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Ausgabe 100
Mai 2010

 

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Wir haben uns heute schick gemacht, denn dies ist eine Jubiläumsveranstaltung: Herzlich willkommen zu unserer 100sten Ausgabe!

Wir können es selbst kaum glauben, dass wir das hier nun schon seit n-e-u-n Jahren machen. Und dass wir immer noch Freude daran haben. Einer der wichtigsten Gründe dafür, sind SIE: unsere 20.000 Leser, die sich mit uns austauschen und die uns inspirieren. Deswegen wollen wir eine kleine Rückschau halten und Ihnen drei Menschen vorstellen, die exemplarisch sind für Sie alle.

Manche von Ihnen sind nämlich von Anfang an dabei. So wie Fiona. Als wir im November 2001 am Starttermin gegen 23 Uhr den allerersten Newsletter ins Netz schickten, dauerte es genau vier Sekunden und wir hatten Fiona als erste Abonnentin. Das hat uns umgehauen. Wir dachten: Wow – wenn das so weitergeht...! Ging es natürlich nicht, denn sonst hätte der Business Backstage Report heute rein rechnerisch über 50 Mio. Abonnenten. Aber was uns wirklich begeistert: Fiona, unsere erste Abonnentin, hat uns bis heute die Treue gehalten!

Gut im Gedächtnis geblieben ist uns auch Thomas, weil er einer von diesen hartnäckigen Typen ist, die einfach nicht aufgeben, nur weil sich die Lösung eines Problems nicht gleich auf den ersten Blick offenbart. Thomas wollte den Newsletter ausdrucken, aber sein System in seiner speziellen Konfiguration weigerte sich. Er schickte Mails, lieferte Lösungsvorschläge. Unser Grafiker setzte sie um, probierte und probierte. Wir alle schraubten mit vereinten Kräften an dem pdf herum, aber es half nichts. Da wandte sich Thomas sogar an eine Adobe-Managerin im irischen Headoffice. Und das hat geholfen. Der Mann hat Biss. Respekt!

Und Reinhard ist einer, der sich die Dinge zu eigen macht, sie dann weiterdreht und verbessert. Einer unserer Beiträge im Newsletter handelte von dem von Lego entwickelten Coaching-System mit Lego-Steinen – Lego Serious Play. Das hat ihn inspiriert: Heute bietet er selbst Coaching mit Lego Serious Play an.

Vordenken, querdenken, dranbleiben: das sind Fähigkeiten, die unsere Leser auszeichnen. Und weil wir solche Fähigkeiten schätzen und glauben, dass die Welt da draußen davon mehr vertragen kann, machen wir das hier so gerne. Danke, dass Sie uns dabei unterstützen. Das ist ein gutes Gefühl!

Danke!


Anja Förster & Peter Kreuz



PS: Eine Sache noch. Dürfen wir Sie um einen Gefallen bitten?
Wenn die Inhalte unseres Newsletters Sie anregen. Wenn eine Idee Sie beflügelt. Dann hoffen wir, dass Sie etwas für uns tun könnten. Empfehlen Sie unseren Newsletter weiter. An Menschen, die Ihnen wichtig sind - und bitten Sie sie darum, dort draußen einen Unterschied zu machen.
Wir brauchen sie – und wir brauchen SIE.

KOMMENTARE

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99 Zitate als iPhone App

Seit zwei Wochen gibt es das Zitatebüchlein auch als kostenlose App fürs iPhone. Und was sollen wir sagen? Die Anzahl der Downloads hat uns echt überwältigt!!!!! Seit dem ersten Tag sind wir die Nr. 1 App im Bereich Wirtschaft.
Zwischenzeitlich waren wir sogar die Nr. 5 aller Apps im iTunes Store. WOW!!!

Wer noch ein iPhone ohne "99 Zitate" hat: Hier geht es zum Download!

Und, das ist die gute Nachricht für alle Blackberry- und sonstigen Nicht-iDings-Besitzer: Die "99 Zitate" gibt es auch weiterhin in der Papierversion. Hier können Sie Ihre Exemplare bestellen oder eine PDF-Version herunterladen.

