|
Homepage |
Über uns |
Archiv |
Beratungsletter abonnieren|
Abmelden|
Impressum
Vor
zwei Wochen trafen wir im Rahmen einer Veranstaltung in London
Management-Vordenker
Tom Peters. Dieser Mann ist auf
einer Mission - und er ist wütend.
Stinksauer über
Unternehmen, die sich als Bewahrer des Status Quo verstehen,
die Risikominimierung mit Unternehmensstrategie verwechseln
und in denen lähmende Langeweile zur Grundeinstellung gehört.
KLASSE! Der Mann hat Recht. Unternehmerische
Spitzenleistung funktioniert nur mit Leidenschaft, Engagement,
Risiko, Neugierde und Arbeit, die etwas verändern will.
Gleiches gilt übrigens für sportliche oder künstlerische
Spitzenleistungen. Mit lauwarmer Begeisterung und akzeptabler
Erledigung der übertragenen Aufgaben können Sie heute nichts
mehr erreichen. Denken Sie darüber nach! Jeden Tag aufs Neue.
Wir tun es auch und zeigen Ihnen in dieser Ausgabe des Beratungsletters
Unternehmen und Menschen, die auf einer Mission sind, die sich
hinauswagen und Neues probieren und die nichts mehr hassen als
Mittelmäßigkeit.
Viel Spaß beim Lesen und Querdenken wünschen
Anja Förster
& Peter Kreuz


Netter Service, Lächeltraining für die Mitarbeiter und eine
blitzblanke Verkaufsstätte. Das ist alles wichtig, ist aber
nicht mehr als die Eintrittskarte, die zum Mitspielen im
Wettbewerb berechtigt. Es führt Sie nicht an die
Spitze, sondern ins Mittelmaß. Warum? Weil alle Wettbewerber
genau das Gleiche tun. Erfolgreiche Business-Querdenker
spannen den Bogen sehr viel weiter: Sie brechen mit Konventionen ihrer Branche und entwickeln
coole neue
Service-Angebote, die aufhorchen lassen, die begeistern und
die ein temporäres Monopol im Markt schaffen (mehr).
Querdenk-Praxis: Commerce Bank
Die 1973 gegründete Commerce Bank hat sich in der Branche
einen Namen gemacht als die kundenorientierteste und servicestärkste
Bank Amerikas. Hinzu kommt: Diese Bank ist anders als andere
Finanzinstitute. Das Resultat: Wachstumsraten von über 25 Prozent
in den vergangenen fünf Jahren.

Anders als andere Banken:
Selbstverständnis: Man sieht sich nicht als
Bank sondern als führendes Handelsunternehmen. In den USA
sicherlich intelligent, in Deutschland wäre der Vergleich mit
dem Einzelhandel nicht in jedem Fall empfehlenswert ;-)
Benchmarks: Die Commerce Bank vergleicht sich nicht
mit andern Banken, sondern mit führenden Unternehmen aus
anderen Branchen, wie zum Beispiel der Kaffeehauskette Starbucks oder der erfolgreichen
Fluglinie JetBlue.
"Kill a Stupid Rule" oder "Mach-die-blöde-Regel-platt"
lautet eine weitere bemerkenswerte Initiative: Jeder Mitarbeiter, der
eine sinnlose Branchenregel findet und einen Weg, ohne diese
zu leben, erhält einen Geschenkgutschein im Wert von 50 Dollar. Das
Management fleht seine Mitarbeiter förmlich an, immer wieder
nach unnötigen Regeln und nutzloser Bürokratie zu suchen.
Öffnungszeiten: Sollte eigentlich selbstverständlich
sein - ist es aber nicht: Man richtet sich nach seinen Kunden
und nicht umgekehrt. Das bedeutet bei der Commerce Bank: Alle Filialen
sind an sieben Tage in der Woche
geöffnet; mit langen Öffnungszeiten, werktags üblicherweise
von 7:30 bis 20:00 Uhr.
10-Minuten-Regel: Die Bank öffnet ihre Türen 10
Minuten vor der offiziellen Öffnungszeit und schließt sie 10
Minuten nach Ende der offiziellen Öffnungszeit. Diese Regel wird
nirgends beschrieben oder beworben. Der Effekt bei den Kunden:
Sie sind glücklich, weil sie das Gefühl haben, dass für sie eine Ausnahme gemacht
wird.
Wow Shops: Die Bank ist 14.000 mal im Jahr ihr eigener Kunde. Jede
Filiale wird 5-6 mal im Monat inkognito besucht. Man eröffnet
pro forma ein Konto, hebt Geld ab, hat ein Problem: So
entdeckt man, welche Erfahrungen Kunden mit der Bank, den Mitarbeitern und Produkten
machen. Die Konsequenz: permanente Verbesserung und
Innovation.

