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Ausgabe 75
April 2008


Die Welt von
Förster & Kreuz




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Als unser Kater Spike in der vorletzten Woche eine Maus ins Haus schleppte und diese Asyl unter der Küchenzeile suchte, war klar: Der kleine Nager muss weg. 

Unsere Online-Recherche ermittelte 21 infrage kommende Mausefallen zu Preisen von 0,99 bis 24,99 Euro. Am Ende entschieden wir uns für das billigste Angebot, das seinen Zweck inzwischen ohne nennenswerte Zwischenfälle erfüllt hat.

Unser Mausefallenkauf zeigt: Kunden sind besonders dann für Billigangebote empfänglich, wenn die Marktführer ihnen kein klares Gegenargument liefern. Das gilt für Hersteller von Mausefallen ebenso wie für Fluggesellschaften,  Energieversorger, KFZ-Versicherer, etc. Das bedeutet: Wir brauchen Produkte, die sich klar abgrenzen und in ihrer Art einzigartig sind. 

Das schlimmste Schimpfwort: "Ganz okay".
Das ist immer dann der Fall, wenn Sie alles richtig machen. Wenn Ihr Produkt genau den Zweck erfüllt - aber eben nicht mehr. Die Welt ist voll davon. Sie brauchen sich nur umzusehen.

Aber es gibt sie doch - Unternehmen und Menschen, die Wellen auf der Wasseroberfläche hinterlassen. Jane Harper von IBM ist so jemand - oder die Unternehmen Rentokil und
Infra Fürth. Mehr darüber in diesem Beratungsletter. Viel Spaß beim Lesen!

Alles, außer gewöhnliche Grüße

Anja Förster & Peter Kreuz









Statt das Alte immer weiter zu perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker einen anderen Weg: Sie hinterfragen ungeschriebene Branchengesetze und brechen aus alten Mustern aus. Das Ergebnis: Die Erschließung neuer Wettbewerbs-Spielräume und ein Entkommen aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).

Rentokil Mouse Radar – Kann man die Mausefalle neu erfinden?

Die Hausmaus (Mus domesticus) wird bis zu 9,5 cm groß, mit ebenso langem Schwanz. Ihre Nachkommen zählen 4–16 Junge pro Wurf. Bei etwa 7–8 Würfen jährlich ergibt das eine Mäusepopulation von bis zu 128 kleinen Nagern.



Ein kleines Problem, das sich aber potenziert, wenn man es lässt. Für Abhilfe sorgt das britische Unternehmen Rentokil, dessen Name seit 1925 Garant für die effektive Bekämpfung von Schädlingen aller Art ist. Und da der Feind nicht schläft, sondern eher nachtaktiv ist, ist man auch bei Rentokil hellwach und hat die Mausefalle neu erfunden: Der 'Mouse Radar' funktioniert nicht mit Käse, sondern mit Kohlendioxid. Tappt eine Maus in die Radar-Box, wird dies von druckempfindlichen Sensoren registriert, und die Box schließt sich. Eine exakt bemessene Dosis Kohlendioxid wird freigesetzt und tötet den Nager schnell und schmerzlos ohne umweltschädliche Toxine freizusetzen.

Auf Wunsch meldet der High-Tech-Apparat seinen Fang auch gleich per SMS oder E-Mail. Das ist insbesondere für Großkunden gedacht, für die Rentokil computergesteuerte Systeme zur Schädlingsprävention bereit hält: die 'Mouse Monitor Unit' oder 'PestNetOnline'.



Querdenk-Chance

Vielleicht wäre die Anschaffung einer
'Mouse Monitor Unit' für unser kleines Problem mit dem Nager unter der Küchenzeile eine Nummer zu groß gewesen - aber für Großkunden, etwa aus der Lebensmittelbranche, ist das die perfekte Lösung.

