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Wir sind große Fans der "Einfach-mal-die-Klappe-halten"-Methode. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Die Klappe halten, den eigenen
Kunden zuhören - den Mitarbeitern natürlich auch - und versuchen,
herauszufinden, was sie bewegt, welche Ideen und Wünsche sie haben. Wie das bei einer Bank
funktioniert und wie der amerikanische Computerhersteller Dell genau dieses
Prinzip zum eigenen Vorteil nutzt, können Sie in diesem Beratungsletter
lesen.
Frank Bettger, der in den 50er Jahren einer der erfolgreichsten
Versicherungsverkäufer Amerikas war, drückte es so aus: "Wir könnten viel
gewinnen, wenn wir jeden Morgen Gott bitten würden: Hilf mir, dass ich den Mund
halte, bis ich alles Nötige erfahren habe!"
In diesem Sinne
Alles, außer gewöhnliche Grüße
Anja Förster & Peter Kreuz


Sophia Antipolis, Frankreich:
Begleiten Sie uns ins europäische Silicon Valley, wo Hightech-Unternehmen wie SAP,
Accenture oder BMW neue Produkte bis zur Serienreife entwickeln. Was uns
besonders beeindruckt hat: die einzigartige Mischung aus Wissenschaftszentrum
und Business-Park, die hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter aus
unterschiedlichen Ländern und das äußerst angenehme Arbeitsumfeld mit Sonne, Meer
und Urlaubsfeeling.

Dauer: 4:34 Min.
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Tourbilder

Ideen der Wettbewerber kopieren - das kann jeder. Clevere Querdenker blicken
über die konventionellen Grenzen des Wettbewerbs hinaus und suchen ganz gezielt
in vollkommen fremden Branchen nach cleveren Ideen (mehr).
Ubisoft Entertainment – Cleveres Vermarkten von Videospielen
Kaum ist der neue Zeichentrickfilm über den kugelrunden und von Natur aus
antriebsschwachen Pandabären Po in den Kinos angelaufen, ist auch schon die
Merchandising-Maschinerie in vollem Gang: Bücher, Plüschfiguren, Tassen, T-Shirts,
Bettwäsche und vor allem Videospiele.
Wir haben zwar noch keine
Kung-Fu-Panda-Platzdeckchen angeschafft und daddeln auch noch nicht mit dem
zugehörigen Pandabären-Videospiel. Aber es werden sich genügend Käufer für
diese Produkte finden, die mit ihrem Kauf auch einen Großteil der
Produktionskosten des Films refinanzieren.
Aber:
Die Hackordnung bei der Verwertung von Kinofilmen gilt nicht mehr. Manche Videospiele für PC oder
Spielkonsole machen bereits mehr Umsatz als aufwändige Blockbuster. Die Graphik
der Spiele ist Trickfilmen längst ebenbürtig, auch die Produktionskosten sind es.
Der amerikanische Videospiel-Hersteller Take Two Interactive etwa landete mit
dem Spiel "Grand Theft Auto IV" jüngst einen Megaseller, der bei Jugendlichen
auf Anhieb die Bekanntheit von Coca Cola erreichte und in den ersten Wochen über
500 Mio. US-Dollar einspielte. Kaum ein Kinofilm hat das je geschafft.

Ubisoft Entertainment, ein führender Produzent von interaktiven Spielen ("Die
Siedler") dreht die klassische Verwertungsrichtung daher komplett um: "Anstatt
ein ergänzendes Produkt zu sein, werden wir künftig im Mittelpunkt stehen",
kündigt Ubisoft-Chef Yves Guillemot an.
Die Strategie des französischen Konzerns ist klar: Ubisoft will künftig selbst
die Einkommensquellen erschließen, die bisher von Filmstudios erschlossen
wurden. Im Mittelpunkt steht fortan das Videospiel. Bücher, Filme und TV-Serien
werden um die Spiele herum konzipiert. Nicht mehr andersherum!