Querdenk-Chance
"Das größte Problem der meisten Banken ist, dass sie ihre
Kunden misshandeln und zwar jeden Tag!"
Nein, das sind nicht
unsere Worte, sondern die von Vernon Hill, dem Vorstand der
Commerce Bank.
Der Mann hat Recht. Viel zu viele Unternehmen - und das gilt
nicht nur für Banken - folgen (immer noch) dem Ideal einer
lauwarmen und irgendwie zufrieden stellenden Transaktion
zwischen Anbieter und Kunde. Stattdessen müssen wir uns darauf
konzentrieren, ein ganzheitliches, nachhaltiges und neuartiges
Kundenerlebnis zu schaffen. Unternehmen wie Starbucks, Harley
Davidson oder Ikea haben diesen Sprung geschafft. Wie sieht es
bei Ihnen aus?
Drei weitere Dinge kann man von der Commerce Bank
lernen:
1) Ändern Sie Ihr Selbstverständnis: Wir sind
keine Bank, kein Hotel, kein XYZ, sondern ein führendes
Serviceunternehmen.
2) Suchen Sie Benchmarks in anderen Branchen: Wir
interessieren uns nicht für die Citybank, sondern für Starbucks und Jetblue Airlines.
3) Kopieren Sie die "Mach-eine-blöde-Regel-platt"
Initiative und belohnen Sie jeden Mitarbeiter, der eine
sinnlose Branchenregel, ein unnötiges Formular etc. entdeckt!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Mehr Infos zur Commerce Bank
>Mehr Infos zu Starbucks
>Mehr Infos zu Jetblue Airlines
>Mehr Beispiele zu "5-Star-Service"
>Vorträge und Workshops zum
Business-Querdenken

Statt das Alte zu
perfektionieren, verfolgen Business-Querdenker einen anderen
Weg: Scheuklappen werden abgelegt und
ungeschriebene Branchengesetze hinterfragt. Das Ergebnis:
Die Erschließung neuer Wettbewerbs-Spielräume und ein Entkommen
aus dem Preis-Wettbewerb (mehr).
Querdenk-Praxis:
Andreasgemeinde
Gehen Sie regelmäßig in die Kirche? Dann zählen Sie zu einer
aussterbenden Minderheit, denn in den meisten Gotteshäusern
herrscht gähnende Leere. An den Sonntagen halten die Pfarrer
ihre Predigten meist vor leeren Bänken.
Dass es auch anders sein kann, zeigt das Beispiel der
evangelisch-lutherischen Andreasgemeinde in Niederhöchstadt
bei Frankfurt. Doch das war nicht immer so. Als Pastor Klaus
Douglass dort im Jahr 1989 seine Karriere als Seelsorger begann, saßen nur etwa 30 Gläubige in
den Reihen. Doch wo waren die restlichen 2.500 Mitglieder der
Kirchengemeinde? Douglass verteilte Fragebögen, um zu
erfahren, was der fernbleibende Rest wolle. Und er begann,
sein Produkt - also den Gottesdienst - attraktiver zu
gestalten.