 




 

Backstage Talk: Jeremy Rifkin

Der Fernsehsender 3sat betitelte Jeremy Rifkin als „wandelnden Thinktank“ und „Gedankenblitz in Menschengestalt“. Wir haben uns mit dem amerikanischen Vordenker in Frankfurt getroffen. In dem Gespräch über sein neues Buch beeindruckt er uns als brillanter Analytiker, der über sich selbst sagt: „Ich habe mich mit vielen angelegt". Das glauben wir gern ;-)

Rifkin ist ohne Zweifel einer der großen Intellektuellen der USA und weiß schon zu unserer ersten Frage so viel zu sagen, dass wir erst gar nicht dazu kommen, unsere restlichen Fragen zu stellen. Das war also ein wirklich ungewöhnliches Interview mit EINER Frage und EINER langen Antwort. Gesprochen haben wir über sein neuestes Buch „Die empathische Zivilisation – Wege zu einem globalen Bewusstsein“. Sehr interessanter Lesestoff. Aber – das sei an dieser Stelle auch angemerkt: die 468 Seiten sind keine ganz einfache Lektüre.

Hier geht's zum Interview »
 

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Backstage: DesignTech

In einem Seminar haben wir Jürgen R. Schmid getroffen. Er ist der Geschäftsführer von DesignTech, einem renommierten Designstudio, das auf Industriedesign spezialisiert ist. In seiner Branche ist es üblich, mit zeitbasierten Honoraren zu arbeiten: Ein Designer entwirft zum Beispiel eine Bohrmaschine, bekommt seinen Aufwand bezahlt und wendet sich dem nächsten Projekt zu.

Aber was ist, wenn der Kunde nach den ersten Verkäufen feststellt, dass die Maschine so zwar ganz gut, aber eben nicht perfekt ist? Den Designer kratzt das nicht – sein Job ist erledigt.

Jürgen R. Schmid aber wollte bessere Produkte, wollte Designer, die sich wirklich um ihr Projekt bemühen, wollte noch zufriedenere Kunden. Deswegen hat er ein neues Preismodell entworfen. Seine Kunden können jetzt wählen: Klassische Honorarsätze oder Beteiligung am Verkaufserfolg. Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal in der Designszene.

In der Filmbranche beispielsweise ist eine Erfolgsbeteiligung nicht unüblich, weil sie sicherstellt, dass ein Schauspieler auch wirklich alles gibt. Und das nicht nur während des Drehs, sondern auch danach, wenn es um die Promotion geht. Darum geht es auch bei DesignTech: Ein Designer soll sich seinem Projekt mit Haut und Haaren verschreiben, soll daran feilen, bis es WIRKLICH perfekt ist. Dafür winken 0,5 bis 15 Prozent des Umsatzes. Was sich bei den Mengen, die bei Gebrauchsgütern umgesetzt werden, ganz ordentlich summieren kann.

Auch für den Auftraggeber bietet das Modell Vorteile: Kein sofortiger Verlust von Cash Flow, keine Vorfinanzierung, sondern sukzessive Finanzierung durch den Erfolg des Produkts. Geteilter Erfolg, geteiltes Risiko.

Für Jürgen R. Schmid hat sich dadurch einiges verändert: Er bietet nicht nur seinen Kunden die Aussicht auf den größtmöglichen Einsatz für das beste Produkt, das der Designer schaffen kann. Zu ihm kommen jetzt auch Start-ups oder Firmen, die gerade nicht ganz so viel investieren wollen, aber trotzdem nicht auf gutes Design verzichten möchten. Aber auch den Designern bietet er einen neuen Anreiz. Für ihn arbeiten jetzt auch Überzeugungstäter und zwar nicht als Dienstleister, sondern als Subunternehmer in seiner Firma. Firma, Kunde, Partner: Alle feilen gemeinsam am Erfolg.

Natürlich hat DesignTech nicht die Idee der Erfolgsbeteiligung neu erfunden. Das ist auch gar nicht der Punkt. Was wir an diesem Beispiel spannend finden: Der erfolgreiche Blick über den Branchentellerrand und die Idee, ein Preismodell, das in anderen Branchen bereits üblich ist, als erster in die eigene Branche zu übertragen.