Der Erfolg dieser Strategie ist schon jetzt absehbar: Der Nettogewinn von
Ubisoft schoss im vergangenen Jahr auf knapp 110 Mio. Euro. Das Entwickler-Team
soll von rund 60 Angestellten bis 2013 auf 500 Mitarbeiter anwachsen.
Querdenk-Chance
Wir meinen:
Ubisoft ist clever, denn das Unternehmen hat verstanden, dass es nicht darum
geht, so viele Merchandising-Produkte wie möglich zu
entwickeln.
Der springende Punkt ist vielmehr, alle Bestandteile und
Kräfteverhältnisse der
branchenüblichen Wertschöpfungskette immer wieder zu hinterfragen – und sich
dann selbst gegebenenfalls vollkommen neu zu positionieren.
Der Spieleproduzent Ubisoft hat mit dem 360-Grad-Blick von der Filmindustrie gelernt
und das eigene Produkt von
der Peripherie in den Mittelpunkt gerückt!
Quellen und weiterführende Informationen
>"Ende der Bescheidenheit", Financial Times Deutschland, 02.06.2008
>Homepage Ubisoft
Entertainment
>Homepage Grand Theft
Auto IV (GTA IV) von
Take Two
Interactive
>Mehr Beispiele zum
360-Grad-Blick
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Innovation ist kein Prozess, der hinter geschlossenen
Unternehmensmauern stattfinden muss. Statt alles selbst zu
erfinden, verfolgen Business-Querdenker die Idee der
Outside-Innovation: Unternehmensmauern werden geöffnet und
Kunden, Anwender, Zulieferer und externe Experten aktiv in die
Gestaltung und Entwicklung neuer Produkte integriert:
Outside-Innovation!
Dell Idea Storm – Ideen von Kunden herzlich willkommen!
Wie Sie wissen, sind wir
große Fans der "Einfach-mal-die-Klappe-halten"-Methode. Genau das macht übrigens
auch der US-Computerhersteller
Dell. Er sucht aktiv das Feedback und den Ideenreichtum seiner Kunden, um die eigenen Produkte sukzessive zu verbessern.
Um die Vorschläge zu bündeln, hat Dell im Internet die interaktive Plattform "Dell Idea Storm" eingerichtet. Dort können Nutzer ganz unkompliziert Ideen für neue
Produkte und Services vorschlagen. Sie können auch Ideen von anderen Nutzern
kommentieren und deren Ideen "promoten" (positiv bewerten) oder "demoten"
(negativ bewerten).

Durch die Zählung von positiven und negativen Bewertungen schwimmen gute Ideen
auf und sind in der Kategorie "Popular Ideas" gesondert abrufbar. Dell gibt auch
Feedback, welche Ideen bereits aufgegriffen wurden bzw. in nächster Zeit
berücksichtigt werden. Diese Rückkoppelung ist enorm wichtig und zudem vertrauensbildend.
Konkrete Kritik entfacht sich zum Beispiel bei vorinstallierter Software, mit
der die Computer vollgeladen seien, auf die Nutzer aber gerne verzichten würden
("Bitte kein AOL!"). Auch wünschen sich viele Open-Source-Software wie Linux,
statt ein fixes Microsoft-Betriebssystem samt Internet Explorer und Media Player.

Dell Idea Storm ist eine simple – aber gut umgesetzte – Lösung, um Kunden und
Interessierte in die stetige Verbesserung des Angebots einzubinden. Über 9.000
Ideen und konstruktive Kritiken hat das interaktive Forum bereits generiert.
Darunter mögen zwar wenig bahnbrechende Innovationen sein, aber doch eine ganze
Menge an Dingen, die Dell aufgreifen und verbessern kann.

Querdenk-Chance
Billiger und besser kann man wohl kaum wertvolle Inputs von Kunden erhalten. Ob derbe Kritik
oder konstruktive Konzepte – ein offener Dialog mit den Kunden ist extrem
wichtig.
Aber um diesen Dialog in Gang zu bringen und vom Input der Menschen zu
profitieren, muss der Dialog vom Unternehmen clever gesteuert werden - und dafür
ist
Dell nach unserer Einschätzung ein sehr gelungenes Beispiel. Eine allgemeine
Aufforderung nach dem Motto "Tippen Sie Ihre Kritik oder Ihre Anregungen in
dieses graue Kästchen" ist NICHT ausreichend.
Und noch etwas: Die Aufforderung zum Feedback bedeutet natürlich nicht, dass Sie jede
Anregung sklavisch genau, entsprechend der Wünsche der Kunden umsetzen müssen.
Aber es wäre unklug, auf diesen Input von vornherein zu verzichten und gar nicht
danach zu fragen.
Quellen und weiterführende Informationen
>"Die Masse macht's", Brand Eins, 09/07 (pdf)
>Homepage von Dell
>Direkt zum Dell Idea
Storm
>Mehr
Beispiele zu Outside Innovation
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Guter Service, Lächeltraining
für die Mitarbeiter und eine blitzblanke Verkaufsstätte. Das
ist alles wichtig, aber nicht mehr als die Eintrittskarte,
die zum Mitspielen im globalen Wettbewerb berechtigt. Erfolgreiche
Business-Querdenker spannen den Bogen sehr viel weiter: Sie
brechen mit Konventionen ihrer Branche und entwickeln coole
neue Service-Angebote, die aufhorchen lassen, begeistern und ein temporäres Monopol im Markt
schaffen (mehr).
Servicedesign bei der Bank of America – "Keep the Change"
Was tun mit den vielen Münzen, die man als Wechselgeld zurückbekommt und die
sich im eigenen Portemonnaie sammeln und es irgendwann zum Bersten bringen?
Unsere Lösung: Es mit gleicher Münze heimzahlen - und das funktioniert so:
Stehen Sie beim nächsten Supermarktbesuch an der Kasse, murmeln Sie einfach mit
lässiger Selbstverständlichkeit: "Moment, ich hab's passend." Dann beginnen Sie
damit, die Cent-Stücke aus ihrer Geldbörse vorzuzählen. Ein Tipp von uns: Echte
Profis stürzen gleich das ganze Kleingeld auf das Kassenband und bitten den
Kassierer, sich doch den passenden Betrag rauszusuchen.
OK, wir geben es zu: Diesen Trick haben wir noch nicht ausprobiert. Dafür
sammeln wir unser Kleingeld in einer alten Milchkaffeetasse... Aber wäre es
nicht schön, wenn eine Bank hierfür eine innovative Lösung hätte, die vielleicht
auch noch zum Sparen anregt?

