa aus der Lebensmittelbranche, ist das
die perfekte Lösung.
Es gibt kein Produkt, das man nicht neu erfinden könnte. Das gilt auch für die
gute alte Mausefalle, die Rentokil in ein High-Tech-Produkt verwandelt hat. Sensoren, softwaregestütztes Monitoring
und Erstellung eines 'Audit-Trails' –
das sind nur einige Merkmale der Mausefalle für das 21. Jahrhundert.
Haben Sie vielleicht auch ein Produkt, das so aufregend ist wie eine Mausefalle?
Ein Produkt über das alle sagen, da könne man eben nichts machen? Glauben Sie
immer noch daran?
Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage
Rentokil Deutschland
>Direkt zum Mouse Radar
>"Hasta la vista, Babys!", Brand Eins Nr. 3, März 2008, Seite 18
>Mehr Beispiele von
Produkt-DNA
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING

Business Querdenker – bewegen etwas. Oftmals gegen
Widerstände, gegen professionelle Schwarzmaler,
institutionalisierte Bedenkenträger und scheinbar
unverrückbare ökonomische und gesellschaftliche Wahrheiten.
Und sie sind stur: Sie glauben an ihre Idee und setzen sie
durch. Ihr Credo: Das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte (mehr).
Jane Harper -
Talentscout der Spitzenklasse
"Viel zu viele Unternehmen verbringen viel zu viel Zeit damit, sich um ihre
mittelmäßigen Mitarbeiter zu kümmern. Sie sollten besser ihre Zeit investieren,
Top-Talente zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden" sagt John Sullivan,
einer der interessantesten Vordenker im Bereich Human Resources.

Das Aufspüren von Top-Talenten ist genau das, was sich Jane Harper auf die Fahnen
geschrieben hat. Sie ist 'Director of Internet
Technology and Operations' bei IBM und Direktorin des
'University Talent Program'.
Für sie es klar, dass IBM Top-Talente braucht, um auch morgen noch einen Spitzenplatz im globalen
Wettbewerb zu halten. Von dieser Idee getrieben, hob Harper gemeinsam mit
Kollegen ein ebenso ehrgeiziges wie geniales Praktikantenprogramm aus der
Taufe: IBM Extreme Blue - ein Programm, das alles andere ist als ein
gewöhnliches Studentenpraktikum:
IBM Extreme Blue: Start something big!
Standard Praktikum: Be a helping hand.
IBM Extreme Blue: Inkubator für
Top-Talente.
Standard Praktikum: Beschäftigung guter Studenten.
IBM Extreme Blue:
Herausfordernde Projekte mit gewaltigem Potential.
Standard Praktikum: Unterstützung täglich anfallenden Arbeit.
IBM Extreme Blue: Kalkulierte Risiken eingehen und die Grenzen des Möglichen
gezielt ausdehnen.
Standard Praktikum: Innerhalb klar definierter Grenzen einen guten Job
machen.
IBM Extreme Blue: An der Zukunft des Unternehmens arbeiten.
Standard Praktikum: Den Betrieb und die Arbeit kennen lernen.
IBM Extreme Blue: Mit Spitzentechnologie arbeiten, die gerade erst die
internen Entwicklungslabors verlassen hat.
Standard Praktikum: Mit dem arbeiten, was da ist.
IBM Extreme Blue: Das Unternehmen lernt von den Praktikanten.
Standard Praktikum: Die Praktikanten lernen vom Unternehmen.
Die klare Zielvorgabe für die 'Extreme Blue'-Teilnehmer lautet: Tun Sie etwas,
das die Grenzen dessen, was wir bisher als möglich angesehen haben, ausdehnt.
Ein ehrgeiziges Ziel? Keine Frage.

Querdenk-Chance
Jane Harper hat es verstanden: Unternehmen brauchen Top-Leute, die einen wachen
Verstand und einen interessanten Lebenslauf haben - und die ihre
Eigeninitiative, Kreativität und Leidenschaft jeden Tag mit zur Arbeit bringen.
Und diese Menschen wachsen nicht auf Bäumen, sondern müssen gezielt in das
Unternehmen geholt werden. Aber Vorsicht: Top-Talente arbeiten nicht für
Idioten. Wenn Sie die Qualität Ihres Talentpools erhöhen, müssen Sie auch die
Qualität Ihrer Führungsriege erhöhen.
Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage des Extreme Blue Programms
>Wikinomics:
IBM Embraces Net Generation
>Business Week: Talent and 'Humbition'
>Mehr Beispiele von
Business-Querdenkern
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Der Wettbewerb wird immer härter - Konkurrenten kopieren gnadenlos jede gute
Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den niedrigsten Preis
bietet? Nein! Erfolgreiche Business-Querdenker hinterfragen branchenübliche
Preismodelle und erfinden sie ganz neu (mehr).
InfraTherm – Energiespartechnik mit smartem Preismodell
Bis zu 40 Prozent an Brennstoffkosten mit der richtigen
Heizanlage einsparen? Das dürfte die Augen all jener Häuslebauer und -besitzer leuchten
lassen, deren Heizkosten im vergangenen Winter den Gegenwert des
Bruttosozialproduktes von Griechenland erreicht haben. Das einzige Problem:
Bevor die Heizkosten eingespart werden, gilt es erst einmal, die alte
Heinzanlage rauszuschmeißen und die Neue zu installieren. Und das kostest neben
Zeit und Nerven vor allem eines - Geld. Genau hier setzt das neue Angebot des Energieversorgers Infra Fürth
an.