Es gibt kein Produkt, das man nicht neu erfinden könnte. Das gilt auch für die gute alte Mausefalle, die Rentokil in ein High-Tech-Produkt verwandelt hat. Sensoren, softwaregestütztes Monitoring und Erstellung eines 'Audit-Trails' – das sind nur einige Merkmale der Mausefalle für das 21. Jahrhundert.

Haben Sie vielleicht auch ein Produkt, das so aufregend ist wie eine Mausefalle? Ein Produkt über das alle sagen, da könne man eben nichts machen? Glauben Sie immer noch daran?


Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage Rentokil Deutschland
>Direkt zum Mouse Radar
>"Hasta la vista, Babys!", Brand Eins Nr. 3, März 2008, Seite 18
>Mehr Beispiele von Produkt-DNA
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING






Business Querdenker – bewegen etwas. Oftmals gegen Widerstände, gegen professionelle Schwarzmaler, institutionalisierte Bedenkenträger und scheinbar unverrückbare ökonomische und gesellschaftliche Wahrheiten. Und sie sind stur: Sie glauben an ihre Idee und setzen sie durch. Ihr Credo: Das Unmögliche ist oft auch das Unversuchte (mehr).

Jane Harper - Talentscout der Spitzenklasse

"Viel zu viele Unternehmen verbringen viel zu viel Zeit damit, sich um ihre mittelmäßigen Mitarbeiter zu kümmern. Sie sollten besser ihre Zeit investieren, Top-Talente zu rekrutieren und an das Unternehmen zu binden" sagt John Sullivan, einer der interessantesten Vordenker im Bereich Human Resources.



Das Aufspüren von Top-Talenten ist genau das, was sich Jane Harper auf die Fahnen geschrieben hat. Sie ist 'Director of Internet Technology and Operations' bei IBM und Direktorin des 'University Talent Program'. Für sie es klar, dass IBM Top-Talente braucht, um auch morgen noch einen Spitzenplatz im globalen Wettbewerb zu halten. Von dieser Idee getrieben, hob Harper gemeinsam mit Kollegen ein ebenso ehrgeiziges wie geniales Praktikantenprogramm aus der Taufe: IBM Extreme Blue - ein Programm, das alles andere ist als ein gewöhnliches Studentenpraktikum:

IBM Extreme Blue:
Start something big!
Standard Praktikum:
Be a helping hand.

IBM Extreme Blue: Inkubator für Top-Talente.
Standard Praktikum: Beschäftigung guter Studenten.

IBM Extreme Blue: Herausfordernde Projekte mit gewaltigem Potential.
Standard Praktikum: Unterstützung täglich anfallenden Arbeit.

IBM Extreme Blue:
Kalkulierte Risiken eingehen und die Grenzen des Möglichen gezielt ausdehnen.
Standard Praktikum: Innerhalb klar definierter Grenzen einen guten Job machen.

IBM Extreme Blue: An der Zukunft des Unternehmens arbeiten.
Standard Praktikum:
Den Betrieb und die Arbeit kennen lernen.

IBM Extreme Blue:
Mit Spitzentechnologie arbeiten, die gerade erst die internen Entwicklungslabors verlassen hat.
Standard Praktikum: Mit dem arbeiten, was da ist.

IBM Extreme Blue:
Das Unternehmen lernt von den Praktikanten.
Standard Praktikum:
Die Praktikanten lernen vom Unternehmen.

Die klare Zielvorgabe für die 'Extreme Blue'-Teilnehmer lautet: Tun Sie etwas, das die Grenzen dessen, was wir bisher als möglich angesehen haben, ausdehnt. Ein ehrgeiziges Ziel? Keine Frage.



Querdenk-Chance


Jane Harper hat es verstanden: Unternehmen brauchen Top-Leute, die einen wachen Verstand und einen interessanten Lebenslauf haben - und die ihre Eigeninitiative, Kreativität und Leidenschaft jeden Tag mit zur Arbeit bringen. Und diese Menschen wachsen nicht auf Bäumen, sondern müssen gezielt in das Unternehmen geholt werden. Aber Vorsicht: Top-Talente arbeiten nicht für Idioten. Wenn Sie die Qualität Ihres Talentpools erhöhen, müssen Sie auch die Qualität Ihrer Führungsriege erhöhen.