Nach einer Reise in die USA, wo Gottesdienste traditionell
auch Shows sind, arbeitete Douglass ein Konzept aus. Am Ende
stand ein Gottesdienst, der sich "GoSpecial" nennt. Die
Veranstaltungen haben Themen wie "Die Kir(s)chen in Nachbars
Garten – Warum wir alle neidisch sind" oder "Monster unterm
Bett – Vom richtigen Umgang mit Ängsten". Bands spielen
elektronische Musik. Nach der Predigt können die
Kirchenbesucher Fragen stellen. Mittlerweile findet GoSpecial
monatlich in einem Kino in Sulzbach mit 700 Plätzen statt. Der
Saal ist dann fast voll, die Leute holen sich Popcorn und
Getränke.
"Die Gemeinde hat eine Vorreiterrolle", so Hans-Albert Genthe,
Sprecher der Landeskirche Hessen und Nassau. Zwar geht das
bunte Treiben einigen zu weit, aber für die gibt es nicht nur
nach wie vor die klassische Messe, sondern ein komplettes
Dienstleistungsportfolio, wie z.B. den traditionellen
Morgengottesdienst, den aufgelockert traditionellen
Morgengottesdienst, den Gottesdienst kompakt, den
Kindergottesdienst und vieles mehr.
Querdenk-Chance
Bei Jesus war es so: 99 Schafe waren da, eines fehlte. "In der
Volkskirche ist es andersrum. Wir haben bestenfalls 2 Schafe.
Die anderen 98 kommen nicht." Pastor Douglass kämpft um diese
98 Schafe. Dazu nahm er auch bewusst das Risiko in Kauf, mit
seinen modernen "Kirchenprodukten" treue Schafe zu verlieren.
Die vollen Gottesdienste mit begeisterten Menschen geben
ihm und seinem Weg jedoch jeden Sonntag Recht!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage Andreas-Gemeinde
>Artikel
in BrandEins über die Andreas-Gemeinde
>Mehr Beispiele zu "Produkt-DNA"
>Vorträge und Workshops zum
Business-Querdenken
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Traditionelle Grenzen des
Wettbewerbs sprengen und dem typischen Kopf-an-Kopf-Wettbewerb
entkommen. Wie das geht? Entwickeln Sie revolutionäre neue
Leistungsangebote, die in Ihrer Branche so noch nicht
existieren und erobern Sie damit vollkommen neue
Kundensegmente (mehr).
Querdenk-Praxis: Ethel's Chocolate Lounge
Der Süßwarengigant Mars Inc. stand vor einem Problem:
Der amerikanische Markt für kakaohaltige Massenware wuchs in
den letzten fünf Jahren nur noch um magere 3 Prozent. Immer
weniger Kunden wollen die bunten M&M's oder die süßen Mars-Riegel.
Im selben Zeitraum stieg jedoch der Verkauf von Edelschokoladen
und Pralinen um 20 Prozent, vor allem in trendigen Caféhäusern und
Confiserien.

Wohin die Reise gehen sollte, war damit klar: Unter dem Namen
"Ethel's Chocolate Lounge" eröffnete Mars im Großraum Chicago
gemütliche Schokosalons. Mit ausgefallenen Produkten wie
Mojito-Pralinen und angenehmer Wohlfühl-Atmosphäre will man so
die Kunden zurückgewinnen. "Ethel's
is about maximizing the chocolate experience", so John Haugh,
Präsident der Abteilung Gourmetschokolade.

Querdenk-Chance
Mars schließt mit Ethel's eine süße Marktlücke. Die
Marke spricht ein Publikum an, das mehr Wert auf
Genuss und Ambiente legt, als auf Kalorien.
Mars hat mit diesem Konzept sehr clever neue Kunden
angesprochen. Der anstehende landesweite Roll-Out der
Ethel's Filialen spricht für den Erfolg dieser Out-Of-The-Box
Strategie.

Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage Ethel's Chocolate Lounge
>Mehr Beispiele zu "Out-Of-The-Box"
>Vorträge und Workshops zum
Business-Querdenken
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Der Wettbewerb
wird immer härter - Konkurrenten kopieren gnadenlos jede gute
Idee. Kann in einem solchen Umfeld nur der gewinnen, der den
niedrigsten Preis bietet? Nein! Erfolgreiche
Business-Querdenker hinterfragen branchenübliche Preismodelle
und erfinden sie ganz neu (mehr).
Querdenk-Praxis: Altersvorsorge für Künstler
Künstler zählen eher nicht zur Klientel
von Vorsorgeversicherern. Klar, den meisten fehlt
schlicht das nötige Geld, um große Summen in ihre Altersvorsorge
zu investieren. Geldknappheit seiner Kunden ist aber noch
lange kein Hindernisgrund für kreative Querdenker wie Dan Galai,
den Mitbegründer des Finanzdienstleisters
MutualArt mit Sitz in New York.

Galai hat
den Artist Pension Trust (ATP) ins Leben gerufen, der Künstlern die Chance
bietet, für ihre Rente zu sorgen, ohne Geld
einzuzahlen. Stattdessen gibt jeder am Fonds
beteiligte Künstler innerhalb von 20 Jahren 20 Werke an den APT ab.
Der APT verwaltet die Werke der Künstler und gestaltet
deren Marktwert aktiv mit: Leihgaben einzelner Stücke an
Galerien oder ganze APT-Ausstellungen sollen helfen, die
Künstler national und international zu etablieren.
Sehen die Kuratoren des Fonds den Zeitpunkt für die
Veräußerung eines Werkes gekommen, gehen 40% des Erlöses an
den Künstler, 20% an den Fond und der Rest wird unter
den anderen beteiligten Künstlern aufgeteilt. So
profitieren die Künstler vom eigenen Erfolg, tragen aber auch
zur Rente ihrer Kollegen bei. Die Dividenden des Fonds werden
alle fünf Jahre ausgeschüttet.