Und das bedeutet: die Augen und Ohren aufsperren! Von anderen Branchen lernen! Die scheinbar unumstößlichen Branchenregeln intelligent brechen! Die Regelbrecher erschließen so für sich neue Chancen und schaffen für ihre Kunden neue Werte.

LINKTIPPS

Homepage von DesignTech
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Backstage: Vasano

„Wer das Leben locker und gelassen angeht, lebt gesünder und länger“. Dieser Leitspruch ist das Motto eines Unternehmens, das von Deutschland aus in immer mehr Großstädte der Welt vordringt: Vapiano.

Vor fünf Jahren waren wir zum ersten Mal in einem der von Matteo Thun gestalteten Restaurants mit ihren Kochinseln und Kräutergärten essen. Seitdem sind wir Fans. Und so geht es scheinbar vielen, die einmal den Köchen zugesehen haben, wie sie in minutenschnelle frische Pasta, Pizza oder Salate zubereiten. Vapiano ist italienisches Fastfood der Oberklasse und das Konzept folgt der zukunftsweisenden Formel „frisch – schnell – schön“. 2002 gegründet, ist das Unternehmen heute an der Börse notiert.

Die Macher hinter dem Konzept bleiben in Bewegung: Erst versuchten sie, das Prinzip auf die Asia-Küche auszuweiten – das hat wohl nicht so recht gezündet. Jetzt setzen sie auf ein neues Experiment: Hotels. Die Marktlücke: Luxussuite-Häuser für Geschäftsreisende.

Gregor Gerlach, einer der Köpfe hinter Vapiano und nun auch hinter dem neuen Konzept Vasano: „Wenn ich selbst reise, ist mir die Zimmerausstattung und der Preis wichtig, weniger, ob mir jemand die Tür aufhält oder meine Tasche aufs Zimmer trägt.“ Absolut nachvollziehbar für uns! Wie oft haben wir uns schon geärgert, dass der Zugang zum Internet kostenpflichtig ist. Oder was hilft einem eine 1.000 Quadratmeter große Wellness-Oase, wenn man schon froh ist, dass die Zeit mal reicht, um die Schuhe auszuziehen und die Füße hochzulegen? Aber mitzahlen muss man die Wellness-Oase trotzdem – das schlägt sich auf den Zimmerpreis nieder. Ob man das Angebot nun nutzt oder nicht.

Davon will Vasano weg. Das erste Haus in der Leipziger Innenstadt bietet zehn luxuriös ausgestattete Suiten (30 bis 55 m²) mit abgespecktem Servicepaket, aber hoher Wohnqualität zu günstigen Preisen. Eingecheckt wird über einen Buchungsautomaten. Brötchen und Tageszeitung werden täglich gebracht. Extrawünsche wie Massage oder Theaterkarten kann man über die Website bestellen. Das Hotel ist damit die luxuriöse Entsprechung französischer Automatenhotels.

„Reisende von heute brauchen kein eigenes Restaurant im Hotel und keinen Frühstücksraum, wenn es wie in diesem Fall ein Vapiano im gleichen Haus und ein Starbucks direkt gegenüber gibt. Bei Vapiano konzentrieren wir uns auf gutes Essen, bei Vasano auf hochwertig ausgestattete Suiten – beides zu einem erschwinglichen Preis.“ Mit dieser Überzeugung ist es Vapiano tatsächlich gelungen, der Branche entscheidende Impulse für die Fortentwicklung zu geben – weltweit. Und das in einem Markt, von dem man dachte, er könne nichts Neues mehr hervorbringen.

Auch hier gehen die Erfinder des Vapiano wieder konsequent konzeptionell vor. Und das begeistert uns. Ihre Vorgehensweise folgt der Blue-Ocean-Strategie, die die Autoren Kim & Mauborgne in ihrem gleichnamigen Buch beschrieben haben:

1. Lasse branchenübliche Dinge ganz weg! – z.B. keine Gastronomie.

2. Reduziere branchenübliche Dinge! – z.B. die Empfangshalle.

3. Erhöhe branchenübliche Wertfaktoren! – z.B. die Zimmergröße.

4. Füge komplett neue Wertfaktoren hinzu! – z.B. Mini-Küche im Zimmer.

So schafft man systematisch einen neuen Hoteltyp. Das Ziel ist NICHT, besser zu sein als andere. Sondern EINZIGARTIG zu sein. Wir sind sehr gespannt auf den Erfolg von Vasano Suites!