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage des Extreme Blue Programms
>
Wikinomics: IBM Embraces Net Generation
>Business Week: Talent and 'Humbition'
>Mehr Beispiele von Business-Querdenkern
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Tourkalender von Anja Förster & Peter Kreuz





Der Wettbewerb wird immer härter - Konkurrenten kopieren gnadenlos jede gute Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den niedrigsten Preis bietet? Nein! Erfolgreiche Business-Querdenker hinterfragen branchenübliche Preismodelle und erfinden sie ganz neu (mehr).

InfraTherm – Energiespartechnik mit smartem Preismodell

Bis zu 40 Prozent an Brennstoffkosten mit der richtigen Heizanlage einsparen? Das dürfte die Augen all jener Häuslebauer und -besitzer leuchten lassen, deren Heizkosten im vergangenen Winter den Gegenwert des Bruttosozialproduktes von Griechenland erreicht haben. Das einzige Problem: Bevor die Heizkosten eingespart werden, gilt es erst einmal, die alte Heinzanlage rauszuschmeißen und die Neue zu installieren. Und das kostest neben Zeit und Nerven vor allem eines - Geld. Genau hier setzt das neue Angebot des Energieversorgers Infra Fürth an. 



Für einen monatlichen Pauschalbetrag ab 99 Euro übernimmt Infra Fürth die Investitionskosten, Planung und Montage der neuen Heizung.
Endet die 15-jährige Laufzeit, erwirbt man das Eigentum an der Anlage. Das so genannte Rundum-Sorglos-Paket beinhaltet neben der regelmäßigen Wartung auch einen 24-Stunden-Notfall-Service, Reparaturkosten und Ersatzteile.

Der springende Punkt: Da sich mit der neuen Heizung bis zu 40 Prozent der Brennstoffkosten einsparen lassen, machen die Kunden spätestens dann ein Geschäft, wenn die Anlage abbezahlt ist. Diese Preis-DNA ist unkompliziert und transparent. Der Kunde zahlt neben der monatlichen Pauschale nur noch die Brennstoffkosten – und die sind dank modernster Technologie deutlich niedriger als bei veralteten Anlagen.




Querdenk-Chance

Mit dem 'InfraTherm'-Kontrakt setzt der Fürther Energieversorger bei einem nur allzu gut bekannten Kundenproblem an: den irre hohen Heizkosten. Und mit einem cleveren Preismodell
bietet Infra Fürth eine Lösung – konkurrenzlos. Die Kunden bekommen neben energieeffizienter Wärme auch viel sorgenfreie Zeit, in der sie sich nicht um lästige Rechnungen kümmern müssen.

Akzeptieren auch Sie ungefragt das Preissystem Ihrer Branche? Dann ist es höchste Zeit, darüber mal nachzudenken...



Quellen und weiterführende Informationen
>Homepage der Infra Fürth GmbH
>Informationen zu InfraTherm
>"Eisige Hallen", Wirtschaftswoche Nr. 8 vom 18.02.2008, Seite 102
>Mehr Beispiele zu Preis-DNA
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Vorträge von Anja Förster & Peter Kreuz





Ideen der Wettbewerber kopieren - das kann jeder. Clevere Querdenker blicken über die konventionellen Grenzen des Wettbewerbs hinaus und suchen ganz gezielt in vollkommen fremden Branchen nach Innovationsideen (mehr).

Ein Blubb, ein Klick – Woher kommt mein Iglo-Spinat?

Woher kommt eigentlich der Spinat auf dem Teller? Diese Frage lässt sich meist nur vage beantworten – es sei denn, der Spinat kommt von Iglo. Der
Tiefkühlkosthersteller bietet auf der Homepage einen Service an, mit dem der Kunde die Herkunft des Grüns ganz genau ermitteln kann.