Für einen monatlichen Pauschalbetrag ab 99 Euro übernimmt Infra Fürth die Investitionskosten, Planung und Montage der neuen Heizung.
Endet die 15-jährige Laufzeit, erwirbt man das
Eigentum an der Anlage.
Das so genannte Rundum-Sorglos-Paket beinhaltet neben der regelmäßigen Wartung auch einen
24-Stunden-Notfall-Service, Reparaturkosten und Ersatzteile.
Der springende Punkt: Da sich mit der neuen Heizung bis zu 40 Prozent der
Brennstoffkosten einsparen lassen, machen die Kunden spätestens dann ein
Geschäft, wenn die Anlage abbezahlt ist. Diese Preis-DNA ist unkompliziert und transparent. Der
Kunde zahlt neben der monatlichen Pauschale nur noch die Brennstoffkosten – und die sind
dank modernster Technologie deutlich niedriger als bei veralteten Anlagen.

Querdenk-Chance
Mit dem 'InfraTherm'-Kontrakt setzt der Fürther Energieversorger bei einem nur
allzu gut bekannten Kundenproblem an: den irre hohen Heizkosten. Und mit einem
cleveren Preismodell
bietet Infra Fürth
eine Lösung –
konkurrenzlos. Die Kunden bekommen neben energieeffizienter Wärme auch
viel sorgenfreie Zeit, in der sie sich nicht um lästige Rechnungen kümmern müssen.
Akzeptieren auch Sie ungefragt das Preissystem Ihrer Branche? Dann ist es
höchste Zeit, darüber mal nachzudenken...
Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage der Infra
Fürth GmbH
>Informationen zu InfraTherm
>"Eisige Hallen", Wirtschaftswoche Nr. 8 vom 18.02.2008, Seite 102
>Mehr Beispiele zu
Preis-DNA
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Ideen der Wettbewerber kopieren - das kann jeder. Clevere Querdenker blicken
über die konventionellen Grenzen des Wettbewerbs hinaus und suchen ganz gezielt
in vollkommen fremden Branchen nach Innovationsideen (mehr).
Ein Blubb, ein Klick – Woher kommt mein Iglo-Spinat?
Woher kommt eigentlich der Spinat auf dem Teller? Diese Frage lässt sich meist
nur vage beantworten – es sei denn, der Spinat kommt von Iglo. Der
Tiefkühlkosthersteller bietet auf der Homepage einen Service an, mit dem der Kunde die
Herkunft des Grüns ganz genau ermitteln kann.
Dieses 'Tracking', bei DHL auch 'Track & Trace' genannt, ist in
der Logistikbranche längst gang und gäbe. Kunden können
anhand einer individuellen Nummer im Internet nachverfolgen, wo sich ihre Sendung gerade
befindet.

Iglo hat diese Idee mit Hilfe des 360-Grad-Blicks übernommen. Auf der Homepage des
Unternehmens können Kunden die Herkunft ihres Spinats ermitteln. Tippt man den
Zahlencode von der Spinatpackung in ein Formular ein, erfährt man, welcher
Landwirt den Spinat auf welchem Feld angebaut hat.

Damit nicht genug. Man erfährt auch persönliches über die Vertragslandwirte: Ihr
Alter, Familienfotos und was sie sonst noch so anbauen. Man erfährt etwa, dass
sich der Hofstammbaum des Münsterländer Landwirts Claus Bernsmann bis ins 11.
Jahrhundert zurückverfolgen lässt und dass er gerne Milch trinkt: "Meine Frau
meint, ich bin schon fast eine Milchkuh!" – Aha.

Leider sind solch brisante Informationen wie diese selten – aber darum geht es
auch gar nicht. Iglo betreibt hier sehr cleveres Storytelling: Die Landwirte
wirken authentisch und vertrauenswürdig. Sie erzählen ihre Geschichte, berichten
darüber, was ihre Kinder so machen, etc. Das alles ist höchst
sympathisch. Wer könnte diesem Spinat widerstehen?
Querdenk-Chance
Verbraucher wollen wissen, wo ihre Lebensmittel
herkommen und fordern Transparenz von der Herstellung bis ins Verkaufsregal.
Iglo hat mit dem Spinat-Tracking ein veritables Differenzierungsmerkmal in der
Tiefkühlkostbranche geschaffen. Suchen auch Sie in anderen Branchen nach Ideen?
Was dort gängig ist, könnte in Ihrer Branche eine absolute Innovation sein!
Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage von Iglo
>Woher kommt Ihr Spinat?
>Zu den Iglo-Vertragslandwirten
>Mehr Beispiele von
360-Grad-Blick
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Energy Potato Chips – Von wegen Dickmacher
Chips als Dickmacher? So ein Quatsch. Der US-Amerikanische Hersteller Golden Flake Snack Foods, Inc. aus Alabama
hat die Antwort auf das
Dickmacher-Image von Kartoffelchips:
Energy Potato Chips, die
mit den Fitmachern Taurin, Koffein und Vitaminen angereichert sind. Ade Couch,
ahoi aktives Sportlerdasein!

Aber wirken die Chips tatsächlich kraftspendend? Zwar ist der Hersteller Sponsor
eines Football-Clubs, aber das muss nichts heißen. Immerhin prangte der
Whiskeyhersteller Jack Daniel's einst auf den Trikots des FC St. Pauli und
Eintracht Braunschweig warb für den Kräuterlikör Jägermeister. Nach wie vor gilt
bei Chips, Schnaps und Sport: Nur nicht übertreiben.



Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von
Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen
von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business
Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf
allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und
erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP,
Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen
>Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
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Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510
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Petra Steurer,
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Redaktion:
Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz
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