APT-Fonds gibt es mittlerweile in allen großen Kunstmetropolen
dieser Welt, von London über Los Angeles bis Beijing und
Bombay.
Querdenk-Chance
Der Artist Pension Trust knüpft
an die in Künstlerkreisen übliche Tradition an, mit Naturalien
statt Geld zu bezahlen. Wann mit dieser Einzahlungsmethode hohe Summen gehandelt werden, ist nur eine
Frage der Zeit.
Kleines Rechenbeispiel: Der APT in Berlin nimmt jährlich etwa
50 neue Künstler auf. Nach 10 Jahren verfügt die Sammlung über
2750 Werke. Würde jedes Werk für nur 1.000 Euro verkauft
werden, und berücksichtigte man die 10 weiteren Fonds
weltweit, dann sind die Dimensionen klar. Und das quasi ohne
Geld!
Quellen
und weiterführende Informationen
>Homepage des Artist Pension Trust
>Beitrag in BrandEins über APT
>Mehr Beispiele zu "Preis-DNA"
>Weitere Beispiele und
Querdenkansätze in "Different Thinking"


Aktive Hilfe für männliche Golfspieler mit leichten Defiziten
beim Selbstbewusstsein: Die Lösung kommt von
Eye Candy
Caddies.

Für stolze 200
Pfund (ca. 290 Euro) kann man(n) sich eine hübsche Begleitung für den
Golfplatz und den anschließenden Drink im Clubhaus mieten.
Dank strenger optischer Auswahlkriterien wird sichergestellt,
dass alle anderen Golfer grün vor Neid werden.
Die Models der Agentur Eye Candy Caddies haben ein spezielles Trainingsprogramm für ihren
Job absolviert, das vermutlich so entscheidende Punkte
beinhaltet wie "Du sollst nicht kichern bei misslungenen Schlägen"
oder "Du sollst bei Bedarf immer mal wieder applaudieren und Mut
zusprechen."



Die Business-Querdenker und Financial Times
Bestsellerautoren
Anja
Förster und
Dr.
Peter Kreuz gehören zu einer neuen Generation von Wirtschaftsvordenkern:
Leidenschaftlich unkonventionell kämpfen sie für die Befreiung aus
Denkschablonen, das Ablegen von Scheuklappen und das Verlassen ausgetretener
Pfade.
   
    
Ihr Labor für Business Querdenken ist die
weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach
unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten forscht und nach den
Menschen, die dahinter stehen.
Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, SAP, Siemens und
weiterer namhafter Unternehmen.
Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie Petra Steurer:
Tel. +41 (0)71 7446522;

Mehr Infos gibt's hier:
>Förster & Kreuz: In
Vorträgen
>Förster & Kreuz: In
Büchern
>Förster & Kreuz: In
Person
>Querdenk-Labor
>Querdenk-Cast
Sie können Ihr
Beratungsletter-Abonnement selbst konfigurieren ...
Abbestellen. Wenn Sie den Beratungsletter nicht mehr
erhalten wollen, folgen Sie bitte diesem Link.
Link steht nur bei E-Mail-Versand zur
Verfügung.
Ändern. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse ändern möchten,
folgen Sie bitte diesem Link. Link steht nur bei E-Mail-Versand zur
Verfügung.
Impressum & Kontakt
Verantwortlich für den Inhalt:
FÖRSTER & KREUZ GmbH
Geschäftsführer: Anja Förster, Dr. Peter Kreuz
Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510
c/o NO LIMIT· PR und Marketing Steurer
Petra Steurer
Rosenstrasse 12; CH-9430 St. Margrethen; Schweiz
Phone +41 (0)71 744 65 22
Fax +41 (0)71 740 09 26
office@nolimit-steurer.ch
Kontakt
Kontaktdaten bei Anfragen für Vorträge, Workshops oder
Beratungsprojekte sowie für Interviews oder Presseartikel
finden Sie
hier.
Disclaimer
Es wird keinerlei Haftung für Übermittlungsfehler,
Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben übernommen. Die
Nennung von Produkten anderer Hersteller oder Anbieter dient
ausschließlich zur Information und stellt keinen
Warenzeichenmissbrauch dar. Hinsichtlich der Auswahl, Leistung
oder Anwendung dieser Produkte oder Dienstleistungen wird
keinerlei Gewähr übernommen.
Pictures
www.triumph.com, www.reef.com, www.zappos.com,
www.petadishoom.com, www.globalsinc.com, http://touch-ds.jp,
www.nintendo.com, www.philips.com, www.philips.at,
Redaktion
Anja Förster, Moritz Jäger, Peter Kreuz
|