Dieses 'Tracking', bei DHL auch 'Track & Trace' genannt, ist in der Logistikbranche längst gang und gäbe. Kunden können anhand einer individuellen Nummer im Internet nachverfolgen, wo sich ihre Sendung gerade befindet.



Iglo hat diese Idee mit Hilfe des 360-Grad-Blicks übernommen. Auf der Homepage des Unternehmens können Kunden die Herkunft ihres Spinats ermitteln. Tippt man den Zahlencode von der Spinatpackung in ein Formular ein, erfährt man, welcher Landwirt den Spinat auf welchem Feld angebaut hat.



Damit nicht genug. Man erfährt auch persönliches über die Vertragslandwirte: Ihr Alter, Familienfotos und was sie sonst noch so anbauen. Man erfährt etwa, dass sich der Hofstammbaum des Münsterländer Landwirts Claus Bernsmann bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen lässt und dass er gerne Milch trinkt: "Meine Frau meint, ich bin schon fast eine Milchkuh!" – Aha.



Leider sind solch brisante Informationen wie diese selten – aber darum geht es auch gar nicht. Iglo betreibt hier sehr cleveres Storytelling: Die Landwirte wirken authentisch und vertrauenswürdig. Sie erzählen ihre Geschichte, berichten darüber, was ihre Kinder so machen, etc. Das alles ist höchst sympathisch. Wer könnte diesem Spinat widerstehen?

Querdenk-Chance

Verbraucher wollen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und fordern Transparenz von der Herstellung bis ins Verkaufsregal. Iglo hat mit dem Spinat-Tracking ein veritables Differenzierungsmerkmal in der Tiefkühlkostbranche geschaffen. Suchen auch Sie in anderen Branchen nach Ideen? Was dort gängig ist, könnte in Ihrer Branche eine absolute Innovation sein!


Quellen und weiterführende Informationen

>Homepage von Iglo
>Woher kommt Ihr Spinat?
>Zu den Iglo-Vertragslandwirten
>Mehr Beispiele von 360-Grad-Blick
>Mehr Quergedachtes: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH & DIFFERENT THINKING



Bestseller von Anja Förster & Peter Kreuz: ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH und DIFFERENT THINKING





Energy Potato Chips – Von wegen Dickmacher

Chips als Dickmacher? So ein Quatsch. Der US-Amerikanische Hersteller Golden Flake Snack Foods, Inc. aus Alabama hat die Antwort auf das Dickmacher-Image von Kartoffelchips: Energy Potato Chips, die mit den Fitmachern Taurin, Koffein und Vitaminen angereichert sind. Ade Couch, ahoi aktives Sportlerdasein!



Aber wirken die Chips tatsächlich kraftspendend? Zwar ist der Hersteller Sponsor eines Football-Clubs, aber das muss nichts heißen. Immerhin prangte der Whiskeyhersteller Jack Daniel's einst auf den Trikots des FC St. Pauli und Eintracht Braunschweig warb für den Kräuterlikör Jägermeister. Nach wie vor gilt bei Chips, Schnaps und Sport: Nur nicht übertreiben.











Die Business-Querdenker und Financial Times Bestsellerautoren Anja Förster und Dr. Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.

            
     

Ihr Labor für Business Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den Menschen, die dahinter stehen.

Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;


Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In Vorträgen
        >Förster & Kreuz: In Büchern
>Förster & Kreuz: In Person          
 >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast

 


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Impressum & Kontakt

Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510

c/o NO LIMIT· PR und Marketing Steurer, Petra Steurer, Rosenstrasse 12; 9430 St. Margrethen; Schweiz; T +41 (0)71 744 65 22, F +41 (0)71 740 09 26,


Kontakt: Kontaktdaten bei Anfragen für Vorträge, Workshops oder Beratungsprojekte sowie für Interviews oder Presseartikel finden Sie hier.

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Pictures: www.de.rentokil.com/de; www.iglo.de; www.infra-fuerth.de; www.nrgsnax.com; www.ibm.com
 
Redaktion: Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz

 
 
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