Die Bank of America hat genau dieses Problem als Chance begriffen. Um eine
innovative Lösung zu erarbeiten, wurde zunächst ein interdisziplinäres Team der US-Designagentur Ideo
beauftragt, das Sparverhalten von amerikanischen Haushalten in Erfahrung zu bringen. Das Team
bestand aus Anthropologen, Psychologen und Soziologen. Sie beobachteten die
Menschen beim Einkauf und bei der Hausarbeit.
Banaler Befund: "Uns fiel auf, dass viele Menschen gern Geld sparen würden, aber
Schwierigkeiten hatten, diese Absicht umzusetzen." Die Servicedesigner von Ideo
konzipierten ein radikal einfaches Finanzprodukt für die ratlose Zielgruppe: "Keep
the Change" – "Behalte das Wechselgeld". Und das funktioniert so:
Bezahlen Kunden der Bank of America beim Einkaufen mit der Bankkarte, rundet die
Bank den Betrag bis zur nächsten geraden Summe auf. Die Differenz wird
automatisch auf ein Sparkonto überwiesen. Simpler geht Sparen nicht!
Und damit das Ganze noch interessanter wird, bezuschusst die Bank das Sparen,
indem sie den gesparten Betrag nach den ersten drei Monaten verdoppelt und am
Jahresende noch einmal 5 Prozent dazu gibt. Diese Geschenke sind allerdings auf
250 Dollar im Jahr begrenzt.

"Keep the Change" ist ein riesiger Erfolg: Nach einem knappen Jahr
nutzten bereits 2,5 Millionen Kunden das Serviceangebot. Außerdem wurden 700.000
neue Bankkonten und eine Million Sparbücher angelegt.
Querdenk-Chance
Entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung von Ideen wie "Keep the Change" ist die Herangehensweise
eines interdisziplinären Teams aus
Bankern, Designern, Soziologen und Psychologen.
"Im Gegensatz zur rein technischen Innovation geht es um Einfühlungsvermögen und
Vorstellungskraft", so Ideo-Chef Tim Brown.
Die Lösung, die dabei entwickelt wurde, finden wir ebenso so einfach wie genial.
Aber genau das ist es: Bitte nicht noch mehr Broschüren mit Spartipps drucken,
sondern ungewöhnliche Lösungen entwickeln, die dem Kunden Spaß machen und einen
echten Wert liefern.
Quellen und weiterführende Informationen
>"Unternehmen entdecken das Servicedesign", Wirtschaftswoche, 07.05.2008
>"Vorstände müssen 'denken wie ein Designer'", Wirtschaftswoche, 30.09.2006
>Sparprogramm "Keep
the Change" der
Bank of
America
>Homepage Ideo
>Mehr Beispiele zu 5-Star-Service
>Mehr Quergedachtes:
ALLES, AUSSER GEWÖHNLICH &
DIFFERENT THINKING


Camiseta que suda – Das selbstschwitzende Trikot
Just zur EM kursierte ein innovativer Trikot-Prototyp
im Internet, der es den Fußballfans erlaubt, mit ihren Fußballidolen nicht nur
mitzufiebern, sondern auch vom heimischen Sofa aus mitzuschwitzen.
Das selbstschwitzende Hightech-Trikot (Camiseta
que suda) von der Tüftlerin Mariana Rivera hat eingearbeitete Mikrosensoren,
die auf die Lautstärke der Fernsehübertragung reagieren. Steigt der Pegel –
üblicherweise bei spannenden Spielszenen –, befeuchten kleine Wasserpumpen die
Achselregion. Der Spieler schwitzt auf dem Rasen, der Fan schwitzt vor dem
Fernseher. Das ist Identifikation pur!




Die Business-Querdenker und Bestsellerautoren
Anja Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von
Wirtschaftsvordenkern: Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus Denkschablonen, das Ablegen
von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business
Querdenken ist die weltweit einzige Organisation, die auf
allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und
erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP,
Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen
>Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person >Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
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Verantwortlich für den Inhalt:
FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510
c/o NO LIMIT· PR und Marketing Steurer,
Petra Steurer,
Rosenstrasse 12; 9430 St. Margrethen; Schweiz; T +41 (0)71 744 65 22,
F +41 (0)71 740 09 26,

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Redaktion:
Anja Förster, Simone Holstein, Moritz Jäger, Peter Kreuz
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