LINKTIPPS

Homepage Vasano
Homepage Vapiano
Website des italienischen Architekten und Designers Matteo Thun
Tinga Horny, Focus: Viel Zimmer, kein Service
Gisela Reiners, DIE WELT: Nach Vapiano kommt Gerlach mit Vasano
Das Buch Der Blaue Ozean als Strategie von Kim & Mauborgne
Unser Backstage Talk mir René Mauborgne
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Outtake: Hello? Can you hear me?

Stellen Sie sich vor, Sie hätten so viel Geld, dass Sie sich alles kaufen könnten, was es auf der Welt gibt. Eines der ersten Dinge, die auf Ihrer Einkaufsliste stünde, wäre mit Sicherheit ein vergoldeter Sarg, oder?

So ein Ding wurde gerade auf der Luxusgütermesse in Verona vorgestellt. 280.000 Euro kostet der Kasten. Ein Statussymbol für die Ewigkeit, das bereits vor über 5000 Jahren erfunden wurde: Die Pharaonen, die in goldenen Särgen beerdigt wurden, hat man genau deswegen ja wieder ausgegraben. Diese Dinger sind ein Dauerbrenner mit Raum für Innovationen!

Das aktuelle Modell unterscheidet sich vom ägyptischen Basismodell insofern, dass heute keine Waffen, tote Hunde oder bei lebendigem Leib begrabene Diener mehr hinzugefügt werden, sondern – viel praktischer! – ein Handy. Zumindest so lange der Akku hält, hätten die aus Versehen für tot erklärten Wiedererwachten dann die Chance, nach draußen zu telefonieren und sich eine Pizza zu bestellen. Vielleicht ist auch ein gutes Spiel auf dem Handy drauf – falls die Reise ins Jenseits ein paar Extrawarteschleifen mit sich bringt und dem Verstorbenen die Zeit zu lang wird. Klar ist: die Produzenten, die man auf Luxusmessen trifft, müssen Querdenker sein...

LINKTIPPS

France 24 "Golden coffin (cell phone included) on sale at Verona fair"
International Luxury Exhibition Verona
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Up to date: Förster & Kreuz

Wir haben in den letzten Wochen sehr intensiv am Manuskript für unser neues Buch gearbeitet, das am 13.9. beim Campus Verlag in Frankfurt als Spitzentitel erscheinen wird. Und nun dürfen wir auch den Schleier lüften und den Titel verraten:

NUR TOTE BLEIBEN LIEGEN
Wie Unternehmen ihr lebendiges Potenzial entfesseln




Zum Erscheinen des Buchs planen wir auch eine Roadshow durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Alle bereits fixierten Termine finden Sie in unserem Tourkalender oder auf unserer Facebook-Seite, dem Treffpunkt einer sehr regen Community mit mittlerweile über 370 Fans.








 

Förster & Kreuz

Förster & Kreuz sind Vordenker einer neuen Generation in Wirtschaft und Management. Leidenschaftlich. Kämpferisch. Erfrischend. Sie bringen Führungskräfte und ihre Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.

Auf allen fünf Kontinenten fahnden die beiden Managementberater und Bestsellerautoren nach Unternehmen, die so unkonventionell wie erfolgreich sind. Nach Organisationen, denen sich die besten Talente und Kunden anschließen und nach Menschen, die dafür brennen, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen.


Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von Bayer, BMW, Gore, IBM, Mars, Porsche, Siemens und weiterer namhafter Unternehmen.

Wenn Sie Förster & Kreuz buchen möchten, kontaktieren Sie bitte ihre Agentin Petra Steurer: Telefon (Schweiz): 0041-71-7446522;

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Verantwortlich für den Inhalt: FÖRSTER & KREUZ GmbH; Geschäftsführer: Dr. Peter Kreuz, Anja Förster; Sitz: Heidelberg; Amtsgericht Mannheim: HRB 704510

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